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Mittleres Schulwesen

  • Renate Fricke-Finkelnburg
Chapter

Zusammenfassung

Die Neuordnung des mittleren Schulwesens begann, nachdem auch hier in den ersten Jahren mit der Einführung von Rassenkunde, Schulfeiern und anderen Einzelmaßnahmen eingegriffen worden war1, im Sommer 1938, ein halbes Jahr nach der Umgestaltung der höheren Schule, zunächst mit einer Vereinheitlichung der vielen verschiedenen Schultypen.2 Sie wurden auf die Form der grundständigen Mittelschule reduziert, die sechs Klassen umfaßte, nach Jungen und Mädchen getrennt, soweit die Schülerzahlen dies zuließen. Bei gemeinsamen Klassen sollte, abgesehen von Nadelarbeit, Hauswerk, Leibeserziehung und Lebenskunde, nach dem Plan für Jungenschulen unterrichtet werden.3 Zudem gestattete ein Erlaß vom Oktober 19384 bei geringer Schülerzahl die Zusammenlegung von zwei Jahrgängen. Englisch war erste (Pflicht —)Fremdsprache, nach zwei Jahren konnte wahlweise eine zweite hinzutreten. Außerdem gab es als weitere Form vierjährige Aufbauzüge an Volksschulen, beginnend nach dem sechsten Schuljahr.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. hierzu die Kapitel 1, 7, 8 und 9.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. S. 57, Dokument 1.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Emil Pax, Josef Raffauf (Hrsg.), Die deutsche Mittelschule. Handbuch für Mittelschulen, Halle 1940, S. 4.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Erlaß vom 26.10. 1938, E II d 771, in: ebenda, S. 27.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. S. 59, Dokument 2 (Einführungserlaß), und S. 60, Dokument 3 (Richtlinien).Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. RMinAmtsblDtschWiss. 1939, S. 229, Nr. 200. Vorkehrungen zur Ermöglichung des Überganges besonders begabter Schüler und Schülerinnen des flachen Landes in höhere Schulen, vom 1.4. 1939, E II d 233/39, E I II.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch 58. Jg. 1939/40, S. 613 (Gebietsstand 1.4. 1937 ). Zu den Aufbauzügen vgl. Pax, Raffauf, Mittelschule, S. 1043 f. Dort fehlen allerdings die Zahlen für Bayern.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Eilers, Schulpolitik, S. 110, und Ottweiler, Volksschule, S. 25 f. Heinrich—Wilhelm Brandau, Die mittlere Bildung in Deutschland. Historisch—systematische Untersuchung einiger ihrer Probleme, Weinheim, Berlin 1959, spricht S. 273 von der Einführung der Hauptschule als von einem “Ereignis von großer Bedeutung”. Als zeitgenössische Stimme vgl. Rudolf Benze, Erziehung im Großdeutschen Reich. Eine Überschau über ihre Ziele, Wege und Einrichtungen, Frankfurt/M. 19412, S. 34 ff., S. 40. Der Erlaß zur “Einführung der Hauptschule im alten Reichsgebiet” stammt vom 25.6.1941, E II d 256 (a), vgl. Die Deutsche Hauptschule. Sammlung der Bestimmungen über die Hauptschule, hrsg. v. Emil Pax, Friedrich Zehler, Th. Keil, Josef Raffauf, H. 1: Bestimmungen über Erziehung und Unterricht in der Hauptschule — Allgemeine schulorganisatorische und schulpolitische Anordnungen, Halle o.J. (19422), S. 104 f. Im Amtsblatt ist der Erlaß nicht veröffentlicht.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. S. 73, Dokument 5 (Einführungserlaß), und S. 74, Dokument 6 (Richtlinien).Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. S. 72, Dokument 4.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. RGBI. 1941 I, S. 282, Gesetz zur Änderung des Reichsschulpflichtgesetzes vom 16.5.1941, Abschnitt III, § 7a.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. S. 83, Dokument 7.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. MBIWEV. 1943, S. 164, Nr. 289. Neueinrichtung von Hauptschulen, vom 5.5.1943, E II d (C 1 b 1 ) 4 (a).Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Zentrbl. 1934, S. 53, Nr. 50. S.hulbücher im Schuljahr 1934/35 und Zulassung von Ergänzungsheften, vom 31.1.1934, U II C 7613.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Erlaß vom 3.5.1934, U II C 7730/33, in: Pax, Raffauf, Mittelschule, S. 243.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. als Beispiel aus der Fülle der Erlasse des Jahres 1943 zur Genehmigung neuer Schulbücher MBIWEV. 1943, S. 284, Nr. 473. Einführung von Lehrbüchern für Hauptschulen, vom 23.8.1943, E II d (C 15 b) 17.Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Renate Fricke-Finkelnburg
    • 1
  1. 1.Fakultät für GeschichtswissenschaftUniversität BielefeldDeutschland

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