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Leibeserziehung

  • Renate Fricke-Finkelnburg

Zusammenfassung

1934 wurde im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ein eigenes Referat für Sport, das Amt K unter Carl Krümmel1, eingerichtet Ihm unterstanden der Schulsport, der Hochschulsport und die Ausbildung der Sportlehrer ebenso wie die Förderung des Luftschutzes.2 Dieser organisatorischen Heraushebung folgten eine inhaltliche Aufwertung und neue Schwerpunktsetzungen im Bereich des Schulsports3 entsprechend der herausragenden Bedeutung des Sports in der nationalsozialistischen Ideologie.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Die Zeitschrift „Leibesübungen und körperliche Erziehung“ verwendete bis Ende 1936 die Schreibweise Karl, danach Carl. Diese Schreibweise findet sich auch in der Sekundärliteratur. Sie wird deshalb hier verwendet.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. u.a. Bernett, Nationalsozialistische Leibeserziehung, S. 107 ff., ders., Schulische Leibeserziehung im Dritten Reich, in: Informationen zur Erziehungs— und bildungshistorischen Forschung (IZEBF) Heft 14, 1980, S. 98, und ders., Sportunterricht, S. 97.Google Scholar
  3. 6.
    Vgl. RMinAmtsbl. 1935, S. 239, Nr. 299. Jugendpflege und körperliche Erziehung, vom 6.5.1935, K II 9000/1. 4. 35.Google Scholar
  4. 7.
    Vgl. E. Berkowsky, Vorbereitung und Praxis der dritten Turnstunde, in: Leibesübungen und körperliche Erziehung 1936, H. 7/8, S. 187. Eilers, Schulpolitik, S. 21, spricht von 1936. Seine Quellenangabe S. 21, Anm. 122, ist falsch, den dort genannten Erlaß gibt es nicht an dem von ihm angegebenen Ort, auch nicht an anderer Stelle im Amtsblatt. Friese, Anspruch, S. 48, nennt 1934. Bernett, Sportunterricht, S. 47 ff., führt als Beleg für die Einführung verschiedene Jahresberichte höherer Schulen an und zeigt die Probleme und die unsichere Quellenlage im Zusammenhang mit der dritten Turnstunde auf. Bayern hatte die dritte Turnstunde schon 1933 eingeführt, vgl. ebenda, S. 47.Google Scholar
  5. 9.
    Vgl. hierzu u.a. den Erlaß K I 8500/26.4.37, Reichsmittel für die einheitliche Durchführung der dritten Turnstunde in den höheren Schulen, vom 26.4.1937, in: Sammlung der Erlasse des Amtes für körperliche Erziehung im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1937, zusammengestellt von Oskar Kunze, Berlin 1942, S. 52. Mit Beginn des Schuljahres 1937/38 mußten die Kosten dann von den Schulträgern übernommen werden, vgl. Erlag E III c 1042, E III a, K I b, Z II a (b) vom 9.6.1937, in: Leibesübungen und körperliche Erziehung 1937, H. 14, S. XLIV.Google Scholar
  6. 10.
    Vgl. u.a. die Erlasse K I 8020/6.3.36, K II, E II a, KleinkaliberschieBen in den Volksschulen, vom 22.4.1936, in: Leibesübungen und körperliche Erziehung 1936, H. 9, S. XXVI, K I 8020/19.8.36, K II, E III, KleinkaliberschieBen in den höheren Schulen, vom 24.10.1936, in: ebenda, H. 21, S. LXXIX, K I 8020/12.12.36, K II a, E III a (b), KleinkaliberschieBsport an den höheren Schulen, vom 9.1.1937, in: Sammlung 1937, S. 52, und K 18032/20.8.36, K II, E I b, E II a, E III, E III a, E IV, E V, E VI (b), Einheitliche Turnkleidung der Schüler und Schülerinnen, vom 15.6.1937, in: ebenda, S. 49. Die Erlasse werden hier nicht wiedergegeben.Google Scholar
  7. 11.
    RMinAmtsblDtschWiss. 1937, S. 552, Nr. 610. Richtlinien für die Leibeserziehung an Jungenschulen, vom 14.9. 1937, K II b 8215/5.8.37 (46), E II, E III a, M (a). Vgl. zu den neuen Richtlinien neben der bereits genannten Literatur Rudolf Freund, Die neuen Richtlinien für die Leibeserziehung in Knabenschulen, in: Leibesübungen und körperliche Erziehung 1937, H. 13, S. 270–272, und Martin Boye, Zur Herausgabe der neuen Richtlinien, in: ebenda, H. 16/17, S. 353–354, H. 18, S. 397–399, und H. 19 /20, S. 465–467.Google Scholar
  8. 13.
    Vgl. Erlaß K II b 8215/9.6. (337), E II, E III a, Richtlinien für die Leibeserziehung an Jungenschulen, vom 3.7.1941, in: Sammlung 1941, Berlin 1942, S. 66. 1942 erschienen die geänderten Richtlinien auch als Broschüre.Google Scholar
  9. 14.
    Vgl. Deutsch.Wiss.Erziehg.Volksbildg. 1941, S. 382, Nr. 536. Richtlinien für die Leibeserziehung der Mädchen in Schulen, vom 22.9. 1941, K II b 8215/19.7. (349), E II, E III, E IV, E VI (a). Auf die untergeordnete Rolle des Mädchensports weisen alle Autoren nach 1945 gleichermaßen hin.Google Scholar
  10. 16.
    Bernett, ebenda, S. 100, nimmt an, daß die Mehrzahl der Turnhallen dem Sportunterricht etwa 11/2 Jahre nicht zur Verfügung stand. Auch der Erlaß K II b 8215/26.11.38 (205), E III a, E III c, Zusammenlegung mehrerer Klassen zu einer Turnklasse an Oberschulen, vom 26.4.1939, in: Leibesübungen und körperliche Erziehung 1939, H. 14, S. XLI, der sich auf eine entsprechende Bestimmung in den Richtlinien für die Leibesübungen in Jungenschulen bezieht, deutet auf Probleme bei der Realisierung hin.Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Renate Fricke-Finkelnburg
    • 1
  1. 1.Fakultät für GeschichtswissenschaftUniversität BielefeldDeutschland

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