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Die Struktur der Typologie. Diskontinuierliche und kontinuierliche politische Sozialisationsprozesse im intergenerativen Vergleich

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Part of the Forschung Erziehungswissenschaft book series (FO ERZWISS, volume 103)

Zusammenfassung

Die Analyse des Fallmaterials erbrachte zwei Typen von politischen Sozialisationsprozessen im intergenerativen Vergleich. Im ersten Typ finden wir diejenigen Familien, in denen die politischen Sozialisationsprozesse diskontinuierlich verlaufen, d.h. jedes Familienmitglied versucht sich durch eine eigene, individuelle Weltsicht von den anderen Mitgliedern seiner Familie abzugrenzen. Im zweiten Typ von Familien finden wir politische Sozialisationsprozesse, die kontinuierlich verlaufen, d.h. jedes der Familienmitglieder entwickelt eine Sicht auf die Welt, die sich kaum von der der anderen Familienmitglieder unterscheidet. Diese beiden Typen liefern also zunächst ein grobes Raster, das sich zum einen zwischen den beiden Polen von Diskontinuität und Kontinuität bewegt. Zum anderen ist es im Spannungsfeld zwischen Familienund Gesellschaftsgeschichte einerseits und individuellen biographischen Prozeßverläufen andererseits angesiedelt. Mit diesen beiden Typen von politischen Sozialisationsprozessen über drei Generationen läßt sich zunächst beschreiben, daß es Familien gibt, bei denen politische Orientierungen von einer Generation zur nächsten tradiert werden und solche, bei denen die politischen Orientierungen stark voneinander abweichen.

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Literatur

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

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