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„Da dämmerten wir also im Halbschlaf vor uns hin ..“

Dokumentation einer Befragung und allgemeine Überlegungen zum politischen Unterricht
  • Joachim Brauner

Zusammenfassung

„Als in Gemeinschaftskunde ‚Demokratie‘ auf dem Stoffplan stand, ließ er uns die Anzahl der Bundestagsabgeordneten auswendig lernen, wobei bundesdeutsche Gewaltenteilung das Markenzeichen für Demokratie schlechthin war. Da dämmerten wir also im Halbschlaf vor uns hin ... “, so beschreibt Grede seine Erfahrung mit politischer Bildung.1 Koch stellt bereits 1972 fest: „Die radikalen Mittel wie Streiks oder Demonstrationen stehen kaum im Vordergrund des kindlichen Bewußtseins. Die politische Sozialisation erzieht in der Bundesrepublik in erster Linie zum Wahlbürger.“2 In einem Hörspiel fällt der Satz: „Warum soll man Kinder mit Politik befassen, sie merken noch früh genug, in was für einer Welt sie leben.“3 Und auf der Eröffnungsveranstaltung zum 2. Bundeskongreß für politische Bildung heißt es u. a.: „Die Informationsmöglichkeiten für Kinder sind gewachsen, aber die Handlungsmöglichkeiten für Verantwortung usw. sind geringer geworden“ (nach v. Hentig), und: „Engagement ist das Wichtigste, das Demokratie hat“ (nach Engholm).

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Anmerkungen

  1. 1.
    Grede, Andreas: Jaruzelsky. In: Kahl, R. (Hrsg.): Schule überleben. Handbuch für Unbelehrbare. Rowohlt: Reinbek 1983 (= rororo 5234 ), S. 175Google Scholar
  2. 2.
    Koch, Manfred: Die Deutschen und ihr Staat. Ein Untersuchungsbericht mit Beiträgen von P. Gädeke und P. Verbeek. Hofmann und Campe: Hamburg 1972, S. 97Google Scholar
  3. 3.
    Aus einem Hörspiel des Hessischen Rundfunks vom 14.2. 1984 (1. Programm, Nachmittag )Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Leverkusen 1985

Authors and Affiliations

  • Joachim Brauner

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