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Datenlage und Datenverfügbarkeit

  • Peter Hauptmanns
Chapter
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Part of the Neue Informationstechnologien und Flexible Arbeitssysteme book series (NIUFA, volume 7)

Zusammenfassung

Oberflächlich betrachtet scheint die Datenlage im Bereich der Weiterbildung sehr umfassend zu sein. Neben den amtlichen Bildungsstatistiken und anderen amtlichen Datenerhebungen — wie Mikrozensus oder Volkszählung — die alle Daten aus dem Bildungsbereich erfassen, stehen mit den Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit, der Bildungsträger und der Kammern scheinbar eine Reihe von Datenquellen zur Verfügung. Darüber hinaus sind auch in einer Vielzahl von Erhebungen der empirischen Sozialforschung, wie zum Beispiel dem ‚Sozio-Ökonomischen-Panel‘, zumindest Fragen zu Bildungsund Ausbildungsabschlüssen, zum Teil auch zu individuellem Weiterbildungsverhalten aufgenommen worden. Jedoch sind bei näherer Betrachtung — insbesondere unter dem Aspekt, ob Daten zur betrieblichen Weiterbildung zur Verfügung gestellt werden — alle diese Datenquellen mit Defiziten behaftet.

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Literatur

  1. 11.
    Eine Ausnahme bilden die Jahre 1983 und 1984, in denen aufgrund rechtlicher Unsicherheiten nach dem Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts keine Erhebung durchgeführt wurden (Hartmann 1989, S. 10).Google Scholar
  2. 12.
    Eine umfassende Beschreibung des Mikrozensus und der vergangenen und zukünftigen Entwicklung bieten Esser u.a. (1989); zum Design des Mikrozensus vgl. Hartmann (1989), zu den Inhalten, die fir die Qualifikationsforschung relevant sein können, Lüttinger/Schimpl-Neimanns (1992) und zur Nutzbarkeit des Mikrozensus fir die empirische Sozialforschung Hartmann/Schimpl-Neimanns (1992) sowie Hartmann (1989).Google Scholar
  3. 13.
    Aber nicht „Einarbeitung und solche Fortbildungen, die keine Berufserfahrung oder berufliche Erstausbildung voraussetzen“ (Lüttinger/Schimpl-Neimanns 1992, S. 10).Google Scholar
  4. 14.
    Die Frage lautet: „Haben Sie seit [Zeitpunkt der letzten Erhebung] eine berufliche Fortbildung, Umschulung oder sonst. zusätzl. praktische Berufsausbildung erhalten?“,mit den Antwortvorgaben „Nein”, „Ja, am Arbeitsplatz“, „Ja, in besonderen Fortbildungs-/Umschulungsstätten”, „Ja, auf andere Art (z.B. Feinkurse)“. Darüber hinaus wird nach der Dauer der Maßnahme gefragt. 15 An dieser Stelle soll auf die einzelnen Statistiken nicht näher eingegangen werden, da allen gemeinsam ist, daß sie f1r die Qualifikationsforschung generell und fir diese Arbeit im besonderen nicht oder nur äußerst eingeschränkt nutzbar sind. Eine ausfihrliche Übersicht über die verschiedenen amtlichen und nichtamtlichen Statistiken im Bildungs-, Ausbildungs-und Weiterbildungsbereich bieten z.B. Kuwan u.a. (1991), Sauter (1992) und Baethge u.a. (1990).Google Scholar
  5. 19.
    Für eine ausführliche Beschreibung vgl. Widmaier u.a. (1991); Flimm/Saurwein (1992).Google Scholar
  6. 20.
    Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß über Einschätzungen, die der Befragte abgibt, nicht unbedingt eine `verbindliche Betriebsmeinung’, sondern eher die individuelle Ansicht des Befragten erfaßt wird. Dies ist allerdings fir die Aussagekraft der Ergebnisse in vielen Fällen problemlos, da betriebliche Entscheidungsträger befragt werden und - insbesondere bei Kleinbetrieben - deren Ansicht gleichzeitig die Entscheidungsgrundlage fir betriebliches Handeln darstellt. Bei größeren Betrieben ist dagegen die Einschätzung eines Befragten nicht mit einer `Betriebsmeinung’ gleichzusetzen - i.d.R. kann davon ausgegangen werden, daß eine solche einheitliche ‘Betriebsmeinung’ auch gar nicht existiert, sondern Vertreter unterschiedlicher Abteilungen auch differente Interessen und demnach Einschätzungen zu verschiedenen politischen Fragestellungen haben werden. Obwohl fast alle Betriebsbefragungen mit einer Reihe von expliziten oder impliziten Einschätzungsfragen arbeiten - so beinhalten z.B. die Fragebögen des Instituts Arbeit und Technik zu „Marktstrategien, Produkt-und Verfahrensinnovationen in NRW“,der Betriebspanel-Fragebogen des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung, die Bögen zur CAD/CAM-Erhebung des Fraunhofer-Instituts fir Systemtechnik und Innovationsforschung ebenso Einschätzungsfragen wie die Konjunkturumfragen der niedersächsischen IHK oder das Firmenpanel des Instituts fir quantitative Wirtschaftsforschung an der Universität Hannover (um nur einige aktuelle Beispiele aufzufihren) - wird das Problem der tatssrhlichen Relevanz der erhobenen Einschätzungen fir betriebliche Handlungsstrategien kaum thematisiert. Auf der Grundlage einer Querschnittserhebung ist dies auch kaum möglich; allerdings wird mit dem NIFA-Panel nach mehreren Wellen die Möglichkeit bestehen, Aussagen fiber die Konstanz von Einschätzungen bei gleichbleibender bzw. wechselnder Befragungsperson zu machen und dadurch abzuschätzen, in welchem Umfang tatsächliche `Betriebsmeinungen’ existieren und welchen Einfluß sie auf betriebliche Handlungsstrategien haben können.Google Scholar
  7. 21.
    Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Betriebsfallstudien und Betriebsbefragungen vgl. Hauptmanns/Rogalski (1992).Google Scholar
  8. 22.
    Auch wenn eher qualitativ orientierte Forscher neue Wege diskutieren, Einzelfallergebnisse als generalisierbar ansehen zu können; vgl. z.B. Kudera (1992).Google Scholar
  9. 23.
    Die Grundgesamtheit der ersten zwei Wellen des NIFA-Panels beinhaltet noch keine Betriebe in den neuen Bundesländern. Die Zahl der Betriebe in diesem Gebiet schwankte durch die Auflösung der Kombinate und die Sanierung bzw. Privatisierung der ehemaligen DDR-Betriebe noch sehr stark. Die I r eine Panelerhebung notwendige Stabilität des Untersuchungsfeldes sowie die Verfügbarkeit valider Informationen Ober die Zahl der Untersuchungseinheiten konnten Ihr die ersten zwei Wellen der Untersuchung noch nicht gewährleistet werden. Ab der dritten Welle wurden die Betriebe in den neuen Bundesländern in das Panel aufgenommen. Einen Überblick Ober die aktuelle Situation des Maschinenbaus in Ostdeutschland bietet Ostendorf (1993).Google Scholar
  10. 24.
    Dabei ist allerdings einschränkend festzustellen, daß es sich nicht im strengen Sinne um 5756 Betriebe handelt, sondern um 5756 Eintragungen (Betriebsnummern) in der BA-Datei. Unter einer Betriebsnummer können allerdings in Ausnahmefällen auch mehrere Betriebe zusammengefaßt sein, ebenso wie ein Betrieb unter mehreren Betriebsnummern geführt werden kann. Ein Indiz dafür ist z.B. die Zahl der Mitarbeiter, die in der BA-Datei erfaßt und auch vom NIFA-Panel erhoben wird. Zwar stimmten diese beiden Angaben bei der Prüfung der ersten Welle nicht exakt überein - allerdings waren nur in ca. 30 Fallen die Angaben so stark abweichend, daß die Vermutung nahelag, daß der Fragebogen nicht fier den Betrieb, sondern fur ein übergeordnetes Unternehmen beantwortet wurde. Diese Fälle wurden aus dem Datensatz gelöscht. Darüber hinaus wurden in drei Fallen identische Fragebögen fier verschiedene Betriebe beantwortet, d.h. in diesen Fallen waren offensichtlich verschiedene Betriebsnummern fier einen Betrieb vergeben worden. Auch diese Fälle wurden aus der Analyse ausgeschlossen.Google Scholar
  11. 25.
    Sofern sie nicht in einer vorangegangenen Welle die Teilnahme an der Befragung ausdrücklich verweigerten.Google Scholar
  12. 26.
    Darüber hinaus wurde im Laufe der Erhebung von 1991 eine Adresse dem Befragungsinstitut von Betriebsseite mitgeteilt, die in den Gesamtbestand aufgenommen wurde.Google Scholar
  13. 27.
    Die Rücklaufquoten schriftlicher Befriebsbefragungen größeren Umfangs scheinen sich im allgemeinen zwischen 10 und 30 Prozent zu bewegen; z.B. Schultz-Wild u.a. (1989) - 26 Prozent; Behringer/Brasche (1986) - 15%.Google Scholar
  14. 28.
    Zwischen der zweiten und dritten Welle lag die Mortalitätsrate um rund 25 Prozent niedriger.Google Scholar
  15. 29.
    Eine solche Prüfung soll nicht den `Repräsentativitätsbeweis’ liefern, und es ist auch nicht beabsichtigt, den Datensatz auf der Basis der Resultate der Prüfung umzugewichten. Allerdings scheint es sinnvoll und erforderlich, Hypothesen über Verteilungsabweichungen zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit zu prüfen, um eventuelle Einschränkungen der Inter-Google Scholar
  16. 30.
    Die Codes bezeichnen folgende Teilbranchen, S. 260 = Metallbearbeitungsmaschinen; 261 = Hütten-und Walzwerkseinrichtungen, Bergwerks-, Gießerei-und Baumaschinen, Hebezeuge und Fördermittel; 262 = landwirtschaftliche Maschinen und Ackerschlepper, 264 = Maschinen und Apparate Mr die Nahrungs-und Genußmittelindustrie, chemische und verwandte Industrie; 265 = Textil-und Nähmaschinen; 266 = Holzbe-und -verarbeitungsmaschinen; 267 = Papier-und Druckereimaschinen; 268 = Wäschereimaschinen, Schuh-und Lederindustriemaschinen; 270 = Zahnräder, Getriebe, Wälzlager und sonstige Antriebselemente; 271 = sonstige Maschinenbauerzeugnisse.Google Scholar
  17. 31.
    Die natürlich mit der Betriebsgröße korreliert.Google Scholar
  18. 32.
    Zur Systematik der Ausfälle im NIFA-Panel und zur speziellen Gewichtungsproblematik vgl. Hauptmanns/Saurwein (1992) und Hauptmanns/Ostendorf(1994).Google Scholar
  19. 33.
    Es ist anzunehmen, daß genau dieser Effekt durch die Gewichtung der ISF-Stichprobe (Schultz-Wild u.a. 1989) eingetreten ist.Google Scholar
  20. 34.
    Zur Oberprufung des Ausfallmechanismus Ober ein Mikrosimulationsmodell vgl. Niggemann (1993). Die Ergebnisse beider Prüfverfahren sind weitgehend gleich.Google Scholar
  21. 35.
    In späteren Wellen ließen sich in diesem Fall temporäre Ausfalle mit Hilfe der vorhandenen Informationen schätzen (zu entsprechenden Verfahren vgl. Schnell 1986, Little 1990).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Peter Hauptmanns

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