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Employability als ultima ratio? Bewertungen von Kompetenzen und Arbeitsanforderungen aus Sicht von Graduierten

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Zusammenfassung

Die Erforschung des Themas „Bewertungen von Kompetenzen und Arbeitsanforderungen aus Sicht der Graduierten österreichischer Universitäten“ ist, so behaupte ich, weitaus komplexer, als es auf den ersten Eindruck erscheint. Sie umfaßt, zunächst grob unterschieden, zwei Bereiche: den des Erkenntnisgegenstandes und den des Erkenntnisinstruments. Als Erkenntnisgegenstand können hier Einschätzungen von verlangten und verfügbaren eigenen Kompetenzen der Absolventen wissenschaftlicher Hochschulen Österreichs eines bestimmten Abschlußjahrgangs gelten; solche Einschätzungen lassen sich unter die derzeit häufig gebrauchte Kategorie „Evaluation“ subsumieren. Zum Erkenntnisinstrument möchte ich hier die methodischen, theoretischen und weltanschaulichen Komponenten zählen, die der Erhebung jener Bewertungen unterliegen. Der evaluative Bereich läßt sich wiederum zweiteilen: in den Teil der erhobenen Befunde und in den Teil von Problemen, die Evaluationen von sich aus anhaften. Zu denken ist hier etwa an methodologisch-wissenschaftstheoretische und intentional-politische Probleme. Im folgenden möchte ich zwar Ergebnisse mitteilen, aber nicht diskutieren, ob Befragungen von Graduierten bessere „Evaluationen“ des Studiums (oder gar der Hochschulen; vgl. Teichler 1992) erbringen als Befragungen von Studierenden zu Eindrücken über ihre Lehrveranstaltungen beziehungsweise zu Ausstattungen ihrer Lehranstalten (vgl. Kromrey 1993; 1999). Was ich nach der Darstellung weniger Befunde zu analysieren versuche, sind eher die selten ausgesprochenen Voraussetzungen der hier zu referierenden und ähnlicher Forschungsresultate. Wenn man das so sehen will, handelt es sich dabei um einen speziellen Bereich von Meta-Evaluation.1

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Literatur

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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