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Hypothesentest und Schlussfolgerungen: Rechtsanwendung und Performanzentwicklung in ostdeutschen Kommunalverwaltungen

  • Kuhlmann Sabine 
Part of the Stadtforschung aktuell book series (STADT, volume 94)

Zusammenfassung

Mit der vorliegenden Untersuchung war die Zielstellung verbunden, am Beispiel des Politikfeldes „Städtebau/Baugenehmigung“ Aussagen über die Wirkungen der neu geschaffenen Institutionen- und Regelungswelt in den ostdeutschen Kommunen und deren Performanz zu gewinnen. Unter Nutzung des methodisch-konzeptionellen Instrumentariums der Policy- und Rechtstatsachenforschung sollte untersucht werden, wie es zehn Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung um die Handlungs- und Leistungsfähigkeit der ostdeutschen Institutionenordnung bestellt ist. Als neuralgische Dimension des Verwaltungshandelns und — methodisch gesprochen — abhängige Untersuchungsvariable wurde die Anwendung des Rechts, oder genauer: die Qualität rechtsstaatlichen Gesetzesvollzugs durch die kommunalen Akteure herausgegriffen und als (normatives) Kriterium (vgl. Jann 2001a: 103) für die Bewertung der institutionellen Performanz zugrunde gelegt. Es war beabsichtigt, auf diesem Wege zugleich eine klaffende Lücke in der Transformationsforschung, die die tatsächliche Geltung der den ostdeutschen Akteuren zum Vollzug aufgetragenen Normen und Regeln bisher vernachlässigte, zu schließen. Diese evaluierende Zielrichtung der vorliegenden Studie machte es erforderlich, den Untersuchungsfokus nicht nur — wie dies in den vorliegenden Transformationsstudien bislang überwiegend der Fall war — in zeitvergleichender Perspektive auf die ostdeutschen kommunalen Arenen zu beschränken, sondern auch die institutionell-rechtliche Handlungswirklichkeit in den Kommunalverwaltungen der alten Bundesländer einzubeziehen, um diese als Vergleichs- und Referenzmodell für eine Bewertung des in Ostdeutschland erreichten „Transformationserfolgs“ zu profilieren (Derlien 2001: 24). Vor diesem Hintergrund sollte der Frage nachgegangen werden, ob, inwieweit und wodurch bedingt sich die ostdeutschen kommunalen Akteure die neuen Rechtsregeln und -normen inzwischen kognitiv-qualifikatorisch zu Eigen gemacht haben.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2003

Authors and Affiliations

  • Kuhlmann Sabine 

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