Advertisement

Collingwood und das Problem absoluter Präsuppositionen

  • Armin Günther
Chapter
  • 33 Downloads

Zusammenfassung

Im Kapitel 2 habe ich an zwei Beispielen gezeigt, daß Erkenntnisse im Rahmen von Voraussetzungen oder Präsupposition gewonnen werden, die ihrerseits u. U. problematisiert werden können. Diese Präsuppositionen lassen sich auch als die Grenzen eines Antwort-, Präsuppositions- oder Problemraumes120 auffassen, in dem Antworten auf gegebene Forschungsfragen gesucht werden. Dem von mir hier eingeführten Begriff der reflexiven Erkenntnisbildung liegt die Annahme zu Grunde, daß es neben der gewissermaßen horizontalen Erkenntnisbildung, die in den Grenzen eines vorgegebenen Präsuppositionsraumes bleibt, eine vertikale Erkenntnisbildung gibt, die diese Grenzen überschreitet oder transzendiert und durch die Problematisierung des bisherigen Erkenntnisrahmens zu einer verbesserten Gegenstandserkenntnis führt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 126.
    By a relative presupposition I mean one which stands relatively to one question as its presupposition and relatively to another question as its answer.« (Collingwood 1984, 29)Google Scholar
  2. 127.
    An absolute presupposition is one which stands, relatively to all questions to which it is related, as a presupposition, never as an answer.« (Collingwood 1940/1984, 31)Google Scholar
  3. 133.
    Vgl. Belnap & Steel 1985, 108. Ob es nun angemessener ist, bei Fragen mit falschen Präsuppositionen mit Collingwood von sinnlosen oder mit Belnap und Steel von falschen Fragen zu sprechen, müssen wir hier nicht entscheiden. Das hängt letztlich davon ab, wie man die Präsuppositionsrelation interpretiert.Google Scholar
  4. 145.
    Im Deutschen auch »Prinzip der Nachsichtigkeit«; vgl. z. B. Quine 1980, 114f.Google Scholar
  5. 146.
    Daß sich zu diesen Beispielen, die Collingwood für absolute Präsuppositionen gibt, Fragen formulieren lassen, betonen auch Llewlyn (1961, 58) und Palmer (1985, 167 f).Google Scholar
  6. 153.
    Ein ähnliches Projekt hat Strawson mit seiner »deskriptiven Metaphysik« verfolgt; kritisch hierzu Palmer 1985, 131.Google Scholar
  7. 154.
    Vgl. hierzu auch bereits die Kritik von Llewelyn (1961) an Collingwood, insbesondere S. 54ff.Google Scholar
  8. 165.
    Bei dem das, was man tut und das, was man sagt, in einen Widerspruch geraten; vgl. Kettner 1993.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Armin Günther

There are no affiliations available

Personalised recommendations