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Jugendarbeitslosigkeit: Ein nicht (mehr) vorhandenes Problem?

  • Jugendwerk der Deutschen Shell
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Zusammenfassung

Jugendarbeitslosigkeit als eine Form der allgemeinen Arbeitslosigkeit hat in sozialpsychologischer Hinsicht oftmals besonders ernste Auswirkungen für die Betroffenen selbst, aber auch für die Gesellschaft als Ganze. Wie viele Hoffnungen und Zukunftsträume haben gerade junge Menschen, und wie viele dieser Hoffnungen und Träume werden bei einem Leben ohne jede Perspektive zerstört! Bei vielen arbeitslosen Jugendlichen führt eine längere Arbeitslosigkeit zu Resignation und Apathie, zu einem Leben am Rande der Gesellschaft. In wirtschafts- und sozialpolitischer Hinsicht ist das Vorhandensein von Jugendarbeitslosigkeit eine Verschwendung von Fähigkeiten, menschlicher Energie und Motivation.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Ausführlich dazu die Shell-Jugendstudie ’85, Seite 216–224 sowie Seite 242–263.Google Scholar
  2. 2.
    Wenn in diesem Zusammenhang von,Arbeit’ gesprochen wird, dann meinen wir damit immer bezahlte Arbeit, also Erwerbsarbeit. Wir schließen auf diese Weise nicht aus, daß es auch andere Formen nicht bezahlter Arbeit, zum Beispiel Hausarbeit, gibt.Google Scholar
  3. 3.
    Dieses Problem wird sich hoffentlich in den nächsten Jahren entweder durch einen Bewußtseinswandel bei den Arbeitgebern oder durch die Verknappung an qualifizierten Arbeitskräften lösen.Google Scholar
  4. 4.
    Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) sind von 1,8 Millionen Ausbildungsverträgen seit 1985 100000 vorzeitig abgebrochen worden. Nur die Hälfte der davon betroffenen Jugendlichen nimmt eine andere Ausbildung auf, die übrigen gelten somit auf dem Arbeitsmarkt als unqualifiziert mit entsprechend geringen Berufschancen.Google Scholar
  5. 5.
    Wir wollen nicht ausschließen, daß sich unter den arbeitlosen Jugendlichen auch etliche befinden, die sich mit ihrer Situation nicht nur abfinden, sondern eigentlich auch gar nichts Anderes für sich wollen und somit eher zu der häufig zitierten „Null-Bock-Generation“ zählen. Aber auch bei ihnen müßte man nach den Gründen dafür fragen und ihnen möglicherweise andere Alternativen anbieten, als sie in der normalen Berufswelt vorhanden sind.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Jugendwerk der Deutschen Shell
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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