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Zusammenfassung

Die Kreditvergabe an Unternehmen ist in den letzten Jahren aufgrund steigender Insolvenzen mit erhöhten Ausfallrisiken verbunden. Insolvenzen haben neben den persönlichen Konsequenzen für Unternehmensinhaber nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge; sie bergen in steigendem Maße für private wie staatliche Geldgeber die Gefahr, erhebliche Forderungsausfälle hinnehmen zu müssen. Die Gerichte beziffern den gesamten Forderungsbetrag, der durch Insolvenzen im Jahre 1997 ausgefallen ist, auf 26 Mrd. DM.1 Der ertragsorientierte Umgang mit Kreditausfallrisiken ist deshalb wesentlicher Bestandteil der Aufgabe der Kreditvergabe.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Statistisches Bundesamt (1998), S. 318.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Bönkhoff, F.-J. (1983), S. 18.Google Scholar
  3. 3.
    Insolvenzen begründen sich durch Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Gerichtliche Konkurs-und Vergleichsverfahren sind darin enthalten. Dies ist allerdings nur ein Teil der gesamten Untemehmensabgänge. Vgl. Statistisches Bundesamt (1998), S. 315.Google Scholar
  4. 4.
    Während die Zahl der Konkurse größerer Unternehmen weiter zurückgeht, sind zunehmend kleine Betriebe von Konkursen und Vergleichen betroffen. Vgl. F. A. Z. vom 05.08.1998, S. 13 und vorn 03.12.1998, S. 17.Google Scholar
  5. 5.
    Die Abgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung für den Veranlagungszeitraum 1997 muß bis zum 30.09.1998 erfolgen. Gemäß § 149 AO ist eine Fristverlängerung bis zum 28.02.1999 und ein weiteres Mal bis zum 30.04.1999 möglich, so daß im ungünstigsten Fall die umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen 1997 erst im Mai 1999 ermittelt werden können.Google Scholar
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  7. 7.
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  8. 8.
    Vgl. Statistisches Bundesamt (1998), S. 315. Für die am 1.1.1999 in Kraft tretende Insolvenzordnung vom 5. Oktober 1994 (BGBl. I S. 2866) wird zu untersuchen sein, ob sich der Anteil der mangels Masse abgelehnten Konkurse verringern und gegebenenfalls die Verteilungsgerechtigkeit im Falle einer Verfahrenseröffnung verbessern wird.Google Scholar
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    Einige Autoren stellten bereits in den siebziger Jahren vereinzelt die Forderung, die Kreditwürdigkeitsprüfung um prognoseorientierte Elemente zu erweitern. Vgl. Täube, K. (1970), S. 116 —204 und Strack, H. (1976), S. 15 ff.Google Scholar
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    Das haftende Eigenkapital setzt sich aus Kern-und Ergänzungskapital zusammen. Vgl. zum Wesen und Begriff des haftenden Eigenkapitals Hartmann-Wendels, T., Pfingsten, A., Weber, M. (1998), S. 370 — 374 und Buschgen, H.-E. (1993), S. 760 — 765.Google Scholar
  13. 13.
    Im Aufsichtsrecht wird im Rahmen der Unterlegungsvorschriften für haftendes Eigenkapital unterschieden, ob das Kreditinstitut als Handelsbuchinstitut oder als Nicht-Handelsbuchinstitut klassifiziert wird. Da Geschäfte im Handelsbuchbereich auch festlegen, wieviel haftendes Eigenkapital noch für Nicht-Handelsbuchgeschäfte verbleibt, bilden sie dazu eine mittelbare Konkurrenz für das Kreditgeschäft. Vgl. für die Regulierungsvorschriften detailliert Hartmann-Wendels, T., Pfingsten, A., Weber, M. (1998), S. 319 — 429.Google Scholar
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    Vgl. Schierenbeck, H. (1997b), S. 1–61.Google Scholar
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  16. 16.
    Vgl. zum VOFI-Konzept ebenda, S. 5 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Alexander Philipp Mrzyk

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