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Die Global City-Hypothese: Einige Anmerkungen in ideologiekritischer Absicht

  • Hubert Beste
Chapter
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Part of the Reihe: Studien zur Inneren Sicherheit book series (SZIS, volume 3)

Zusammenfassung

In zahlreichen Studien wird das Rhein-Main-Gebiet mit der Kernstadt Frankfurt als dynamischer und wachstumsstarker Wirtschaftsraum dargestellt. In diesem idealisierten Bild erfolgreicher High-Tech-Metropolen tauchen allerdings die strukturellen Probleme sogenannter Boom-Regionen nur am Rande auf. Eine Analyse metropolitaner Zentren wie Frankfurt Rhein/Main sollte deshalb auch die spezifischen sozialräumlichen Verwerfungen und die problematischen Aspekte dieses Entwicklungsmodells herausarbeiten. Auf der Basis der Hierarchisierung der Austauschbeziehungen und der Verflechtungs- und Vernetzungsstrategien der multinationalen Konzerne kam es im Laufe der 70er und 80er Jahre zur Herausbildung von supranationalen Wirtschaftsräumen und zur ‘Triadisierung” der Weltwirtschaft (vgl. Röttger 1993; 1993a). Der größte Teil der Waren-, Kapital- und Informationsströme bewegt sich heute innerhalb des Dreiecks Nordamerika-Westeuropa-Ostasien. Die Triadisierung verändert zugleich die interne Struktur der einzelnen Wirtschaftsblöcke. Mit Blick auf den gemeinsamen europäischen Markt und auf die verschärften internationalen Konkurrenzbedingungen reorganisieren die Konzerne ihre Unternehmensstrukturen. Fusionen, Neugründungen und eine weitgehende Internationalisierung der Kapitalbeteiligung restrukturieren sowohl die innereuropäische Arbeitsteilung als auch die Integration dieses Wirtschaftsraumes in die Weltökonomie (vgl. Ronneberger/Schmid 1995).

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Literatur

  1. 2.
    Dieser Absturz wurde durch den Weggang der beiden größten Industriebetriebe Ford und Chrysler (“Motor City”) ausgelöst.Google Scholar
  2. 3.
    Das sieht auch Böhnisch (1998, S. 89) so, die in ihrer Kritik an der Studie von Noller/Ronneberger (1995) zutreffend anmerkt, daß die luxusorientierte LebensGoogle Scholar
  3. weise der neuen Dienstleistungsklasse gerade nicht Ausdruck ihrer gesellschaftlichen Machtposition ist. Vielmehr stehen diese Angehörigen unter dem Druck, permanent ihre soziale Differenz (“Distinktion”) demonstrieren zu müssen. Gleichzeitig können sie jedoch nicht über jene längerfristige ökonomische Sicherheit verfugen und jenes Überlegenheitsgefuhl genießen, durch das sich die gesellschaftlichen Eliten auszeichnen, die vorzugsweise in den Nobelgemeinden der Taunusperipherie residieren.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Hubert Beste

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