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Volksschulen

  • Renate Fricke-Finkelnburg
Chapter

Zusammenfassung

Die Absicht, das gesamte Schulwesen — also auch die Volksschule — zu vereinheitlichen und inhaltlich neu zu gestalten, konnte nur langfristig verwirklicht werden. Die Arbeiten begannen bereits im Sommer 1933. Dabei stand die Neugestaltung der höheren Schule im Vordergrund. Obwohl über 90% der Schüler eines Jahrgangs die Volksschule besuchten, rückte ihre Umgestaltung ans Ende der geplanten Vereinheitlichung. Lediglich die ersten vier Jahrgänge mußten, als Grundlage auch des höheren Schulwesens, vorab einheitlich geordnet werden, zumal die höhere Schule um ein Jahr verkürzt werden sollte und dadurch Aufgaben nach unten verlagert werden mußten. 1936 wurden zunächst die privaten dreiklassigen Vorschulen und die Vorklassen abgeschafft.1 Alle Schüler sollten eine einheitliche Grundschule besuchen. Dennoch gestattete es ein Erlaß vom Februar 1937, Kinder, deren Leistungen dies zuließen, bereits nach drei Grundschuljahren auf die höhere Schule zu schicken.2 Dieser Erlaß galt, wie im März 1937 mitgeteilt wurde, auch für den Übergang in die Mittelschule.3

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. RMinAmtsblDtschWiss. 1936, S. 187, Nr. 262. Abbau der privaten Vorschulen und Vorschulklassen, vom 4.4.1936, E II e 826 M. 1.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. RMinAmtsblDtschWiss. 1937, S. 91, Nr. 116. Übergang hochbegabter Kinder von der Grundschule auf die höhere Schule, vom 22.2. 1937, E III e 420 E II a, E II e, M (a).Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. RMinAmtsblDtschWiss. 1937, S. 122, Nr. 147. Übergang von Schülern und Schiilerinnnen der Grundschule zur höheren Schule nach dreijähriger Schulzeit, vom 10.3. 1937, E II 60.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. zur Volksschule insgesamt Ottweiler, Volksschule, ders., Die nationalsozialistische Schulpolitik im Bereich des Volksschulwesens im Reich, in: Heinemann, Erziehung, Teil I, S. 193–215, und Fricke — Finkelnburg, Schulpolitik. Zur Rassenkunde vgl. Kapitel 7.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. hierzu die vielen Einzelbeispiele bei Ottweiler, Volksschule, S. 7 ff., besonders auch S. 16 f. Vgl. auch Kapitel B.Google Scholar
  6. 6.
    Dies ist vor allem am Beispiel der Rassenkunde gut nachzuvollziehen, vgl. Kapitel 7.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl, S. 26, Dokument 2.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Kapitel 5.Google Scholar
  9. 9.
    Inzwischen war im Juli 1938 auch das Reichsschulpflichtgesetz (RGBI. 1938 I, S. 799) erlassen worden, das die Volksschulpflicht einheitlich auf acht Jahre festlegte.Google Scholar
  10. 10.
    Zur Analyse der Volksschulrichtlinien vgl. u.a. Fricke—Finkelnburg, Schulpolitik, S. 102 ff., Ottweiler, Volksschule, S. 148 ff., und Flessau, Schule, S. 55 ff.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, hrsg. vom Statistischen Reichsamt, 58. Jg. 1939/40, Berlin 1940, S. 610 (Gebietsstand 1. 4. 1937 ).Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. die Zahlen bei Ottweiler, Volksschule, S. 96, der sich auf offizielle Zahlen, veröffentlicht im RMinAmtsblDtschWiss. 1941, S. 312 ff., stützt.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Ottweiler, Volksschule, S. 96.Google Scholar
  14. 14.
    Zum neuen Lesebuch für Volksschulen vgl. Hasubek, Lesebuch, vor allem S. 30 ff.Google Scholar
  15. 15.
    Mit Ausnahme des „Anhangs. Anleitung zu dem Abschnitt ‚Leibesübungen‘“ der Richtlinien für den Unterricht in den unteren Jahrgängen der Volksschulen.Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1989

Authors and Affiliations

  • Renate Fricke-Finkelnburg
    • 1
  1. 1.Fakultät für GeschichtswissenschaftUniversität BielefeldDeutschland

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