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Modifizierte Klassen- und Schichtmodelle

  • Nicole Burzan
Part of the Hagener Studientexte zur Soziologie book series (STSO)

Zusammenfassung

Als Vertreter dieser Position ist insbesondere Rainer Geißler zu nennen. Er bestreitet keineswegs gesellschaftliche Veränderungen, die die Modifizierung und Erweiterung bisheriger Schichtmodelle notwendig machen. Er ist aber andererseits der Ansicht, dass viele neuere Ansätze zur Erforschung sozialer Ungleichheit (die in den folgenden Kapiteln näher dargestellt werden) über das Ziel hinausgeschossen seien und nun die durchaus fortbestehende und für die Lebenschancen relevante soziale Schichtung vernachlässigen würden, somit auch die sozialkritische Haltung einer solchen Theorieperspektive verloren gehe. Sein Haupteinwand gegen Modelle, die er als Mainstream der Sozialstrukturanalyse seit den achtziger Jahren ansieht, lautet zusammengefasst: „Mit der unkritischen Fokussierung auf die dynamische Vielfalt der Lagen, Milieus und Lebensstile wird der kritische Blick für weiterhin bestehende vertikale Ungleichheitsstrukturen getrübt. Es besteht die Tendenz, dass vertikale Strukturen wegdifferenziert, wegpluralisiert, wegindividualisiert und wegdynamisiert werden.“ (Geißler 1996: 323).

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Lesehinweise

  1. Wright, Erik O. (1985b): Wo liegt die Mitte der Mittelklasse? In: PROKLA: Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik 58, S. 35 – 62Google Scholar
  2. Müller, Walter (1996): Ungleichheitsstrukturen im vereinten Deutschland; in: ders. (Hg.): Soziale Ungleichheit. Neue Befunde zu Strukturen, Bewusstsein und Politik, Opladen: Leske+Budrich, S. 13 – 42Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Nicole Burzan

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