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Der begrenzte Krieg

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Zusammenfassung

Die verhältnismäßig magere Behandlung der Frage des Führens begrenzter Kriege im sowjetischen Militärschrifttum steht in auffälligem Gegensatz zu der Aufmerksamkeit, die einem allgemeinen nuklearen Krieg geschenkt wird. In einem Sinne spiegelt die Elaboration einer umfangreichen Doktrin über das Wesen und die Führung eines allgemeinen Krieges vielleicht die Sorge der Sowjets vor jener Eventualität wider, die sie am meisten fürchten. In einem anderen Sinne dient die dogmatische Vorstellung der Sowjets von einem solchen Krieg — die seinen heftigen globalen Charakter betont und jeden Gedanken an eine Begrenzung seines Umfangs und seiner Zerstörungskraft ablehnt, sobald der Krieg einmal begonnen hat — zweifellos in dem strategischen Gespräch einem Abschreckungszweck, indem nämlich diese Vorstellung eine unbedingte und automatische sowjetische Nuklearreaktion bei jeder kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den Atommächten auf strategischer Ebene vermuten läßt. In ähnlicher Weise ist die sowjetische Doktrin in Hinblick auf die Frage der Verkettung zwischen kleinen Kriegen und einem globalen Krieg von einem ziemlich hohen Maß an Starrheit gekennzeichnet. Diese Starrheit wird durch die oft wiederholte Eskalationsformel veranschaulicht, derzufolge sich jeder bewaffnete Konflikt »zwangsläufig zu einem allgemeinen Krieg entwickeln wird, wenn die Atommächte in ihn hineingezogen werden«1.

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© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1967

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