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Einleitung

  • Robert Hennigs
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Zusammenfassung

Industrielle Aktivitäten der 90er Jahre vollziehen sich vor dem Hintergrund eines weltweit beschleunigten Strukturwandels.1 Neue Produktionsverfahren erfordern einen hohen Mitteleinsatz.2 Unternehmen, die zukünftig im Wachstums- und Strukturwandlungsprozeß bestehen wollen, müssen die Fähigkeit besitzen, die erforderlichen, zunehmend umfangreicher werdenden Investitionsvolumina darzustellen.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Forster, Börseneinführung von Tochtergesellschaften, S. 3.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Fritsch, Börseneinführung, S. 38.Google Scholar
  3. 3.
    Hinter dem Begriff der “Finanzierung” verbergen sich in der Literatur unterschiedliche Begriffsverständnisse. Zu unterscheiden ist zwischen einem engen und einem weiten Finanzierungsbegriff. Ersterer schränkt die Finanzierung auf die Vorgänge der Kapitalbeschaffung ein. Letzterer umfaßt darüber hinaus auch alle Kapitaldispositionen, die zur Durchführung des Betriebsprozesses notwendig sind. Im folgenden wird auf die Kapitalbeschaffung abgestellt, die in einer weiten Fassung sämtliche lang- und kurzfristigen Maßnahmen der Kapitalbeschaffung einschließt. Vgl dazu Schmalenbach, Beteiligungsfinanzierung, S. 9 sowie Wöhe, Betriebswirtschaftslehre, S. 748.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Nolte, Unternehmensstrategien, S. 53ff. sowie Fritsch, Eigenkapitallücke I, S. 9ff. Der Kapitalbedarf der hier im Mittelpunkt des Interesses stehenden güterproduzierenden Unternehmen wird zunächst durch die Höhe der kumulierten Einzahlungen und Auszahlungen determiniert. Darüber hinaus ist der Zeitraum, für den das Kapital zur Überbrückung des Defizits zwischen Aus- und Einzahlungen benötigt wird (Kapital-bindungsdauer) die zweite Bestimmungsgröße des Kapitalbedarfs. Vgl. dazu im einzelnen Büschgen, Ermittlung des Kapitalbedarfs, S. 161f.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Nolte, Unternehmensstrategien, S. 58.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Nolte, Unternehmensstrategien, S. 57.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Nolte, Gesellschafterstrukturen, S. 25.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Nolte, Gesellschafterstrukturen, S. 25 sowie derselbe, Unternehmensstrategien, S. 59. Insgesamt hat sich die Entwicklung von Konzernen in der grundlegenden betriebswirtschaftlichen Finanzierungsliteratur bis heute so gut wie nicht niedergeschlagen. Vgl. Ordelheide, Konzern, S. 309.Google Scholar
  9. 9.
    Vorausgegangen waren 1971 die Girmes-Werke AG, Grefrath-Ödt, die ihren eigenen Aktionären 50% des Grundkapitals ihrer Tochtergesellschaft J.L. de Ball of Canada Ltd., Montreal, zur Zeichnung anboten, ohne diese jedoch an der Börse einzuführen. Ähnlich verfuhr 1972 die Henninger Bräu KGaA, Frankfurt/Main, die völlig neue Aktionärskreise an ihrer Tochtergesellschaft Henninger Brewery of Canada Ltd., Hamilton, beteiligte, selbst aber mehrheitlich beteiligt blieb. Da es sich jeweils um Einzelfalle vergleichsweise geringer Volumina handelte (Grundkapital J.L. de Ball: Can$ 1,2 Mio.; Henninger: Can$ 1,5 Mio.), die nicht den Anfang einer Entwicklung vor dem Hintergrund eines beschleunigten Strukturwandels markierten, seien diese hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Vgl. hierzu Ertl, Publikums-AG, S. 65f; o.V., Girmes Kanada, S. 22; o.V., Henninger Kanada, S. 10.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Forster, Börseneinfuhrung von Tochtergesellschaften, S. 4. Eine Umfrage ergab, daß die Aspekte “langfristige Unternehmensplanung” und “Finanzierung von Investitionen” bei den Börsenneulingen der Jahre 1978 – 1988 und bei Unternehmen, die eine Börseneinführung in naher Zukunft planten, die Hauptmotive für den Gang an die Börse waren. Vgl. Albach/Corte/Friedewald, Deregulierung des Aktienrechts, S. 129.Google Scholar
  11. 11.
    Detaillierte Informationen zu dieser Transaktion gibt Anhang II.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Forster, Börseneinfuhrung von Tochtergesellschaften, S. 5.Google Scholar
  13. 13.
    Zur definitorischen Abgrenzung des Begriffs Spin-Off vgl. Punkt 1.2.1.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. dazu auch Schmitz, Going Public von Tochtergesellschaften, S. 842; Cooper, Mittelstand, S. 40.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. dazu Karsch, Konzern-Töchter, S. 22; derselbe, Börsen-Kandidaten, S. 722; o.V., Bilanzrecht, S. 23 sowie auch Hettlage, AG als Aktionär, S. 94.Google Scholar
  16. 16.
    Da sich diese Arbeit auf deutsche Industrieunternehmen bezieht, deren Tochtergesellschaften ausnahmslos an inländischen Börsen notiert werden, wird hier ausschließlich auf die Zulassungsbestimmungen deutscher Börsen Bezug genommen.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. dazu Büschgen, Börsenlexikon, S. 128; Gabler Verlag, Banklexikon, Sp. 446f. und 2303; Gabler Verlag, Wirtschaftslexikon, Sp. 911 und 2925.Google Scholar
  18. 18.
    Die folgenden Überlegungen lassen eine möglicherweise im Vorfeld der Börsenein-fuhrung erforderliche Rechtsformumwandlung unberücksichtigt. Zur Thematik der Rechtsformumwandlung vgl. vertiefend Peltzer, Gang an die Börse sowie die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Büschgen, Finanzwirtschaft, S. 297f.; Albisetti, Geld-, Bank- und Börsenwesen, S. 295.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Boemle, Unternehmungsfinanzierung, S. 248. Hinsichtlich der Börseneinfüh-rung von Tochtergesellschaften spricht man von sog. “Subsidiary IPOs”.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. hierzu WestLB Investment Banking, Going Public 1991, S. 17. Der Begriff “Spin-Off” findet jedoch teilweise auch für abweichende Sachverhalte Anwendung: So definieren Glassman, Miles/Rosenfeld sowie Alexander/Benson/Kampmeyer ein “Spin-Off” als die freiwillige anteilsmäßige Zuteilung der Aktien einer Tochtergesellschaft an die Aktionäre der Muttergesellschaft, während der im Rahmen dieser Arbeit als “Spin-Off” definierte Sachverhalt als “Spin-Out” (auch: “Equity Carve-Out” oder “Partial Public Offering”) bezeichnet wird. Vgl. Alexander/Benson/Kampmeyer, Corporate Seiloffs, S. 503; Glassman, Spin-Offs, S. 85ff; Miles/Rosenfeld, Spin-Off Announcements, S. 1597. Eilenberger definiert “Spin-Off” als Sonderform des Management Buy Out, bei der die (angestellten) Manager die ursprüngliche Unternehmung unter Auflösung ihres Vertrags verlassen und m die neu geschaffene Spin-Off-Unternehmung überwechseln. Vgl. Eilenberger, Finanzinnovationen, S. 253.Google Scholar
  22. 22.
    Zum Kriterium der “einheitlichen Leitung” vgl. vertiefend Küting/Weber, Konzernabschluß, S. 19ff.; v. Wysocki/ Wohlgemuth, Konzernrechnungslegung, S. 11ff.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Busse von Colbe, Lexikon des Rechnungswesens, S. 468.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. dazu auch Cottle/Murray/Block, Wertpapieranalyse, S. 291.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Küting/Weber, Konzernabschluß, S. 24.Google Scholar
  26. 26.
    § 290 HGB bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Konzernrechnungslegungspflicht für Mutterunternehmen, die als Kapitalgesellschaft organisiert sind. Darüber hinaus regeln §§ 11–13 PublG die Pflicht zur Konzernrechnungslegung für Mutterunternehmen, die nicht als Kapitalgesellschaft firmieren. Vgl. dazu Küting/ Weber, Konzernabschluß, S. 16.Google Scholar
  27. 27.
    Für die Berechnung der Mehrheit der dem Mutterunternehmen zustehenden Rechte i.S.v. § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB ist § 290 Abs. 4 HGB zu beachten. Danach bestimmt sich der dem Mutterunternehmen zuzurechnende Teil der Stimmrechte “...nach dem Verhältnis der Zahl der Stimmrechte, die es aus den ihm gehörenden Anteilen ausüben kann, zur Gesamtzahl aller Stimmrechte”. Stimmrechte aus eigenen Anteilen, die dem Tochterunternehmen selbst, einem seiner Tochterunternehmen oder einer anderen Person für Rechnung dieser Unternehmen gehören, sind zur Berechnung des dem Mutterunternehmen zustehenden Teils der Stimmrechte von der Gesamtzahl der Stimmrechte abzuziehen. Vgl. dazu Küting/Weber, Konzernabschluß, S. 24.Google Scholar
  28. 28.
    Zur zunehmenden Bedeutung des Konzernabschlusses für die Firmenanalyse vgl. Küting, Bilanzen, S. 19 sowie o.V., Konzernabschluß, S. 20.Google Scholar
  29. 29.
    § 101 Abs. 1 AktG führt hierzu aus: Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung gewählt, soweit sie nicht in den Aufsichtsrat zu entsenden oder als Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer nach dem Mitbestimmungsgesetz, dem Mitbestimmungsergänzungsgesetz oder dem Betriebsverfassungsgesetz 1952 zu wählen sind. An Wahlvorschläge ist die Hauptversammlung nur gemäß §§6 und 8 des Montan-Mitbestimmungsgesetzes gebunden.Google Scholar
  30. 30.
    Sieben/Schildbach, Entscheidungstheorie, S. 1.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Sieben/Schildbach, Entscheidungstheorie, S. 1ff.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Wöhe, Betriebswirtschaftslehre, S. 1.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. Sieben/Schildbach, Entscheidungstheorie, S. 5.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Theisen, Konzern, S. 19.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Busse von Colbe, Lexikon des Rechnungswesens, S. 289.Google Scholar
  36. 36.
    Eine im Rahmen der Darstellung der einzelnen Konzernarten erforderliche, weitergehende Abgrenzung des Konzernbegriffs erfolgt an entsprechender Stelle in Abschnitt.Google Scholar
  37. 37.
    Allgemein wird unter dem Kapitalmarkt der Markt für längerfristige Kredite und Beteiligungskapital verstanden. Abgegrenzt wird der organisierte Kapitalmarkt der Banken und Börsen vom nichtorganisierten Kapitalmarkt, der ohne Mitwirkung der Banken und Börsen abläuft. Für den normalen Kapitalanleger ist nur der organisierte Teil des Kapitalmarkts interessant, insbesondere der Aktien- und Rentenmarkt, der Emissionsmarkt für börsengängige Wertpapiere und in gewissem Umfang der Markt für Schuldscheindarlehen. Vgl. Büschgen, Börsenlexikon, S. 399; Eine Einordnung des Kapitalmarkts als neben dem Geldmarkt bedeutender Teil des allgemeinen Finanzmarkts geben Obst/Hintner, Geld-, Bank- und Börsenwesen, S. 1206ff. Schmid trifft eine Differenzierung innerhalb des Kapitalmarkts in der Weise, daß dieser durch die Mittelbereitstellungs- und die Fungibilitätsfunktion gekennzeichnet ist. Dementsprechend unterscneidet er den Emissionsmarkt (Primärmarkt), der der Mittelbereitstellung dient, und einen Markt für umlaufende Wertpapiere (Sekundärmarkt), der es den Kapitalgebern ermöglicht, ihre Papiere jederzeit zu veräußern. Vgl. Schmid, Geld, Kredit und Banken, S. 159.Google Scholar
  38. 38.
    Zum Begriff “Strategie” vgl. Gälweiler, Strategische Untemehmensführung, S. 55ff.Google Scholar
  39. 39.
    Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob die Muttergesellschaft als Holding-Gesellschaft fungiert, die sich darauf beschränkt, die von ihr abhängigen Unternehmen zu steuern und zu koordinieren oder, ob sie als Konzern-Muttergesellschaft neben der Verwaltung ihres Beteiligungsbesitzes auch noch selbst produziert und verkauft. Vgl. auch Schierenbeck, Pyramiden-Effekt, S. 249.Google Scholar
  40. 40.
    Die zur Erlangung der Börsenreife notwendigen Voraussetzungen sind Bestandteil des Kapitels 2.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Robert Hennigs

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