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Die Entstehung der Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert

  • Georg Kauffmann
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Zusammenfassung

Die Kunstgeschichte wird heute weltweit als ein akademisches Fach mit um-rissener Methodik nach einheitlichen Maßstäben betrieben.1 Dem Comité International, das den wissenschaftlichen Austausch gemäß den Grundsätzen des Conseil International de la Philosophie et des Sciences Humaines regelt, gehören derzeit vierunddreißig Nationen an. Zuletzt hat noch Japan im September 1991 in Tokio den Nachweis dieses Standards erbracht.

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Literatur

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    Der romantische Kult der „großen Männer“ verdiente seitens der Kunstgeschichte näherer Untersuchung. Hier sei daran erinnert, daß dem Nazarener und seit 1830 Direktor des Städelschen Kunstinstituts Philipp Veit — Sohn Dorothea Schlegels und Enkel von Moses Mendelssohn — die Ausstattung des Frankfurter Römers mit Bildnissen deutscher Herrscher verdankt wird. Norbert Suhr: Philipp Veit (1793–1877), München 1990.Google Scholar
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    Die Etymologie von „ogive“ ist schwierig, ältere Wörterbücher bezeichnen das Wort als unerklärt. Wegweisend ist die Tatsache, daß „ogive“ erst 1325 zum ersten Mal belegt ist (briefliche Mitteilung K. Jaberg/Bern). Nach Romania 63, 1937, 377 würde das Wort über das Spanische aus dem Arabischen entlehnt sein und zunächst „Zisterne“, dann in dem Ausdruck bóveda de algibe „Zisternengewölbe“ bedeutet haben. Demzufolge hätte „ogive“ zunächst die Bedeutung „Kreuzrippe“ gehabt und ist nicht speziell für den Spitzbogen verwendet worden („Spitzbogen“ heißt es erst seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts). Zum weiteren Problemkreis siehe Graciela Christ: Arabismen im Argot. Ein Beitrag zur französischen Lexikographie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt u. a. 1991.Google Scholar
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© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Georg Kauffmann

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