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Die Bedeutung der Beduinen für die Geschichte der Araber

  • Werner Caskel
Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AWAW, volume 8)

Zusammenfassung

Das Alte Testament und die Keilinschriften erzählen mancherlei über arabische Nomaden. Auch können wir diesen Berichten einige Züge aus dem Nomadenleben entnehmen, welche über die Jahrtausende hinweg bis zur Gegenwart Geltung haben. Die Weissagung über Ismael (I. Mose 16, 12): Er wird ein Mensch wie ein Wildesel sein — seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn —, trifft zu. Die Kapitel 6–8 des Richterbuches schildern einen typischen Nomadeneinfall: Midianiter, Amalekiter und die Söhne des Ostens — Namen, die hier schlechthin für arabische Nomaden stehen — überschreiten den Jordan in mehreren aufeinander folgenden Jahren, treiben ihre Kamele auf die Saatfelder und kehren wieder in die Steppe zurück. Typisch, weil die Nomaden in Jahren des Futtermangels gezwungen sind, im Kulturland für ihre Herden Weide zu suchen. — Aus den assyrischen Feldzugsberichten des 8. und 7. Jahrhunderts ergibt sich, daß die Nomadenwirtschaft nicht autark ist, sondern Oasenwirtschaft, Handelsverkehr oder die Kontrolle einer Handelsstraße, an der Zoll erhoben wird, voraussetzt; denn Gold, Silber, Blei, Eisen, Elefantenhaut, Elfenbein, Stoffe, Pfauen und Rinder, welche von den arabischen Königinnen und Fürsten neben Kamelen den assyrischen Königen als Tribut dargebracht werden, sind keine Erzeugnisse der Syrischen Wüste.

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag — Löln und Opladen 1953

Authors and Affiliations

  • Werner Caskel
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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