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Politische Identität und politische Entfremdung

  • Heinrich Bußhoff
Chapter

Zusammenfassung

Wenn im Zusammenhang mit unserer politischen Identitätstheorie über politische Entfremdung gehandelt werden soll, erübrigt es sich — das dürften die bisherigen Ausführungen erklärt haben —, den Begriff der Entfremdung bei den verschiedenen Autoren und im Rahmen verschiedener Theorien der einzelnen Disziplinen zu diskutieren. Denn auf Grund unseres Ansatzes, politisches Verhalten sei bewußtes Verhalten und als solches Identitätsverhalten, dürfte klar sein, daß unter politischer Entfremdung unbewußtes, Nichtidentitätsverhalten verstanden wird. Dieses unpolitische Verhalten erfüllt deshalb die Voraussetzung für politisches Verhalten, nämlich bewußtes Verhalten zu sein, nicht, weil ihre Träger sich nicht darüber klar sind — die Gründe hierfür stehen nicht zur Diskussion —, ob und erst recht nicht in welchem Umfange ihr Verhalten sich öffentlich auswirkt. Dieses Verhalten ist daher manipulierbar. Es verhindert, eine politische Rolle zu spielen. Die jeweiligen Rollenerwartungen und -sanktionen werden nicht erkannt. Dieses Nichtidentitätsverhalten ist als diffus zu kennzeichnen und aus politischer Sicht als unpolitisch anzusehen. Und die Abwesenheit von politischem Identitätsverhalten gilt als politische Entfremdung.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1970

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  • Heinrich Bußhoff

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