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Jugendprotest und Jugendgewalt in den 70er Jahren — Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

  • Werner Lindner
Part of the Studien zur Jugendforschung book series (SZJUG, volume 17)

Zusammenfassung

Die Aufbruchsstimmung, die mit der Regierungsübernahme der sozialliberalen Koalition unter Parolen wie „Sicher in die 70er Jahre“ und „Wir schaffen das moderne Deutschland“ einsetzte, zielte eine grundlegenden Reform aller Gesellschaftsbereiche an. Fundamentale Reformziele erstreckten sich auf einen Zuwachs an demokratischer Teilhabe und sozialer Chancengleichheit, der soziale Lernprozesse und politische Bewußtwerdung miteinander verkoppeln sollten. Der Plan konzertierter Bemühungen bestand zunächst darin, die gesamte bundesdeutsche Politik in ihren informatorischen, organisatorischen und finanziellen Ressourcen zu modernisieren.1 Die Umwandlung des Obrigkeits- zum (Dienst)Leistungsstaat ging in der Anlaufphase einher mit der Konzeptionierung wirkungsvollerer Organisation, effizienterer Verwaltung und optimierter Verwendung und Kontrolle öffentlicher Mittel; das gesamte Haushaltsrecht sollte fortan nicht als Instrument der Exekutive, sondern verstärkt dem Parlament als Steuerungsmittel zur Ausübung seines politischen Auftrages dienen.

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Lituter

  1. 1.
    Brand, K. W.: Aufbruch in eine andere Gesellschaft: Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik, Frankfurt/Main 1983, S. 78Google Scholar
  2. 2.
  3. 3.
    „Nun ist der Blick wie magisch auf das kommende Jahrzehnt gerichtet. Und wieder standen Versprechungen (…), stehen Verheißungen an der imaginären Schwelle: nochmals Verdoppelung des Sozialprodukts bis 1980, nochmals sechs Millionen Autos mehr, nochmals einige Tausend Kilometer Autobahn. Aber der fetischhafte Gebrauch von Begriffen wie Sicherheit und Wohlstand signalisiert schon, wenn auch weithin noch verdrängte Unsicherheit — ein vages, aber wachsendes Gefühl des Unbehagens.“ Der Spiegel Nr. 1/1970, S. 34Google Scholar
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  10. 9.
    zit n. Frackmann et. al. 1981, S. 36. Spätere Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeit aus dem Jahre 1978 ergaben schließlich: Nur bei sechs Prozent jährlichem Wirtschaftswachstum zwischen 1977 und 1981 hätte die bestehende Arbeitslosigkeit real abgebaut werden können; die tatsächliche Wachstumsrate bewegte sich jedoch um 3–4% und näherte sich gegen 1980 einem Zustand, der dann mit dem Terminus „Nullwachstum“ euphemisiert wurde. (Bundesanstalt für Arbeit: Überlegungen II zu einer vorausschauenden Arbeitsmarktpolitik, Nürnberg 1978, S. 142–148, zit. n. Schlicht 1982, S. 232Google Scholar
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    Angaben nach: Frackmann, M./Kuhls, H./Lühn, K.-D.: Null Bock oder Mut zur Zukunft. Jugendliche in der Bundesrepublik, Hamburg 1981, S. 34; vgl. a. Bundesanstalt für Arbeit: Amtliche Nachrichten — Arbeitsstatistik 1979 und 1981 — Jahreszahlen, Nürnberg 1980 und 1982, S. 83, 89, 323, zit. in: Schlicht, U. (Hrsg.): Trotz und Träume. Jugend lehnt sich auf, Berlin 1982, S. 232Google Scholar
  12. 11.
    1968: 185.000, 1978: 316.000Google Scholar
  13. 12.
    jährlich zwischen 50.000 und 100.000Google Scholar
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  16. 14.
    Korte 1987, S. 134Google Scholar
  17. 15.
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  19. 17.
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  22. 20.
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  23. 21.
    In diesem Kontext finden sich dann Erklärungsansätze für jugendliches Aufbegehren, die sich auf eine sogenannte „Anspruchsinflation“ stützen; Brand, K.-W.: Neue soziale Bewegungen: Entstehung, Funktion und Perspektive neuer Protestpotentiale; eine Zwischenbilanz, Opladen 1982, S. 70ffGoogle Scholar
  24. 22.
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    vgl. Brenner, G.: Zur Auswanderung der Jugend. Der Anti-Institutionalismus in der jungen Generation, in: deutsche jugend, 1979, 27. Jg., S. 345–355Google Scholar
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    Böhnisch, L./ Münchmeier, R./Sander, E.: Probleme und Chancen der Jugend heute, in: Vorgänge, 15. Jg., 1976, S. 67–74, S. 67;Google Scholar
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  28. 25.
    „Die Industrie (…) hat alle leichten Probleme gelöst, bei allen schwierigen versagt. Pflegeleichte Gardinen, schnelle Autos und Laserkanonen für Zwecke der Chirurgie habe die Wirtschaft entwickelt und gebaut, vernünftige Behausungen, brauchbare Pläne für den städtischen Verkehr und ein umfassendes System der Krankenversorgung jedoch nicht.“ Der Spiegel Nr. 1/1970, S. 47)Google Scholar
  29. 26.
    vgl. Cobler, S.: Grundrechtsterror, in: Kursbuch Nr. 48/1977, S. 38–49Google Scholar
  30. 27.
    zit. n. Bussiek 1978, S. 62Google Scholar
  31. 28.
    EMNID-Untersuchung aus dem Jahre 1979 zit. in: Brand 1983, S. 197Google Scholar
  32. 29.
    Hansen/Veen in: Die Zeit v. 5.9.1980, S. 16Google Scholar
  33. 30.
    exemplarisch dazu z.B. Krockow, C. Graf v.: Wie vergreist ist die Jugend?, in: Der Monat, 31. Jg., 1978, H. 6/7, S. 7–16Google Scholar
  34. 31.
    vgl. auch: Fetscher, I./ Münkler, H./Ludwig, H.: Vom Industrieproletariat zu den Strafgefangenen. Die Suche nach dem revolutionären Subjekt, in: Fetscher, I./Rohrmoser, G.: Ideologien und Strategien, Bd. 1 der Analysen zum Terrorismus, Opladen 1981, S. 40ff; zur Lippe, R.: Objektiver Faktor Subjektivität, in: Kursbuch Nr. 35/1974, S. 1–35; Vgl. bes. das Kap. über die Sozialistische Selbsthilfe in Köln (SSK), in: Brandes, V./ Schön, B.: Wer sind die Instandbesetzer, Bensheim 1981, S. 40ffGoogle Scholar
  35. 32.
    „Das Verhältnis der Koalitionsparteien zu den zahlreichen Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen, die sich in diesen Jahren herausgebildet hatten, war weniger von Konfrontation, sondern vielmehr durch eine Art Aufgabenteilung bestimmt, wie sie in der von den Jungsozialisten proklamierten „Doppelstrategie“ vorgezeichnet worden war. Kinderläden, Selbsthilfegruppen, selbstverwaltete Jugendzentren, die Frauenaktionen zum § 218 usw. entsprachen weitgehend der offiziellen Reformprogrammatik.“ Brand 1983, S. 78Google Scholar
  36. 33.
    vgl. Benedict, H.-J.: Die Linke und die Bürgerinitiativen; in: Vorgänge, 16. Jg., 1977(b), S. 65–79Google Scholar
  37. 34.
    vgl. hierzu Stracke, E.: Stadtzerstörung und Stadtteilkampf. Innerstädtische Umstrukturierungsprozesse, Wohnungsnot und soziale Bewegungen in Frankfurt am Main, Köln 1980Google Scholar
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    vgl. Blasius, J./Dangschat, J.S. (Hrsg.): Gentrification. Die Aufwertung innenstadtnaher Wohnviertel, Frankfurt/Main 1990Google Scholar
  39. 36.
    „Abwanderer aus den Städten behalten in der Regel ihren Arbeitsplatz in der Stadt bei. (…) Die Verlagerung der Wohnsitze in das Umland erhöht also automatisch das Verkehrsaufkommen. (…), die notwendigen Straßendurchbrüche und höheren Verkehrsdichten vermindem die Wohnqualität in den städtischen Quartieren; wer diesen Verhältnissen entkommen kann, zieht weg — und da dies vor allem die jüngeren, besser verdienenden Bewohner sind, geraten innerstädtische Gebiete in eine „Abwärtsentwicklung“, die die Wegzugswünsche wiederum verstärken und deren Realisierung den „Teufelskreis“ erneut in Bewegung setzt.“ Häußermann, H./ Siebel. W.: Krise der Stadt — Krise der Stadt?; in: Leviathan, H. 4, 6. Jg., 1978, S. 471–484, S. 473Google Scholar
  40. 37.
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    so der Hausbesetzer Til Schulz: Zum Beispiel Eppsteiner Str. 47 Wohnungskampf, Hausbesetzung, Wohnkollektiv, in: Kursbuch Nr. 27/ 1972, S. 85–99, S. 88Google Scholar
  42. 39.
  43. 40.
    so ein Terminus in der Zeitschrift ‘Proletarische Front’, Zirkular H. 15 v. 8.5.1973, S. 1; zit. n. Kukuk, M.: Student und Klassenkampf Studentenbewegung in der BRD seit 1967, Hamburg 1974, S. 231Google Scholar
  44. 41.
    Proletarische Front: Der Häuserkampf geht weiter, in: ‘Wir wollen alles’ Nr. 4/ Mai 1973; zit. ebd.; Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  45. 42.
    Schulz 1972, S. 91Google Scholar
  46. 43.
    Schulz 1972, S. 93, Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  47. 44.
    zit n. Stracke 1980, S. 98/99, Hervorh von mir, W.L.Google Scholar
  48. 45.
    Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt (Hrsg.): Dokumentation zum Polizeieinsatz um das Haus Kettenhofweg 51. Die Vorgeschichte, die Demonstrationen, Einsatzberichte der Polizei, Stellungnahmen, Pressestimmen, die juristische Diskussion, Texte und Bilddokumente; zit. n. ebd., S. 153Google Scholar
  49. 46.
    vgl. Stracke 1980, S. 152/153Google Scholar
  50. 47.
    ebd., S. 154Google Scholar
  51. 48.
  52. 49.
    Frankfurter Rundschau vom 22.10.1970Google Scholar
  53. 50.
    Stracke 1980; S. 151Google Scholar
  54. 51.
    Frankfurter Rundschau vom 1.10.1971Google Scholar
  55. 52.
  56. 53.
  57. 54.
  58. 55.
    Frankfurter Rundschau v. 2.10.1971Google Scholar
  59. 56.
    vgl. Frankfurter Rundschau v. 4.10.1971Google Scholar
  60. 57.
  61. 58.
    vgl. Frankfurter Rundschau v. 5.10.1971Google Scholar
  62. 59.
    vgl. Der Spiegel Nr. 15/1973, S. 96; Der Spiegel Nr. 27/1973, S. 93fGoogle Scholar
  63. 60.
    Wenzel, A/Roth, J.: Frankfurter Häuserrat (Hrsg.): Frankfurt. Zerstörung — Terror — Folter. Im Namen des Gesetzes, Frankfurt/Main o.J.; zit. n. Stracke 1980, S. 155Google Scholar
  64. 61.
    zit. n. ebd., S.156Google Scholar
  65. 62.
    „Zehn Hausbesetzer rafften in Eile Tragbares zusammen und trabten unter dem Blitzlichtgewitter von Fotografen durch ein Polizeispalier in den Gefängniswagen. Eine Hausbesetzerin später vor Journalisten: „Wir wurden in der Wohnung von Beamten nach Waffen durchsucht, die Mädchen mußten sich nackt ausziehen.“ Frankfurter Rundschau v. 5.4.1973Google Scholar
  66. 63.
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  68. 65.
    vgl. Frankfurter Rundschau v. 6.4.1973Google Scholar
  69. 66.
    vgl. Der Spiegel Nr. 15/1973, S. 95/96Google Scholar
  70. 67.
    Häuserrat Frankfurt: Wohnungskampf in Frankfurt; in: Wir wollen alles, Nr. 2. März 1973; zit n. Stracke 1980, S. 101Google Scholar
  71. 68.
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    vgl. Schulze, J.: Soziokulturelle Zentren — Stadterneuerung von unten, Essen 1993; Claßen, L./Krüger, H.-H./Thole, W.: In Zechen, Bahnhöfen und Lagerhallen. Zwischen Politik und Kommerz — soziokulturelle Zentren in Nordrhein-Westfalen, Essen 1989Google Scholar
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  77. 74.
    vgl. Herrenknecht 1977, S. 74ffGoogle Scholar
  78. 75.
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  81. 78.
    vgl. dazu: Aust 1986, S. 205ffGoogle Scholar
  82. 79.
    vgl. Bericht in: deutsche jugend, 20. Jg., 1972, S. 468–476Google Scholar
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    vgl. Kukuk 1974; „Wir warn die stärkste der Partein….“ Erfahrungsberichte aus der Welt der K-Gruppen, Berlin 1978Google Scholar
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    Kraushaar, W.: „Kinder einer abenteuerlichen Dialektik“, in: Ders.: Revolte und Reflexion. Politische Aufsätze 1976–1987, Frankfurt/Main 1990, S. 9–38, S. 31Google Scholar
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  89. 86.
    Semmelroth, F.: Wozu diese dummen Fragen, Genossen?, in: Kursbuch Nr. 55/1979, S. 97–107, S. 98Google Scholar
  90. 87.
    vgl. z.B. Rote Hilfe Westberlin: „Staatsgewalt, Reformismus und die Politik der Linken“, in: Kursbuch Nr. 31/1973, S. 19–44Google Scholar
  91. 88.
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  92. 89.
    aus dem KPD-Programm zit n.: Der Spiegel Nr. 21/1973,Google Scholar
  93. 90.
    der vormalige APO-Aktivist und KPD-Funktionär Semler zit. n.: Der Spiegel Nr. 21/1973 Im KPD-Programm fanden sich zusätzliche programmatische Äußerungen zur Gewaltanwendung: „Die Eroberung der Macht durch das Proletariat kann auf die eine oder andere Weise erfolgen, z.B. als durchgehender Prozeß über die Entfaltung von Massenaktionen, Streiks in Verbindung mit Demonstrationen bis hin zum Generalstreik, der sich mit dem bewaffneten Aufstand gegen die Staatsgewalt der Bourgeoisie vereint und entweder in kurzer Frist zum Sieg führt oder in einen längeren Volkskrieg umschlägt.“ zit. n. Langguth 1983, S. 73. „Der Repressionsgewalt des bürgerlichen Staates gegenüber ist die revolutionäre Gewalt der Massen notwendig und unvermeidlich. Die Ablösung des bürgerlichen Staates durch den proletarischen ist ohne Gewalt nicht möglich.“ Programm und Aktionsprogramm der KPD; zit. ebd., S. 87Google Scholar
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  95. 92.
    Roter Morgen v. 29.12.1973 zit n. ebd., S. 72Google Scholar
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    „Solange die Bourgeoisie über bewaffnete Formationen zur Verteidigung des kapitalistischen Eigentums verfügt, wird das Proletariat die politische Macht mit Waffengewalt erkämpfen müssen.“ Programm des KBW; zit. n. ebd., S.96Google Scholar
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    aus der Grundsatzerklärung des KABD zit. n. ebd., S. 106Google Scholar
  98. 95.
    „Entscheidend für die Bewertung von Gewalt ist, ob sie den materiellen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der arbeitenden Menschen nützt oder ob sie der Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Macht der Ausbeuterklassen dient“ so die MSB-Aktivistin Beate Landefeld: Thesen zur sozialen Verteidigung, in: Marxistische Blätter, 2/1982; zit. n ebd., S. 173f Als „friedliche“ Gewalt wurde beispielsweise die aktive Teilnahme an den Hausbesetzungen bezeichnet.Google Scholar
  99. 96.
    Ein Thesenpapier des MSB zum Bundeskongreß im Okt. 1981 verlautbarte: „Wir fragen also nicht zuerst: „Darf man das?’, sondern: Nutzt es der Bewegung? Führt die Kampfform die Betroffenen zusammen? Kann mit ihr der Druck verstärkt, die Politisierung vertieft werden.“ Marxistische Blätter 2/1982. u. UZ v. 30.3.1982; zit n. ebd., S. 174Google Scholar
  100. 97.
    „Der bewaffnete Aufstand ist die höchste Form des politischen Kampfes gegen einen bewaffneten Feind. (…) Dies äußerst klare, die Entscheidungen der Klassengesellschaft umfassende Bewußtsein müssen sich aber erst Millionen und aber Millionen erkämpft haben. Anders kann der bewaffnete Aufstand gegen die Bourgeoisieherrschaft nicht begonnen, nicht durchgeführt und nicht siegreich abgeschlossen werden.“ Schmierer 1980; zit. n. ebd., S. 303Google Scholar
  101. 98.
    so Der Spiegel in Nr. 21/1973, S. 83fGoogle Scholar
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    zit n. ebd.Google Scholar
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    vgl. deutsche jugend 20. Jg, 1972, S. 473Google Scholar
  106. 103.
    „Oberstes Ziel der Mitarbeit in Bürgerinitiativen ist der Erweis der Bündnisfähigkeit und -würdigkeit der DKP. Diesem Ziel werden auch inhaltliche Positionen geopfert. Deswegen hält man sich streng an die etablierten Spielregeln der parlamentarischen Demokratie und riskiert keine illegalen Handlungen, wie etwa Besetzungen. Die Kommunisten sind in diesem Punkt weniger radikal als viele Bürger, die Angst vor der Radikalität der Kommunisten haben.“ Benedict 1977b, S. 71Google Scholar
  107. 104.
    Langguth 1983, S. 249. Dies fügt sich zu einer Erklärung des MSB Spartakus, er lehne die bürgerliche Rechtsauffassung ab, die solches Spekulantentum dulde. MSB-Spartakus-Bundesvorstand (Hrsg.): Lieber instandbesetzen als kaputtbesitzen, 1. Bildungsthema Sommersemester 1981; zit. n. ebd.Google Scholar
  108. 105.
    Eine umfassende Darstellung findet sich z.B. in: Meyer, T.: Am Ende Gewalt? Der deutsche Terrorismus. Protokoll eines Jahrzehnts, Frankfurt/Main 1983;Google Scholar
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    Wagenbach, K.: Die RAF und die Neue Linke, in: Jahrbuch Politik Nr. 8, Berlin 1978, S. 24–36Google Scholar
  110. 106.
    So bekannte U. Meinhof: „Jeder von uns kommt daher: aus den Straßenkämpfen er Berliner Studenten 1967/68 gegen die Polizei, von den Demonstrationen, Teach-ins und den Versuchen, (...) auf dem Boden der Legalität sozialistische Politik zu machen (...) wir haben die Ohnmacht dieser Versuche erfahren.“ U. Meinhof in einem Zellenzirkular vom 3.3.1975, zit. n. Fetscher/Rohrmoser 1981, S. 339; und im später veröffentlichten „Konzept Stadtguerilla“ erklärte sie: „Es ist das Verdienst der Studentenbewegungen in der Bundesrepublik und West-Berlin — ihrer Straßenkämpfe, Brandstiftungen, Anwendung von Gegengewalt, ihres Pathos, also auch ihrer Übertreibungen und Ignoranz, kurz: ihrer Praxis, den MarxismusLeninismus im Bewußtsein wenigstens der Intelligenz als diejenige politische Theorie rekonstruiert zu haben, ohne die politische, ökonomische und ideologische Tatsachen und ihrer Erscheinungsformen nicht auf den Begriff zu bringen sind, ihr innerer und äußerer Zusammenhang nicht zu beschreiben ist.“ Das Konzept Stadtguerilla; zit. n. Langguth 1983, S. 213; ebenso wird z.B. in der Eigenbezeichnung „Bewegung 2. Juni“ ausdrücklich auf den Tod von Benno Ohnesorg Bezug genommen.Google Scholar
  111. 107.
    Eine nächste Aussage verdeutlicht nochmals: „Gemeint sind wir! Revolutionäres Subjekt sind wir. Wer immer anfängt zu kämpfen, ist einer von uns.“ beide zit n. Fetscher/Rohrmoser 1982, S. 58Google Scholar
  112. 108.
    Horst Mahler zit. n. ebd., S.64Google Scholar
  113. 109.
    zit n. ebd., S.66Google Scholar
  114. 110.
    Fanon, F.: Die Verdammten dieser Erde, Frankfurt/M. 1966Google Scholar
  115. 111.
    „Seit seiner Geburt ist es für ihn (den Kolonisierten, W.L.) klar, daß diese sperrige, mit Verboten gespickte Welt nur durch die absolute Gewalt in Frage gestellt werden kann.“ ebd., S.27 Der Nachweis für den Übertrag auf die Industrieländer liefert U. Meinhof an anderer Stelle: „Was Frantz Fanon Anfang der 60er Jahre aus der Erfahrung der Insurrektion der Völker der Dritten Welt feststellte: daß man mit nur Wut, Haß, spontaner Bewegung ‘nicht in einem nationalen Krieg siegen, die furchtbare Kriegsmaschinerie des Feindes in die Flucht schlagen kann, das fand seine Entsprechung in den Metropolen in der wesentlichen Erfahrung der Studentenbewegung: daß Spontaneität, Revolte integrierbar ist, wenn sie sich nicht bewafffnet.“ U. Meinhof in: Texte der RAF, Malmö 1977, S. 193Google Scholar
  116. 112.
    zit. n. Der Spiegel Nr. 9/1971, S.28Google Scholar
  117. 113.
    aus dem ‘Konzept Stadtguerilla’ zit. n. Der Spiegel Nr. 18/1971, S.34Google Scholar
  118. 114.
    Baumann, M.: Wie alles anfing, Frankfurt/ Main 1977, S. 58Google Scholar
  119. 115.
    Speitel, V.: „Wir wollten alles und gleichzeitig nichts“, in: Der Spiegel, Nr. 31/1980, S. 36–49, hier: S. 37; Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  120. 116.
    „Wir haben angefangen, mit dem Kopf auch noch auszusteigen.“ Baumann 1977, S. 58. „Aber der Haß gegen das, was wir Konformitätszwang nannte, und unser geistiger Verzicht auf‘nen Stehplatz in der bürgerlicher Gesellschaftsordnung war in Wirklichkeit nichts anderes als der Druck alltäglicher Verpflichtungen, denen wir uns nicht gewachsen sahen.“ Speitel 1980, S. 37Google Scholar
  121. 117.
    „Oberstes Ziel der Mitarbeit in Bürgerinitiativen ist der Erweis der Bündnisfähigkeit und -würdigkeit der DKP. Diesem Ziel werden auch inhaltliche Positionen geopfert. Deswegen hält man sich streng an die etablierten Spielregeln der parlamentarischen Demokratie und riskiert keine illegalen Handlungen, wie etwa Besetzungen. Die Kommunisten sind in diesem Punkt weniger radikal als viele Bürger, die Angst vor der Radikalität der Kommunisten haben.“ Benedict 1977b, S. 71Google Scholar
  122. 118.
    „Wir haben gesagt, der süchtige Fixer kann die Gun mit der Gun tauschen. Das war der politische Aspekt, daß wir gesagt haben, wenn du die Spritze weglegst, nimm dafür die Knarre in die Hand.“ Baumann 1977, S. 58Google Scholar
  123. 119.
    ebd., Betonung von mir, W.L.Google Scholar
  124. 120.
    ebd., S. 127; Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  125. 121.
    „Ist natürlich fürchterlich, ein Pistolchen, hat ‘ne Eigendynamik, so eine Waffe. Du fühlst Dich schon irrsinnig sicher, weil du den Überraschungseffekt auf deiner Seite hast; soweit du es überblicken kannst, kannst du es überblicken.“ ebd., S.103Google Scholar
  126. 122.
    V. Speitel 1980, S. 41Google Scholar
  127. 123.
    vgl. Aust, S. 1986, S. 81ffGoogle Scholar
  128. 124.
    H.J. Klein zit. in: Narr, W.D.: Demonstranten, Politiker (Polizei) und Journalisten. Zwölf Thesen zur Gewalt, in: Steinweg, R.: Faszination der Gewalt, Frankfurt/Main 1983, S. 30–59, S. 48Google Scholar
  129. 125.
    vgl. Münkler, H.: Sehnsucht nach dem Ausnahmezustand. Die Faszination des Untergrunds und ihre Demontage durch die Strategie des Terrors, in: Steinweg 1983, S. 60–88Google Scholar
  130. 126.
    Horn, M.: Sozialpsychologie des Terrorismus, Frankfurt/Main 1982, S. 102Google Scholar
  131. 127.
    „Revolutionär, im Kampf — bei aller Liebe zum Leben: den Tod verachtend. Das ist für mich: dem Volke dienen. — RAF“ Holger Meins zit. n. Münkler 1983, S. 64. „(Einziges) taktisches Kalkül ist die Existenz des Guerilla selbst: die Logistik wird zum Existential, das eigentliche Kampfziel fällt tendenziell damit zusammen: den übermächtigen Gegner zu vernichten und sich selbst zu behaupten, sind in der Erfahrung der Kämpfenden eins. (...) Die Selbstbehauptung des sich als historisches Subjekt setzenden Individuum erfüllt sich im Selbstopfer.“ Schulz 1974, S. 135–148, S. 143 bzw., S. 145Google Scholar
  132. 128.
    „In den Gefängnissen gibt es keine Kriminellen mehr, sondern nur noch den Teil der Massen, der beim Klauen erwischt worden ist.(...) Die Revolution ist bereits ausgebrochen! Die Massen haben sich bereits von der herrschenden kapitalistischen Eigentumsfrage bewußtseinsmäßig emanzipiert. Sie klauen!“ U. Meinhof zit n. Fetscher/Rohnnoser 1981, S. 81Google Scholar
  133. 129.
    U. Meinhof in: Der Spiegel Nr. 18/1971, S. 33, Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  134. 130.
    U. Meinhof zit. n. Der Spiegel Nr. 30/1971, S. 29Google Scholar
  135. 131.
    Münkler 1983, S. 76Google Scholar
  136. 132.
    „Verräter müssen aus den Reihen der Revolution ausgeschlossen werden. Toleranz gegenüber Verrätern produziert neuen Verrat. Verräter in den Reihen der Revolution richten mehr Schaden an, als die Polizei ohne sie anrichten kann.“ zit. ebd.Google Scholar
  137. 133.
    aus „Stadtguerilla und Klassenkampf“, S. 9, zit. n. Langguth 1983, S. 214Google Scholar
  138. 134.
    „Wenn ich den Weg in den terroristischen Untergrund ginge, dann wäre ich ja wieder fremdbestimmmt. Denn der Weg wäre mir ja wieder von außen, vom System aufgezwungen.“ und „Im Untergrund würde alles wegfallen, was mir lebenswichtig geworden ist: die neue Sensibilität, das Gefühl für die Gemeinschaft, überhaupt, unsere Lust zu leben.“ Der Spiegel Nr. 52/1980, S. 49Google Scholar
  139. 135.
    Baumann 1977, S. 105, Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  140. 136.
    Genau darauf zielte der Vorwurf der „Bewegung 2. Juni“: „Ihr geht deshalb nicht in den Untergrund, weil ihr zu feige seid, diese Todesschwelle zu überschreiten. Denn im Untergrund könnt ihr nicht mehr so lavieren wie bisher, da müßt ihr kämpfen, auch ums überleben, ohne Wenn und Aber und ohne die rettende Tür eurer Legalität.“, zit. n. Münkler 1983, S.71Google Scholar
  141. 137.
    ebd., S. 122, Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  142. 138.
    Schneider, P.: Der Sand an Baaders Schuhen, in: Kursbuch Nr. 51/1978, S. 145, S. 15Google Scholar
  143. 139.
    U. Meinhof 1977, S. 48Google Scholar
  144. 140.
    „Widerstand unterm Pflasterstrand“, in: Pflasterstrand Nr. 11/1977, S. 14, Hervorh. von mir, W.L.Google Scholar
  145. 141.
    Münkder 1983, S. 69f Auch der (damals noch Iinksalternative) Autor M. Horx bestätigt: „Das politische Konzept der Stadtguerilla war eindeutig stalinistisch — und das war nicht unsere Sache. Gleichzeitig aber symbolisierten die Genossen der kämpfenden Truppe am konsequentesten jenen subjektiven Typus des „Fighters“, der die Trennungen aufhob. Dort, im Untergrund, in den Gefängnissen sogar, wurde das Kollektiv authentisch gelebt, ohne Abstriche und Halbheiten, konsequent bis zum Tod. Da entstand der neue Mensch, die revolutionäre Totalidentität, die nichts und niemand mehr im Räderwerk der Systemmaschine hielt. Niemand von uns konnte sich, so sehr wir auch politisch dagegen ankämpften, dieser Faszination entziehen.“ Horx, M.: Das Ende der Alternativen oder die verlorene Unschuld der Radikalität, München 1985, S. 19Google Scholar
  146. 142.
    Horx, ebd.Google Scholar
  147. 143.
    so das interpretierte Selbstbild der 70er nach: Autorenkollektiv: Quinn der Eskimo, Frankie Lee und Judas Priest: „Zum Tango gehören immer zwei, wenn ich gehe, kommst du mit!“(Malcohn X), in: Hoffmann-Axthelm 1978, S. 125–138, S. 126; Marks, S.: Studentenseele. Erfahrung im Zerfall der Studentenbewegung, Hamburg 1977Google Scholar
  148. 144.
    „Das HRG (...) ist der Rahmen für die in allen Ritzen und Spalten des Instituts, auf den Gängen, in den Seminarräumen, in den Verwaltungs- und Sprechstundenzimmem sitzende alltägliche, lautlose Gewalt.“ Flugblatt am Institut für Soziologie der Universität München am 7. 6. 1977, zit. n. Schütte, J.: Revolte und Verweigerung. Zur Politik und Sozialpsychologie der Spontibewegung, Giessen 1980, S. 72Google Scholar
  149. 145.
    Mohr 1992, S. 19 bzw. S. 22Google Scholar
  150. 146.
    „Das Lernen von Theorie erfordert die Möglichkeit von Probehandeln, welches zugleich verbindlich und folgenlos sein muß. Deshalb oszilliert die studentische Tätigkeit zwischen Simulation und Unverantwortlichkeit hier, Ernsthaftigkeit und Verantwortlichkeit dort. Dem entspricht es, wenn das Studium zum Teil riesige Abstraktionsleistungen verlangt, andererseits jedoch praktisch die so erbrachten Leistungen irrelevant sind. Dies alles führt zu einem höchst labilen und in sich widersprüchlichen Profil der Aneignung von Theorie, welches nur schwer aufrechtzuerhaltenden und oft noch schwerer auszuhalten ist.“ Schülein, J.A.: Die Strukturen der studentischen Lebenswelt, in: Selbstbetroffenheit. Über die Aneignung und Vermittlung sozialwissenschaftlicher Kompetenz, Frankfurt/Main 1977b, S. 92ff, zit. n. Schütte 1980, S. 34Google Scholar
  151. 147.
    Roitsch, J.: Entscheidung für eine vergessene Majorität, in: FU-Info 9/1978, zit. n. Schütte 1980, S. 52Google Scholar
  152. 148.
    so eine Studentin auf die Frage, nach Einschätzung des Vorlesungsstreiks vom WS 1976/77 zit. n. Frankfurter Rundschau „Basisgruppen zwischen Protest und Privatisierung“ v. 16.6.1977Google Scholar
  153. 149.
    Roos 1980, S. 136Google Scholar
  154. 150.
    So oder so, Nr. 16 v. Mai 1977 zit n. Langguth 1983, S. 241Google Scholar
  155. 151.
    Aufruf zum Tunix-Treffen in Westberlin vom 27.-29.1.1978, in: Stein, G.: Bohemié**en — Tramp — Sponti. Bohème und Alternativkultur. Kulturfiguren und Sozialcharaktere des 19. und 20. Jahrhunderts, Bd.1, Frankfurt/Main 1982, S. 296–303, S. 299fGoogle Scholar
  156. 152.
    vgl. Waldhubel, T.: Sponti-Bewegung: Flucht in den Alltag?, in: Das Argument Nr. 113, 21. Jg, 1979, S. 8–19Google Scholar
  157. 153.
    „Die Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit wird damit zur Suche von Erlebnissen und Gefühlen der Sinnhaftigkeit. „Identität“ ist ein Ziel — Übereinstimmung mit sich selbst. „Erfahrung“ und „Betroffenheit“ sind andere — die erlebte Einheit von Denken und Handeln vermittelt Sinnhaftigkeit, wo das Handeln keine darüberhinausgehenden Ziele verfolgt.“ ebd.; Rahm, W.: Basisgruppen zwischen Politik und Privatisierung, in: Frankfurter Rundschau v.16.7.19777; Voelkein, U.: Den erssten Stein geworfen... Über Spontis, Sympis und Revolutionäre Zellen, in: Die Zeit v. 6.10.1978Google Scholar
  158. 154.
    vgl. Schlicht 1982, S. 237Google Scholar
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  160. 156.
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  161. 157.
    zit. ebd., S. 237Google Scholar
  162. 158.
    vgl. Fels, L.: Und hier ist das Märchen zu Ende, in: Frankfurter Rundschau v. 2.12.1978Google Scholar
  163. 159.
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  164. 160.
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    Weis, O.J.: „Bematschte Birne und Bunter Pfirsich“, in: Stein 1982, S. 322–324, S. 322Google Scholar
  170. 165.
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  171. 166.
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  172. 167.
    vgl. Hollstein, W.: Die Gegengesellschaft. Alternative Lebensformmen, Bonn 1979Google Scholar
  173. 168.
    „Aus der generellen Krise der Gesellschaft (...) haben wir unser besonderes, individuelles Leiden abgeleitet — jederfür sich.“ zit. n. Schütte 1980, S. 156Google Scholar
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    vgl. Erdheim, M/Nadig, M.: Größenphantasien und sozialer Tod, in: Kursbuch Nr. 58/1977, S. 115–126;Google Scholar
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  177. 170.
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  178. 171.
    Rutschky 1980, S. 52Google Scholar
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    vgl. die Diskussion der Alternativen um „Staatsknete“ in Schulze 1993Google Scholar
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  195. 188.
    Vgl. hierzu wiederum die Hausbesetzungen der 80er und ihre über die lediglich funktionale Bestimmung überschiessende Bedeutung als sog. „transkonkrete Projektionsräume.“Google Scholar
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    Zugleich aber müssen Fragen danach aufgeworfen werden, wie es überhaupt gelingen konnte, daß eine Gruppe von ca. 25 Desperados einen 60-Millionen-Staat derart nachhaltig zu verändern vermochte, oder warum die Schleyer-Entführung als erster „Modellfall für den „übergeordneten Notstand“ in der Geschichte des westlichen Nachkriegsdeutschland einzugehen vermochte. ( W. Kraushaar: „Die Schleyer-Entführung: 44 Tage ohne Opposition“, in: ders. 1990, S. 81–96, S. 91) Diese Erkundungen haben im vorliegender Arbeit notwendig zurückzustehen.Google Scholar
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    zit ebd., S. 182 Auch an anderer Stelle wurden die eigenen Ziele in widersprüchlicher Weise den realen Partizipationschancen angepaßt. Zwar konnte die nichtproletarische Herkunft der Anti-AKW-Bewegung schlecht wegdiskutiert werden, der AKW-Konflikt selbst aber wurde nichtsdestotrotz auf ein Klassenschema reduziert Die rein taktische Teilnahme der K-Gruppen an der AKW-Bewegung aus Motiven der Bündnispolitik war im übrigen der Tatsache zu entnehmen, daß eine Auseinandersetzung mit der Kernkraft in den als Vorbild angesehenen Staaten des realen Sozialismus wohlweislich unterblieb, gleichwohl aber Positionen der Bürgerinitiativen aus pragmatischen Gründen zunächst übernommen wurden. Ein Beleg findet sich in einem Kommentar des Arbeitskreises Politische Ökologie des KB: „Wir haben in den Auseinandersetzungen, die wir mit Politikern, Behörden und Gerichten seit Jahren führen, gelernt, daß wir nichts mit wissenschaftlichen Argumenten und Diskussionen erreicht haben.“ Anti-AKW-Telegramm Nr. 4, AK Politische Ökologie vom 4.8.1977 zit n. Ekkert/Willems 1987, S.337Google Scholar
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Copyright information

© Leske + budrich, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Werner Lindner

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