Advertisement

Der Bundestagswahlkampf 1998

Chapter
  • 71 Downloads

Zusammenfassung

Nachfolgend sollen anhand der für die Längsschnittanalyse definierten Dimensionen die wesentlichen Charakteristika des Wahlkampfes 1998 herausgearbeitet werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 431.
    Im Juni 1998 berichtete Bild am Sonntag, der Fraktionsvorsitzende verfolge mit „‘Fassungslosigkeit‘, Kopfschütteln’ und ‚Unmut‘ (...) mit welcher Truppe und mit welchem Kurs der Kanzler in die Wahlschlacht zieht“ (Bauer 1998).Google Scholar
  2. 432.
    Schäuble war auch vor Hausers Berufung nicht konsultiert worden und hatte gegebenenfalls abgeraten (Bauer 1998).Google Scholar
  3. 433.
    Kohl hat 1998 u.a. gegen den Rat der Experten einen im Testscreening eindeutig durchgefallenen Spot durchgeboxt (M. Müller 1999: 254).Google Scholar
  4. 434.
    Vgl. als eines von vielen Beispielen die im Juni geäußerte Kritik der CSU am Erscheinungsbild der Schwesterpartei und die Differenzen über die gemeinsame Wahlplattform (Fietz 1998b).Google Scholar
  5. 435.
    Dazu paßt ein Spiegel-Bericht, wonach von Mannstein noch nie so wenig Einfluß auf die Massenkommunikation der CDU gehabt habe. Einen geplanten Wahlkampf habe es in Ermangelung eines Konzeptes der Akteure überhaupt nicht gegeben (Schnibben 1998c: 69).Google Scholar
  6. 436.
    So soll Kohl auch dafìir gesorgt haben, daß in den Werbespots außer ihm nur unbekannte Christdemokraten wie der sächsische Minister Arnold Vaatz und die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth auftraten und nicht die erste Garnitur der Partei (Schnibben 1998c: 69–72).Google Scholar
  7. 439.
    Hombach stoppt z.B. von der Kampa erdachte wöchentliche SPD-Annoncen in der Bild-Zeitung. Schröder sollte dort lieber in Interviews erscheinen (Schnibben 1998a: 27).Google Scholar
  8. 440.
    So gab Hombach selbst im Wahljahr eine Reihe von Interviews. Bei einer dieser Gelegenheiten sagte er, kurz nachdem der (erzwungene) Wechsel von Johannes Rau auf Wolfgang Clement als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident angekündigt geworden war, dem Magazin Focus: „Die öffentliche und parteiinterne Zustimmung zu Schröder ist ein Votum für einen Generationswechsel in der Politik und einen Tempowechsel bei der Modernisierung der Inhalte. Johannes Rau hat das erkannt und seinen zusätzlichen Schub dazugegeben“ (Steinkühler 1998). Damit gab er der Ablösung Raus die Deutung, daß die SPD ihre Hausgaben gemacht habe und nun auch in der Bundesrepublik ein Generationswechsel anstehe. Auch der Slogan „Die neue Mitte” soll Hombachs Handschrift getragen haben (Kluth/Reinold 1998: 13 ).Google Scholar
  9. 442.
    Um die Abdeckung der Haushalte zu gewährleisten, verließ man sich also ganz auf die kommerzielle Distribution. Die Kreisverbände erhielten weitere 4 Millionen Exemplare zur eigenen Verteilung (CDU-Bundesgeschäftsstelle 1998: 16).Google Scholar
  10. 446.
    Z.B. kostete eine Anzeige der mehrmonatigen CDU-Kampagne in der Bild-Zeitung laut offizieller Preisliste allein 60. 000 DM (o. V. 1998s ).Google Scholar
  11. 447.
    Schröder besuchte z.B. mit seinem designierten Wirtschaftsminister Stollmann Washington und dort vor allem den amerikanischen Präsidenten. Wie im Vorwärts genüßlich vermerkt wurde, absolvierten insgesamt 40 Journalisten gemeinsam mit Schröder das eineinhalbtägige Programm, während der Bundespräsident es einige Monate zuvor nur auf 18 journalistische Begleiter gebracht habe (Suplie 1998 ).Google Scholar
  12. 448.
    Derblecken ist ein Brauch, bei dem es darum geht, den größten Spott über die eigene Person dadurch zu überleben, daß der „Derbleckte“ sich unter lautem Lachen selbst auf die Schenkel klopft (Schmalz 1998).Google Scholar
  13. 451.
    Lediglich die Integration Tiedjes ins Wahlkampfmanagement wurde teilweise verhalten positiv kommentiert (Böger/Cieslarczyk/Schmid-Schalenbach 1998; o.V. 19981).Google Scholar
  14. 456.
    Der selbst jung Verheiratete gratulierte dem Bräutigam mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Ich weiß wie schwer das ist“ (zitiert nach Sauga/Schmitz 1998: 42).Google Scholar
  15. 457.
    Aufgrund einer verlorenen Wette sollte der Kanzler eine 78jährige Besucherin der Show nach Hause fahren. Beide landeten statt dessen in einer nahe gelegenen Pizzeria, wo sich auch Showmaster Thomas Gottschalk später noch einfand (Blome 1999 ).Google Scholar
  16. 459.
    Die CDU brachte in diesem Zusammenhang rund 100.000 Aufkleber „5 DM Benzin“ und 1. 400 „Lass Dich nicht anzapfen”-Plakate in Umlauf (Bundesgeschäftsstelle 1998: 14).Google Scholar
  17. 460.
    Rund 27.000 „Rote Hände“-Plakate wurden gedruckt (Bundesgeschäftsstelle 1998: 14). Die relativ bescheidene Auflagenzahl, auch der Materialien zur Benzinpreis-Aktion läßt vermuten, daß die Kampagnen primär über die Medien wirken sollten.Google Scholar
  18. 461.
    Vgl. dazu z.B. Lambeck (1998c); o.V. (1998k). Der Benzinpreis-Aktion mangelte es an Glaubwürdigkeit, da selbst der CDU-Entwurf für das Wahlprogramm der Union eine Ökosteuer vorsah.Google Scholar
  19. 462.
    So hielt der SPD-Vorsitzende Lafontaine wenige Wochen vor der Wahl eine Große Koalition ausdrücklich für möglich. Umgekehrt schlossen Politiker der CDU-Spitze — im Gegensatz zu Helmut Kohl — eine Große Koalition nicht kategorisch aus (o.V. 1998t).Google Scholar
  20. 464.
    Vgl. zum Verlauf der Kanzlerpräferenzen Feist/Hoffmann (1999: 227); zwar schrumpfte der Vorsprung Schröders bis Mitte September noch auf 11 Prozentpunkte, aber es gelang Kohl eben nicht, wie noch 1994 gegenüber Scharping, einen Umschwung herbeizufahren.Google Scholar
  21. 465.
    So soll Schäuble, nachdem er erfuhr, daß Kohl vier Wochen vor der Wahl in einem Zeit-Interview seinen Anspruch auf volle vier Jahre formuliert hatte, umgehend zwei Redakteure der Woche zu sich gebeten haben, um die Nachfolgediskussion weiter anzuheizen (Stock 1998).Google Scholar
  22. 467.
    Wie flexibel durch diesen personellen Schachzug die SPD-Position inhaltlich wurde, zeigt exemplarisch die Auswertung eines Müntefering-Interviews zu Stollmann-Äußerungen: Während die Deutsche Presse Agentur ihre Auswertung des Interviews mit „Müntefering nimmt Stollmann in Schutz“ titelte, hieß es bei der Agentur Reuters „Müntefering kritisiert Stollmann” (Günsche 1998d ).Google Scholar
  23. 468.
    Schröder zeigte sich mit der Rock-Gruppe „Scorpions“, ließ sich neben den „Weather Girls” von „Udo Lindenberg“ und den „Puhdys” bei seinen Wahlkampfauftritten unterstützen und bat in einer Talk Show, der er zugeschaltet war, den Sänger der Punk-Band „Tote Hosen“ um dessen Stimme (S. Schütz 1998).Google Scholar
  24. 470.
    Mit der ähnlichen Zeitdauer dieser drei Aren als Argument legt Brunner (1999: 296) eine solche Annahme „natürlicher Altersgrenzen“ nahe.Google Scholar
  25. 471.
    Dementsprechend groß war die Enttäuschung über Rot-Grün: „So überzeugend die Dramaturgie des Machtwechsels, so ernüchternd die Professionalität der neuen Bundesregierung“ (Feist/Hoffmann 1999: 251).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  1. 1.LudwigshafenDeutschland

Personalised recommendations