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Alternativbewegung als Jugendbewegung

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Part of the Gegenwartskunde book series (GEGWA, volume 2)

Zusammenfassung

Am 2. Juni 1967 besuchte Schah Reza Pahlewi von Persien Berlin. Im Verlauf der Demonstrationen gegen sein repressives Regime wurde der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen. Eine breite Welle von Solidaritätskundgebungen westdeutscher Studenten folgte und mündete in allgemeine Auflehnung gegen die politische und gesellschaftliche Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Wo sich kritische Studenten trafen, agitierten und diskutierten sie. Vorlesungen wurden unterbrochen und Seminarsitzungen in politische Debatten „umfunktioniert“. Die „Studentenrevolution“ erschütterte die Universität und führte in den Hochschulgesetzen zu stärkerer Demokratisierung. Nach außen hin machten insbesondere die Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg der USA, die Notstandsgesetze und den Springerkonzern Schlagzeilen. Man hoffte auf eine neue, sozialistische und demokratische Gesellschaft, die moralischer und brüderlicher sein sollte. Die erwartete Revolution aber blieb aus, die Bewegung spaltete sich und mündete in den 70er Jahren in wesentlichen Teilen in die heutige Alternativbewegung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1980

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