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Die Frankfurter Stadtentwicklung in der Ära ‘Rot-Grün’ von 1989 bis 1994

  • Hubert Beste
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Part of the Reihe: Studien zur Inneren Sicherheit book series (SZIS, volume 3)

Zusammenfassung

Im Jahr 1989 wurde die langjährige Vorherrschaft der Konservativen durch eine rot-grüne Koalition abgelöst, die mit 50,3 Prozent der Wählerstimmen eine -auf die Anzahl der Sitze im Stadtparlament bezogene — klare Mehrheit erzielen konnte. Die programmatischen Überlegungen des sogenannten Reformbündnisses richteten sich darauf, eine Allianz von “Banken und Gras”, so der “Grüne” Daniel Cohn-Bendit, herzustellen. Im Rahmen dieses Bündnisses sollten die Akteure sowohl die Metropolitanisierung der Stadt anerkennen als auch eine verstärkte Zuwendung auf soziale und ökologische Problemfelder für notwendig erachten. Gerade dem letzteren Aspekt war vom abgewählten Magistrat offenbar zu wenig Bedeutung beigemessen worden.16

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Literatur

  1. 16.
    Zu sozial-ökonomischen Ursprüngen und Entwicklungslinien rot-grüner Politik in Frankfurt/M. vgl. die präzise Analyse von Hartel 2000, die für den vorliegenden Kontext allerdings nicht mehr berücksichtigt werden konnte.Google Scholar
  2. 17.
    “Entscheidend für den Wahlerfolg der Parteien in Frankfurt”, so der sozialdemokratische Wahlanalytiker Konrad Schacht, “sind die neuen Mittelschichten geworden, deren politische Loyalität nicht durch Organisationsnetze, Glaubenssysteme oder soziale Milieus gesichert wird. (…) Zu diesen Schichten gehören große Teile der Angestellten und Beamten, aber auch aufstiegsorientierte Facharbeiter. Diese Schichten scheinen die Parteien sehr stark unter instrumentellen Gesichtspunkten zu bewerten und machen ihre Wahlentscheidung überwiegend von der ‘Politik’ abhängig, die die Parteien gemacht haben oder machen wollen. Sie stellen am ehesten den Typ des ‘rationalen Wählers’ dar” (Schacht 1986, S. 122; vgl. auch Wentz 1987).Google Scholar
  3. 18.
    “Die soziale, kulturelle und ethnische Milieuvielfalt in den innenstadtnahen Stadtteilen wollen wir besonders schützen”, zit. n.: SPD/Die Grünen: (Frankfurter) Koalitionsvereinbarung 1989, S. 35, 37.Google Scholar
  4. 19.
    Die Frankfurter Sozialdemokraten werden aufgrund ihres Vermögens, hohe Mandatsträger ihrer Partei zu Fall zu bringen, in den eigenen Reihen auch als “Spezial-demokraten” bezeichnet.Google Scholar
  5. 20.
    Als Indikator für diese Krise stand der anhaltende Mitgliederschwund: Von ehemals 15.000 Mitgliedern schrumpfte die Partei zu Beginn der neunziger Jahre um mehr als die Hälfte zusammen (Ronneberger/Keil 1995, S. 352).Google Scholar
  6. 21.
    Siehe: SPD/Die Grünen: (Frankfurter) Koalitionsvereinbarung 1989, S. 37.Google Scholar
  7. 22.
    Vgl.: SPD/Die Grünen: (Frankfurter) Koalitionsvereinbarung 1989, S. 44.Google Scholar
  8. 23.
    In seiner Abschiedsrede vor dem Stadtparlament erklärte der Kämmerer, daß die Stadt bereits seit mehr als zehn Jahren weit über ihre Verhältnisse lebe.Google Scholar
  9. 24.
    So wurden die Aktivitäten des Dezernats von der zuständigen Amtsleiterin u.a. so dargestellt: “Die finanzielle Förderung von Serviceleistungen wie ’Frauen beglei-Google Scholar
  10. (Fortsetzung…)Google Scholar
  11. 24(… Fortsetzung)Google Scholar
  12. ten Frauen’, erspart ein Nachttaxi, erhöht die Bewegungsfreiheit von Frauen, macht, daß sie Kinos, Theater, Oper, Kneipen besuchen, erhöht den Auslastungsgrad der kommunal geförderten Kulturinstitute, fördert die Umsatzsteuer, belebt die Stadt, schafft soziale Kontrolle und senkt den Bedarf an Polizistinnen” (Krauss-Pötz 1993, S. 27). Eine erheblich substantiellere Argumentation findet sich dagegen in den Arbeiten von Marianne Rodenstein (vgl. z.B. Rodenstein 1994; 1998).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Hubert Beste

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