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Einleitung

  • Jens M. Lang

Zusammenfassung

Traditionell wurden innerhalb betrieblicher Produktionsbereiche die Mitarbeiter durch leistungsorientierte Lohnsysteme in Form des Akkords motiviert.1 Den bei tayloristischer Arbeitsorganisation verwendeten Instrumenten zur leistungsorientierten Vergütung (Analytische Arbeitsbewertung, Akkordlohn, Leistungsbeurteilung etc.) werden durch neue Formen der Arbeitsorganisation jedoch vielfach die Grundlage entzogen.2Lutz stellte bereits früh eine „Krise des Lohnanreizes“ fest.3 Entsprang die herkömmliche Leistungsentlohnung dem Bedürfnis der Industriebetriebe nach Beeinflussung des Arbeitsverhaltens der Mitarbeiter, „... so sind ihrem Einsatz in der Mitte des 20. Jahrhunderts auch zugleich technisch-organisatorische und gesellschaftliche Grenzen gezogen.“4 Vor allem die Ausbreitung von Gruppenarbeit hat die Krise herkömmlicher Leistungsvergütungsinstrumente weiter verschärft.5 Es stellt sich demnach die Frage, ob die seitherigen Instrumente zur Leistungsmotivation ihre ursprünglichen Funktionen weiterhin erfüllen können oder welche Alternativen es dazu gibt.

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Jens M. Lang

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