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Konkordanzdemokratien im Internationalen System

Ein Paradigma für die Analyse von internen und externen Bedingungen politischer Systeme
Chapter
Part of the Politische Vierteljahresschrift book series (PVS, volume 1/1969)

Zusammenfassung

Die folgenden Erörterungen knüpfen an Studien über »Konkordanzdemokratien« als einen eigentümlichen Typus politischer Systeme an 1 und gehen der Frage nach, inwieweit er sich aus der Einwirkung von Faktoren (Parametern) des internationalen Systems (als der Umwelt des nationalen Systems) erklären läßt. Damit beabsichtigen wir über diesen speziellen Fall hinaus zugleich eine paradigmatische Untersuchung von externen Bedingungen politischer Systeme. Diese Fragestellung gehört, wenn man von der üblichen Einteilung der Politikwissenschaft in Subdisziplinen ausgeht, in den Bereich der vergleichenden politischen Systemforschung (comparative politics). Wenn wir vereinfachend die Beziehungen zwischen dem »internationalen System« und dem (nationalen) »politischen System« als Gegenstand der Untersuchung bezeichnen, dann ist hier die abhängige Variable in letzterem, die unabhängige Variable in ersterem zu lokalisieren. In der politikwissenschaftlichen Literatur wird man heute eher die umgekehrte Fragestellung antreffen. Die Beziehungen zwischen internationalem und nationalem System, zwischen Innen- und Außenpolitik werden dort vorwiegend in der Lehre von der Außenpolitik und den Internationalen Beziehungen untersucht. Hatte diese früher die »politischen Einheiten« eher als »black boxes« oder als nicht weiter aufzugliedernde Wesenheiten (mit Prädikaten wie »national interest« besetzt) behandelt, so werden nun ihre Interaktionen mit anderen »Einheiten« vielfach auf Bedingungen innerhalb des (nationalen) »politischen Systems« zurückgeführt 2. Dies geschieht mitunter in solcher Zuspitzung, daß bloß das außenpolitische Verhalten als abhängige Variable behandelt und die hier vorgenommene Umkehrung der Relation zwischen den Variablen ausgeschlossen wird 3.

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Literatur

  1. 1.
    Gerhard Lehmbruch: Proporzdemokratie. Politisches System und politische Kultur in der Schweiz und in Usterreich. (Tübingen 1967); vgl. ferner meinen Literaturbericht: Konkordanzdemokratie im politischen System der Schweiz, in: PVS, 9. Jg. (1968), S. 443–459. Ähnliche Hypothesen hat — unabhängig von mir — Arend Lijphart entwickelt; siehe vor allem seine Abhandlung: Typologies of democratic systems, in: Comparative Political Studies, vol. I (1968), S. 3–44, ferner vom selben Verfasser: The politics of accomodation. Pluralism and democracy in the Netherlands (Berkeley und Los Angeles 1967). Diesen Hypothesen hat sich jetzt Jürg Steiner angeschlossen; siehe sein: Bedingungen für gewaltlose Konfliktregulierungsmuster in subkulturell segmentierten demokratischen Systemen. Hypothesen entwickelt am Beispiel der Schweiz (Meisenheim am Glan, in Vorbereitung).Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. u. a. die Literaturhinweise bei James N. Rosenau: Pre-theories and theories of foreign policy, in: R. Barry Farrell (ed.): Approaches to comparative and international politics (Evanston 1966), S. 27 ff.; ferner James N. Rosenau (ed.): Domestic sources of foreign policy (New York and London 1967); aus der deutschen Literatur vor allem Ekkehart Krippendorff: Ist Außenpolitik Außenpolitik?, in: PVS, 4. Jg. (1963), S. 342–366; Ernst-Otto Czempiel: Das amerikanische Sicherheitssystem 1945–1949. Studien zur Außenpolitik der bürgerlichen Gesellschaft (Berlin 1966).Google Scholar
  3. 3.
    Czempiel: A.a.O., S. 5 ff.; vgl. ders.: Der Primat der auswärtigen Politik, in: PVS, 4. Jg. (1963), S. 285 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Zum Beispiel unter der Kategorie der »boundary problems« in den neueren systemanalytischen Ansätzen, wie Rosenau (Pre-theories…, a.a.O., S. 39 f., Anm. 40.) zutreffend bemerkt. Wenn neuerdings in die Vergleichung politischer Systeme die Unterscheidung von »domestic« und »international capabilities« eingeführt wird (Gabriel A. Almond/G. Bingham Powell: S. 2:…, Comparative Politics. A developmental approach, Boston/Toronto 1966, S. 203 ff.), dann handelt es sich dabei zunächst nur um ein neues — und gewiß nützliches — deskriptives Schema, das aber als solches die Theorie der politischen Systeme noch keineswegs weiterbringt.Google Scholar
  5. 6.
    Gabriel A. Almond, Taylor Cole,Roy C. Macridis: A suggested research strategy in Western European government and politics, in: APSR, vol. 49 (1955), S. 1042–1049. Seither hat sich die Lage nicht wesentlich geändert.Google Scholar
  6. 7.
    Vgl. Hans Rothfels: Vom Primat der Außenpolitik, in: Außenpolitik, 1. Jg. (1950), S. 278 ff.; Czempiel: Der Primat der auswärtigen Politik, a.a.O., S. 269.Google Scholar
  7. 8.
    So auch Otto Hintze: Staatenbildung und Verfassungsentwicklung, in: Staat und Verfassung, Gesammelte Abhandlungen zur Allgemeinen Verfassungsgeschichte, hrsg. von Gerhard Oestreich, 2., erw. Aufl. (Göttingen 1962), S. 35.Google Scholar
  8. 9.
    Dazu Robert A. Dahl: Patterns of opposition, in: Robert A. Dahl (ed.), Political oppositions in Western democracies (Princeton 1966), S. 333 f.Google Scholar
  9. 10.
    Vgl. Aaron B. Wildawsky: A methodological critique of Duverger’s Political Parties, in: Journal of Politics vol. 21 (1959), S. 303–318.Google Scholar
  10. 15.
    Generell vgl. über die methodische Problematik ökologischer Erklärungen jetzt vor allem: Harold und Margaret Sprout: The ecological perspective an human affairs, with special reference to international politics (Princeton 1965).Google Scholar
  11. 17.
    Karl W. Deutsch: The nerves of government. Models of political communication and control, Neuausgabe (New York/ London 1966), insbes. S. 163 ff.Google Scholar
  12. 21.
    Hier liegt der Einwand nahe, daß auch in Großbritannien Konfliktregelung durch Aushandeln, etwa zwischen Regierung und Interessenverbänden (vgl. dazu Harry Eckstein: Pressure group politics. The case of the British Medical Association, London 1960, S. 22 ff.), eine erhebliche Rolle spielt. Aber obschon man von einer Tradition der funktionalen Repräsentation in Großbritannien hat sprechen können (Samuel H. Beer: The representation of interests in British government, in: APSR, vol. 51, 1957, S. 628 ff.; ders.: British politics in the collectivist age, New York 1966, S. 71), haben wir es da doch in erster Linie mit einer neueren, und als solcher getrennt zu analysierenden Entwicklung zu tun, nämlich der »pluralistischen« Überlagerung von parlamentarischen Mehrheitsstrategien durch Aushandeln. (Vgl. Robert A. Dahl: Epilogie, in: Dahl: Political oppositions in Western democracies, a.a.O., S. 395.) Die sich dadurch ergebende Annäherung auch derjenigen Systeme, die durch starken Parteienwettbewerb und Anwendung des Mehrheitsprinzips gekennzeichnet sind, an das Muster der Konkordanzdemokratie ist ein Problem für sich. (Vgl. dazu mein: Proporzdemokratie, a.a.O., S. 55 ff., und: A non-competitive pattern of conflict management in liberal democracies. The case of Switzerland, Austria and Lebanon, vervielfältigt, International Political Science Association, Seventh World Congress, Brussels, 18.-23. September 1967, S. 9 f.)Google Scholar
  13. 22.
    Abweichend von der verbreiteten Übung, Großbritannien, das »weiße Commonwealth« und die USA zu einer Gruppe der »Anglo-American political systems« zusammenzufassen (so Gabriel A. Almond: Comparative political systems, zit. nach der Fassung bei Heinz Eulau, Samuel J. Eldersveld,Morris Janowitz (eds.): Political behavior. A reader in theory and research, Glencoe 1956, S. 36), habe ich in »Proporzdemokratie« (S. 10, S. 57) ausdrücklich nur Großbritannien als Extremfall angeführt. Daß in den USA die Dinge anders liegen, wurde als bekannt vorausgesetzt; es sei hier nur an Dahls Konzept der »Madisonian democracy« sowie sein — offenbar aus der amerikanischen Erfahrung abstrahiertes — Modell der »polyarchy« erinnert (Robert A. Dahl: A preface to democratic theory, Chicago 1956, S. 4 ff. und 63 ff.).Google Scholar
  14. 23.
    William H. Riker: The theory of political coalitions (New Haven und London 1962)Google Scholar
  15. 32.
    Zum Problem der Intensität von Präferenzen, vgl. Dahl: A preface to democratic theory, a.a.O., S. 90 ff., sowie Robert E. Lane und David O. Sears: Public opinion (Englewood Cliffs 1964), S. 94 ff.Google Scholar
  16. 33.
    Gemessen an den Annahmen in Anthony Downs’ Marktmodell der parlamentarischen Demokratie (An economic theory of democracy, New York 1957) verhalten sich die Wähler in subkulturell segmentierten Gesellschaften irrational.Google Scholar
  17. 36.
    Die Forschung über politische Entwicklungsprozesse hat dazu geführt, daß die historische Dimension zunehmend stärker in die vergleichende politikwissenschaftliche und politiksoziologische Forschung eingeführt wird; dabei spielt das Konzept der »Krise«, die zu strukturellen Veränderungen führt (Veränderungen, die dann dauerhaftes Merkmal werden), eine zentrale Rolle. Vgl. u. a. Joseph LaPalombara und Myron Weiner: The origin and development of political parties, in dem von ihnen herausgegebenen Band: Political parties and political development, Princeton 1966, S. 14 ff., sowie (mit den verwandten Konzepten der »Schwelle« und der »Revolution«) Stein Rokkan: The structuring of mass politics in the smaller European democracies: A developmental typology, vervielfältigt, International Political Science Association, Seventh World Congress, Brussels, 18.-23. September 1967, S. 13 ff. und S. 36 ff.Google Scholar
  18. 37.
    »Symbole« hier im Sinne von Harold Lasswell, z. B.: Politics: Who gets what, when, how, Neuausgabe (Cleveland/New York 1958) S. 31 ff.Google Scholar
  19. 40.
    Ober historische Beziehungen zwischen den ständischen Verfassungen und der Proporzregierung in den österreichischen Ländern vgl. Axel Vulpius: Die Allparteienregierung (Frankfurt a. M./Berlin 1957), S. 14 ff.Google Scholar
  20. 41.
    Ober die Rolle der seit 1845 eingeführten, aus Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammengesetzten Verwaltungsräte (majlis) vgl. Leila T. Meo: Lebanon, improbable nation. A study in political development (Bloomington 1965), S. 22 ff., und J. C. Hurewitz, Lebanese democracy in its international setting, in: Leonard Binder (ed): Politics in Lebanon (New York 1966), S. 221 ff.Google Scholar
  21. 43.
    Dies hebt vor allem Arend Lijphart hervor (The politics of accomodation, a.a.O., S. 59 ff. und 122 ff.; Typologies of democratic systems, a.a.O., S. 25); ähnlich Jürg Steiner, a.a.O.Google Scholar
  22. 44.
    Ober die oligarchische Struktur der libanesischen Politik vgl. u. a. Arnold Hottinger: Zu ama in historical perspective, in: Binder, a.a.O., S. 85–105 Ähnliche Strukturen spielen auch im kolumbischen System der »paridad y alternación« und bei der »co-participación« in Uruguay eine Rolle; zur letzteren vgl. Hans-Jürgen Puhle: Politik in Uruguay (Hannover, o. J.: Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Vierteljahresberichte, Sonderheft 1), S. 25 ff. Ober Kolumbien: John D. Martz: Colombia (Chapel Hill 1962); Robert H. Dix: Colombia: The political dimensions of change (New Haven und London 1967), S. 168 u. ö.; kritisch zur Anwendung des Oligarchiebegriffs auf Kolumbien: James L. Payne: The oligarchy muddle, in: WP, vol. XX (1967/68), S. 439–453.Google Scholar
  23. 49.
    Der ökologische Parameter »Größe des Landes» (Territorium oder Bevölkerungszahl) wird unseren Hypothesen zufolge also sowohl für die internen Bedingungen (siehe oben) als auch für die externen Bedingungen von Konkordanzdemokratie relevant. Wann größere Länder als unterlegen an Ressourcen erscheinen, braucht hier nicht erörtert zu werden, da dies die untersuchten Fälle nicht betrifft. — Über das außenpolitische Verhalten von Kleinstaaten vgl. Annette Baker Fox: The power of small states. Diplomacy in World War II (Chicago 1959), bes. S. 183 ff.; Robert L. Rothstein: Alliances and small powers (New York und London 1968); David Vital: The inequality of states. A study of the small power in international relations (Oxford 1967).Google Scholar
  24. 50.
    Quelle: Bruce M. Russett u. a.: World handbook of political and social indicators (New Haven and London 1964), S. 18 f. und 139 ff. Zu den »Nahostländern« sind hier alle arabischen mit Ausnahme der drei Maghrebländer, ferner Türkei, Iran, Israel und Zypern gerechnet, zu den europäischen Ländern auch die Sowjetunion. Zwergstaaten (wie Andorra, Liechtenstein, Masqat) bleiben außer Betracht. Vgl. auch Vital, a.a.O., S. 8.Google Scholar
  25. 51.
    Diese Unterscheidung hier nach Harold Sprout und Margaret Sprout: Foundations of international politics (Princeton 1962), S. 46 f.Google Scholar
  26. 54.
    Beispiele sind sowohl die Motivationen der deutschen politischen Führung nach dem Ersten Weltkrieg (Unterzeichnung des Friedensvertrages aus Sorge um die Reichseinheit) als auch die der CSSR 1968.Google Scholar
  27. 57.
    Dieses schriftlich nicht fixierte Abkommen sieht insbesondere vor, daß der Staatspräsident maronitischer Katholik, der Ministerpräsident Sunnit und der Parlamentspräsident Schiit sein muß. Vgl. neben Wilhelm Kewenig: Die Koexistenz der Religionsgemeinschaften im Libanon (Berlin 1965) insbes. Hurewitz, a.a.O., und Meo, a.a.O.Google Scholar
  28. 59.
    Das Prinzip der sozialistischen Bundesratsvertretung ist seit 1943 akzeptiert; daß die SPS in den fünfziger Jahren zeitweise keinen Bundesrat stellte, war zunächst unmittelbare Folge des Rücktritts von Bundesrat Max Weber, und dann von Auseinandersetzungen über die Stärke der von der SPS beanspruchten Vertretung. — Vgl. im übrigen Christian Gruber: Die politischen Parteien der Schweiz im Zweiten Weltkrieg (Wien, Frankfurt, Zürich 1966).Google Scholar
  29. 60.
    Damit sind hier die mit den internen Eliten interagierenden Führungsgruppen der umgebenden politischen Einheiten gemeint; der Terminus hat hier also nicht jene weite Bedeutung, die ihm Amitai Etzioni: Political unification. A comparative study of leaders and forces (New York 1965) S. 45, gibt.Google Scholar
  30. 63.
    Hierzu vgl. Fritz Fleiner: Die Entwicklung der Parität in der Schweiz, in: Ausgewählte Schriften und Reden (Zürich 1941), S. 81–100; Rudolf Stänz: Die Entwicklung der Parität im Kanton Aargau (Diss. jur. Zürich 1935), S. 104 u. 5. Google Scholar
  31. 69.
    So hat in der Schweizer Reformation zwar der Kanton Glarus eine paritätische Sturktur erhalten; doch stand damals auch das Verfahren zur Diskussion, das in dem anderen konfessionell gemischten Kanton Appenzell angewendet worden war, nämlich die Teilung in einen katholischen und einen reformierten Halbkanton (die übrigens mit einem Bevölkerungsaustausch verbunden war). Im Libanon hatten die Türken von 1843 bis 1860 eine Mischung beider Strategien versucht: Sie teilten das Gebiet in ein mehrheitlich drusisches und ein mehrheitlich maronitisches Gouvernement, stellten jedoch an die Seite der Gouverneure konfessionell gemischte Räte (majlis); vgl. Meo, a.a.O., S. 21 ff. — Konkordanzstrategien wurden vor dem Zerfall Osterreich—Ungarns in Cisleithanien praktiziert (vgl. meine »Proporzdemokratie«, S. 20 ff.); sie wurden auch vor der Teilung Palästinas in Erwägung gezogen. Man könnte auch das sowjetische Konföderationsprojekt für Deutschland und die Erwägungen über eine »Koalitionsregierung» in Vietnam mit diesem Komplex in — zumindest lose — Verbindung bringen.Google Scholar
  32. 73.
    Mit dieser Kombination arbeiten insbesondere Seymour Martin Lipset, Martin Trow und James Coleman, Union democracy. The internal politics of the International Typographical Union (Glencoe 1956; hier zitiert nach der Taschenbuchausgabe: Garden City 1962). AuchGoogle Scholar
  33. 76.
    Vgl. hierzu auch Daniel Frei, Ideologische Dimensionen der Neutralität, in: Österreichische Zeitschrift für Außenpolitik, Jg. 8 (1967), S. 212: Neutralität als Mittel zur Vermeidung von Binnenkonflikten bei gegenseitiger Durchdringung der Bezugsrahmen.Google Scholar
  34. 79.
    Edgar Bonjour: Geschichte der schweizerischen Neutralität. Vier Jahrhunderte eidgenössischer Außenpolitik. Band I, S. 23 ff. (Zweite Auflage, Basel 1965).Google Scholar
  35. 80.
    Bonjour, a.a.O., Band I, S. 297; Band 1I (1965) S. 437 f., S. 571 ff.Google Scholar
  36. 82.
    Abgesehen von der Periode des katholisch-liberalen »unionisme. von 1830 bis 1847. Vgl. Lorwin, a.a.O., S. 152: »With the passing of the foreign threat to the nation’s existence, unionism had lived its hour.«Google Scholar
  37. 83.
    Dazu vgl. Sprout und Sprout: The ecological perspective in human affairs, a.a.O., S. 117 ff. u. ö.; ferner J. David Singer: The level-of-analysis problem in international relations, in: WP, Vol. 14 (1961/1962), S. 86 ff.; sowie Dean G. Pruitt: Definition of the situation as a determinant of international action, in: Herbert C. Kelman (ed): International behavior. A social-psychological analysis (New York usw. 1966), S. 393–432.Google Scholar
  38. 88.
    Pruitt, a.a.O., S. 395 f. — Andererseits wird freilich aus Experimenten gefolgert, daß die Individuen in Gruppen unter zunehmendem Streß stärker kooperativ werden: John T. Lanzetta: Group behavior under stress, in: Human relations, vol. 8 (1955), S. 29–52. Es fragt sich aber, inwieweit derartige Laboratoriumsergebnisse auf das Verhalten von politischen Einheiten im internationalen System übertragbar sind. Wir möchten vorschlagen, unter anderem die Perzeption der eigenen »capabilities. als modifizierende (intervenierende) Variable in Betracht zu ziehen; damit wird zugleich an die oben definierte erste externe Bedingung für die Wahl von Konkordanzstrategien angeknüpft.Google Scholar
  39. 86.
    Karl W. Deutsch hat argumentiert, daß Kleinstaaten sich stärker mit Außenpolitik befassen können als große Länder, weil die letzteren zunehmend innenpolitisch in Anspruch genommen werden (Large and small states in the integration of large political communities, vervielfältigt, international Political Science Association, Stockholm 1955; hier zit. nach Rothstein, a.a.O., S. 26, Anm. 23). Dies trifft aber auch auf Konkordanzdemokratien zu.Google Scholar
  40. 87.
    Vgl. Lijphart: The politics of accomodation, a.a.O., S. 124 f.; ders.: The trauma of decolonization. The Dutch and West New Guinea (New Haven 1966).Google Scholar
  41. 88.
    Vgl. hierzu Jean Meynaud, Jean Ladrière und François Perin: La décision politique en Belgique. Le pouvoir et les groupes (Paris 1965), S. 345 ff.Google Scholar
  42. 89.
    Ober die Funktion von Krise und »heroischer Führung« im französischen System vgl. Michel Crozier: Le phénomène bureaucratique. Essai sur les tendances bureaucratiques des systèmes d’organisation modernes et sur leurs relations en France avec le système social et culturel (Paris 1963), S. 291 ff., u. ö., und Stanley Ho f f mann, Heroic leadership: The case of modern France, in: Lewis J. Edinger (ed.): Political leadership in industrialized societes. Studies in comparative analysis (New York, London, Sydney 1967), S. 108–154.Google Scholar
  43. 90.
    Dazu vgl. Dr. Balekjian, Ph. D.: The impact of external forces on the Austrian political system, vervielfältigter Entwurf des 13. Kapitels für den Osterreich-Band der Publikationsreihe The politics of smaller European democracies. (Stanford, in Vorber.). — Ober die innerpolitische Rolle der Armee in der Ersten Republik vgl. Ludwig Jedlicka: Ein Heer im Schatten der Parteien. Die militärpolitische Lage Osterreichs 1918–1933 (Köln und Wien 1955).Google Scholar
  44. 91.
    Robert K. Merton: Social theory and social structure, revised and enlarged edition (New York 1957), S. 13–16 u. ö.Google Scholar
  45. 92.
    Paul F. Lazarsfeld und Morris Rosenberg (eds.): The language of social research (Glencoe 1955), S. 387 ff.Google Scholar
  46. 97.
    Seymour Martin Lipset: Political Man. The social bases of politics (New York 1960), S. 45 ff.Google Scholar
  47. 98.
    Gabriel A. Almond und James S. Coleman (eds.): The politics of the developing areas (Princeton 1960)Google Scholar
  48. 90.
    Insbesondere: La Palombara I Weiner: Political parties and political development, a.a.O.; Lucian W. Pye und Sidney Verba: Political culture and political development (Princeton 1965).Google Scholar
  49. 101.
    Lucian W. Pye: Politics, personality, and nation building: Burma’s search for identity (Cambridge, Mass. 1962).Google Scholar
  50. 102.
    Zum Beispiel Paul Baran: Politische Ökonomie des wirtschaftlichen Wachstums (Neuwied 1966).Google Scholar

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