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Perspektiven für eine politische Lösung

  • Friedrich Schreiber
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Zusammenfassung

Das Scheitern der Friedensinitiative von US-Außenminister George Shultz hatte wichtige Gründe. Die USA und Israel setzten unverdrossen auf die Jordanische Option, obwohl die Kämpfer der Intifada das Banner der PLO hißten und nicht die Fahne des Haschemitenherrschers. Nicht nur Israel, auch die USA weigerten sich, mit der PLO zu verhandeln, weil diese Israel und die UN-Resolutionen 242 und 338 nicht anerkannte und weiterhin Terrorakte beging. Mit der Ermordung von drei israelischen Zivilisten durch ein Geiselkommando von Arafats eigener Fatach-Organisation im März 1988 und der anschließenden Ermordung von Chalil el-Wasir alias Abu Dschihad, der „rechten Hand“ Arafats, ging der sinnlose Krieg der Terrorkommandos weiter. Und in Israel fehlte eine parlamentarische Mehrheit für eine Politik, die einen Verzicht auf besetzte Gebiete zugunsten eines Friedens mit den Palästinensern beinhaltete. Damit fanden sich auch keine Palästinenser in Westjordanien und im Gasastreifen, um mit Israel über eine politische Zwischenlösung zur Beendigung der Intifada zu verhandeln.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Friedrich Schreiber

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