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Systemtherapie in der Praxis. Zwei Beispiele

  • Georg Hörmann
  • Wilhelm Körner
Chapter
Part of the WV studium book series (WVST)

Zusammenfassung

Häufig wird systemischen Familientherapeuten der Vorwurf gemacht, daß sie ihre systemische Sichtweise auf die Familie beschränkten und sie nicht konsequent auf andere „Systeme“ anwendeten. Wie bereits gezeigt wurde (→ Körner), trifft dieser Vorwurf moderne Systemtherapeuten nicht. Im Gegenteil, in der systemischen Diskussion zeichnet sich ein Trend zur Expansion ab. Sie zielt auf eine systemische Universalisierung, die auf epistemologischen Nachbesserungen basiert. So wird zunehmend der Begriff Familientherapie problematisiert. Es dürfte nur eine Frage des epistemologischen Ausbaus sein, bis der Begriff „Familientherapie“ unter Systemtherapeuten als obsolet gilt (vgl. Hoffman 1987). Diese Tendenz haben wir bei der Auswahl unserer Fallbeispiele berücksichtigt und zwei außerfamiliäre Beispiele genommen, die jeweils spezifische Varianten systemischer Modelle repräsentieren. Im übrigen liegen zur Anwendung systemischer Ansätze in der Familie kritische Rezensionen vor (vgl. Körner/Zygowski 1987; → Körner), während die Ausbreitung systemischen Denkens auf andere Bereiche unseres Wissens bisher nicht gebührend gewürdigt wurde. Die ausgewählten Beispiele sind nicht repräsentativ für die jeweiligen Schulen, sondern liegen qualitativ über dem dort herrschenden Niveau1.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1988

Authors and Affiliations

  • Georg Hörmann
  • Wilhelm Körner

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