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Identitätstheoretische Schlußfolgerungen

  • Ulrike Pörnbacher
Chapter
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Part of the Forschung Soziologie book series (FS, volume 40)

Zusammenfassung

Wie im ersten Teil der Arbeit dargestellt, gehen die traditionellen Identitätstheorien von gesellschaftlich vorgegebenen lebensweltlichen Strukturen aus und fassen die Identitätsarbeit von Jugendlichen als ein Hineinwachsen in solche Strukturen. Bei zunehmender Auflösung solcher Strukturen wurden die klassischen Theorien abgelöst von Theorien, welche die Syntheseleistungen des Individuums eher als ein Ausbalancieren unterschiedlicher, bisweilen widersprüchlicher Anforderungen und Erwartungen konzipierten. In Weiterentwicklung dieses Gedankens beziehen sich moderne Identitätstheorien auf den gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandel, der einen weiteren qualitativen Zuwachs an wahrnehmbarer Pluralität mit sich bringt und damit die unumgängliche Notwendigkeit zu vielfachen, immer schwieriger begründbaren Identitätsentscheidungen an die Jugendlichen heranträgt. Mit anderen Worten, Identitätsarbeit verlangt die Auseinandersetzung mit stets erneut klärungsbedürftigen Möglichkeiten der Ich-Werdung. Die Entwicklung insgesamt wird also als eine Linie weg von gesellschaftlich stabilisierter, damit aber auch eingeengter Identitätsarbeit, hin zu individuell freien, damit aber auch unsicheren Wahlentscheidungen verstanden. Die ambivalente Wertung dieser Entwicklung ist evident.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Ulrike Pörnbacher

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