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Intifada: Eskalation und neue Fronten

  • Friedrich Schreiber

Zusammenfassung

Im Sommer 1988 verliefen die politischen Trends in Jerusalem und in Tunis in entgegengesetzte Richtung. Während im beginnenden Wahlkampf der Likud und noch radikaler die rechtsextremen Parteien eine rasche und rigorose Niederschlagung des palästinensischen Aufstands forderten und jeglichen Kontakt mit der „Mörder-organisation“ PLO ablehnten, präsentierte die PLO im Vorfeld ihres Nationalkonkresses verstärkt gemäßigte Parolen. Parallel zu dieser Phase verbaler Scheingefechte, die Wähler und Weltöffentlichkeit beeindrucken sollten, sprengte die Intifada ihre bisherigen Dimensionen. Die seit Monaten gewohnte Konfrontation zwischen PLO-geführten Rebellen und der Armee komplizierte sich durch das Auftreten neuer Akteure: von militanten Siedlern auf israelischer, von radikalen Fundamentalisten auf der palästinensischen Seite, dazu individuell handelnde Mörder, Brandstifter und neue Terrorgruppen in beiden Lagern. Die Intifada eskalierte auch geographisch: Sie überschritt die „Grüne Linie“, die den Staat Israel von den besetzten Gebieten trennt.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Friedrich Schreiber

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