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Die Beichtinschriften im römischen Kleinasien und der Fromme und Gerechte Gott

  • Georg Petzl
Chapter
Part of the Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (NWAWV)

Zusammenfassung

Die Beichtinschriften sind eine Gruppe griechisch abgefaßter Inschriften, die nur im westlichen Kleinasien begegnet, vor allem in den ländlichen Gebieten von Lydien und Phrygien, ganz vereinzelt auch in My sien; rund 130 Exemplare davon sind bekannt. Viele von ihnen geben ein Datum an und ermöglichen damit die Feststellung, daß sie der Zeit von etwa 50 bis 250 n. Chr. entstammen. Sie gehören nicht christlicher, sondern einheimischer Religion an.

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Literatur

  1. 2.
    Die Belege für diese Religion sind von Marijana Ricl zusammengestellt und besprochen worden: Epigr. Anatol. 18 (1991), 1–70; 19 (1992), 71–102; 20 (1992), 95–100 (vgl. SEG 41, 1836; Petzl, Epigr. Anatol. 20 [1992], 143–146).Google Scholar
  2. 9.
    Die Namensform ist nicht sicher; vgl. zu Beichtinschr. 3,1.Google Scholar
  3. 10.
    Vgl. E. Lane, Corpus Monumentorum Religionis Dei Menis I–IV (= CMRDM; Etudes préliminaires aux religions orientales dans l’empire romain 19, 1971–1978).Google Scholar
  4. 12.
    Vergleichbare Zahlungen werden in Beichtinschr. 51 und 53 als Lösegeld bezeichnet. Für diese Geste in vorhellenistischer Zeit vgl. F. van Straten, „Did the Greeks Kneel before their Gods?“ (BA Besch. 49, 1974, 159–189).Google Scholar
  5. 18.
    Ricl, Epigr. Anatol. 19, 78 „la statue avec caducée et inscription ... représentation du Saint et Juste dans son rôle de messager et d’intermédiaire entre les dieux et les hommes“. Ich habe im Kommentar zur Erstausgabe die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten diskutiert (a. O. 758–760) und neige dazu, in der Gestalt Hermes zu erkennen (s. Arkeoloji Dergisi 2 [1994], 138, 11).Google Scholar
  6. 25.
    Petzl, Epigr. Anatol. 20 (1992), 144.Google Scholar
  7. 26.
    Vgl. Ricl, Epigr. Anatol. 18, 24–36, Nr. 47–78; S. 24, 9 weist sie auf ihre vollständigere Publikation der Funde aus diesem Heiligtum in Ziva Arnika 40 (1990), 157–177 hin; vgl. auch S. Mitchell (Anm. 15) 25 f. mit weiteren Hinweisen. Die von ihm 27, Fig. 14 abgebildete Stele (hier Abb. 9 reproduziert) ist das einzige unbeschädigte Stück von dort; für die Inschrift vgl. SEG 43, 939. Die übrigen waren schon in der Antike (von Christen?, Mitchell) zerstört worden.Google Scholar
  8. 27.
    Das tun die beiden auf dem Abb. 1 wiedergegebenen Relief nicht, sondern halten ihre jeweils freie Hand mit gespreizten Fingern auf der Brust.Google Scholar
  9. 29.
    So Merkelbach (Anm. 22) 293 zu Abb. 4.Google Scholar
  10. 31.
    Dies ist ein knappes Resume der Überlegungen von Ricl, Epigr. Anatol. 19, 75–77 („signification du théonyme“).Google Scholar
  11. 32.
    Vgl. Merkelbach (Anm. 22) 291–296, der für die Umsetzung der Abstrakta „das Fromme“ und „das Gerechte“ in Götter und das Bewußtsein, daß Boten zwischen Menschen und Göttern vermitteln, einen „langfristigen Einfluß der persischen Vorstellungen“ in Betracht zieht.Google Scholar
  12. 35.
    Vgl. das Kapitel „One God in Heaven“ von Mitchell (Anm. 15) 43 ff., besonders 49–51.Google Scholar
  13. 36.
    „apparently a confusion between Hypsistos and Hosios which may point to a certain affinity between them“ (Malay).Google Scholar
  14. 37.
    „divinité intermédiaire ou d’émanation“ (L. Robert, Op. Min. I 420).Google Scholar
  15. 38.
    An diesem Bild habe ich in meinem Beitrag „Ländliche Religiosität in Lydien“ (in: Forschungen in Lydien, ed. E. Schwertheim [Asia Minor Studien 17, 1995], 37–48) gewisse Einschränkungen vorgenommen.Google Scholar
  16. 47.
    O. Weinreich, Antike Heilungswunder (Religionsgeschichtliche Vorarbeiten und Versuche VIII 1 [1909]) 195–197 („Zur Topik der Wundererzählung ... Die Kunst der Ärzte versagt“).Google Scholar
  17. 48.
    W. Dittenberger, Sylloge inscriptionum Graecarum 1168–1169.Google Scholar
  18. 50.
    Außer den oben angeführten Fällen sei noch verwiesen auf Beichtinschr. 10, 8 f.: bei der Errettung „aus großer Gefahr“ war Heilung des Stratonikos von seinen todesgleichen Zuständen durch den Gott gemeint; vgl. 114, 6–8; 23, 3(?); 26, 8(?).Google Scholar
  19. 75.
    Anm. 7; 11; 39; 46.Google Scholar
  20. 76.
    Vgl. Klauck a.O. (Anm. 51) 82 f.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Georg Petzl

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