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Nachwort

  • Dietrich Schwanitz
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Part of the WV studium book series (WVST)

Zusammenfassung

Dieses Buch wäre nicht zu denken ohne die interdisziplinären Frühlingsgespräche am Interuniversity Center in Dubrovnik, deren Ergebnisse demnächst in fünf stattlichen Bänden vorliegen werden. Was ich den dadurch ermöglichten Begegnungen an Anregung, Inspiration und Freundschaften verdanke, ist mehr als ich hier sagen kann. Zu den wertvollsten Ergebnissen zählt für mich aber der überzeugende Nachweis eines inneren Zusammenhangs von Wissenschaft und Sozialform: Unter dem Eindruck der unwiderstehlichen geistigen Verführungskünste des Initiators und spiritus rector dieser Gespräche, Hans-Ulrich Gumbrecht (dem später sein Siegener Kollege Karl-Ludwig Pfeiffer zur Seite trat), entfaltete sich in Dubrovnik eine einmalige Atmosphäre, in der sich interdisziplinäre Neugierde, intellektuelle Heiterkeit und soziale Freundlichkeit bis zu einem Grade aneinander steigerten, daß man nicht mehr zwischen wissenschaftlichem Interesse und Freundschaften unterscheiden konnte. Aber gerade solch eine Erfahrung erinnert daran, wie selten ähnliches an den Universitäten selbst gelingt. All das hat mich zu dem Versuch bewogen, in diesem Buch etwas von dem Geist der Dubrovniker Gespräche zu vermitteln und mit meiner Darstellung ein unter Literaturwissenschaftlern verbreitetes Vorurteil gegen „Theorie“ und „harte Wissenschaften“ ausräumen zu helfen, nämlich daß diese schwer, fmster, kalt und letztlich gewalttätig und lebensfeindlich seien. Dieses Buch soll dazu beitragen, die Überzeugung vom Gegenteil zu verbreiten, nämlich daß der wahre wissenschaftliche Gestus dem der Kunst sehr nahe ist zwar streng, aber zugleich heiter, lebendig, beweglich und von experimenteller Verspieltheit.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Dietrich Schwanitz

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