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Die Sprechphase

  • Hilke Elsen
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Part of the DUV: Sprachwissenschaft book series (DUVSWISS)

Zusammenfassung

Da die Mutter in der Regel die wichtigste Bezugsperson darstellt und, in diesem Fall, durch äußere Umstände bedingt, zweieinhalb Jahre lang sehr selten in der Aufsicht abgelöst wurde, konnte Annalena mein Lautsystem ohne nennenswerte Einschränkungen übernehmen. Es ist daher von großer Bedeutung, die Ausprägung des Deutschen, die ihr als Muster diente, ausführlich zu beschreiben.

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Literatur

  1. 22.
    Siehe auch Bell/Hooper 1978:17.Google Scholar
  2. 23.
    Siehe auch Vennemann 1986:26f; “die optimale akzentuierte Silbe Ist zweimorig” (Vennemann 1986:39).Google Scholar
  3. 24.
    Gelenke in Konsonantengruppen nach Kurzvokal gibt es meiner Meinung nach öfter: Ja, ist gut Cjoo w iaçdt] (ist gut [sçutl); Wutzel [wai.$)], wobei offenbar Vennemanns Anfangsrandgesetz (Vennemann 1986:38) eingehalten wird: (hüpfen Chypfi J, aber Chvp.kanl - ebenfalls hüpfen; Akronym C’aktsonyml,aber deskriptiv Cdes.kgip.tifl. Hierfür spricht auch die Entwicklung von /ts/ bel Annalena. Mit etwa 2 3/4 sprach sie gewöhnlich Etsl in Endrändern, Jedoch Cs] in Anfangsrändern, in Gelenkposition aber Its]: zwei [svail, Jetzt Cjets(t)], wutzein Cvuis)n], wobei die Interpretation Cvut.$)n] zu einer früheren Phase gehört. Das wortinterne /ts/ verhält sich ganz deutlich nicht wie im Silbenanfangsrand. Erst kurz darauf, mit etwa drei Jahren. erscheint diese Affrikate auch in freien Anfangsrändern.Google Scholar
  4. 25.
    FUr andere Sprachen siehe auch Lass (1984:52, 219). BooiJ (1983:266). Aitchison/ Chlat (1981:318), Ingram (1986:229). Fletcher (1985:59f.), Gleitman/Wanner (1982:18). Vor allem beim Erstspracherwerb führt dieser Vorgang zur Tilgung ganzer Silben (Stampe 1969:444; Ingram 1978:151; Ingram 1986:230; Weir 1966:164; Leopold 1947:245ff.; Stern 1928:26. 97, 334; Fletcher 85:58. 98, 149; Grégoire 1937:229 et al.; Smith 1973:19; Stemberger 1988:56; Hochberg 1988:276f.). Er tritt im Deutschen nur in schneller Rede auf (siehe auch Bell/Hooper (1978:17) für das Englische) und gehört in den Bereich der Realisationsphonologie.Google Scholar
  5. 27.
    Siehe auch Waterson 1987:101 “New. longer utterances were first produced with familiar articulationsGoogle Scholar
  6. 28.
    Siehe auch Waterson 1987:10Sf.Google Scholar
  7. 30.
    Siehe auch Leopold 1947:242 “The child begins presumably with level stress, or with indifference to the distribution of stress, both in babbling and at the outset of speaking. Then the stress habits of the community assert themselves quickly and decisively.”Google Scholar
  8. 32.
    Lebrun 1976:145f., Annalena: Schnee ine]. der Vater korrigiert. Annalena: tf-ne, sne, snel; 2;4,4 spontan LJtraipjajinal, Schreibmaschine. ich imitiere sie, sie antwortet korrekt; 2:11.12 spontan tsvail, zwei der Vater imitiert sie, sie antwortet [nain. hais Inc z6, hais ‘tsvai’l und grinst. Zum fis-phenomenon siehe auch Seite 32.Google Scholar
  9. 33.
    At any point, children will usually have frozen forms in their speech, which are pronunciations that occur early in development and persist during a time when the child should show better pronunciation“ (Ingram 1986:232), siehe auch Ferguson and Farwell (1975:432) and Drachman (1973c:87).Google Scholar
  10. 36.
    Siehe auch Hildegard In Leopold 1939:85 oder Hilde in Stern and Stern 1928:28.Google Scholar
  11. 37.
    Die Halbvokalbildung gehört zu den häufigen Erscheinungen im Spracherwerbsprozeß. Für den Lateral tritt sie bei Annalena auch in Konsonantengruppen auf. Später ersetzt sie das englische /r/ hin und wieder durch [w] (siehe auch Locke l983: 67 ).Google Scholar
  12. 38.
    Siehe Vennemann 1986:33. Zur CVCV-Struktur im Spracherwerb siehe Stern and Stern 1928:335. Smith 1973:206, Ingram 1978:151ff., 1986:229.Google Scholar
  13. 39.
    Ähnliches passierte bei den Kindern in Grégoire 1937:242.Google Scholar
  14. 40.
    Smith fand bei seinem Sohn ebenfalls einige Fälle von regulärer Metathese: ask [äkt]. asp [apt]. desk [dtkt, dtksl, risk [rikt], film [flim], milk [milk] bulb [bnbl] u.a. (Smith 1973:98). Hier wurde jedesmal eine Folge von weniger stark konsonantischem und stärker konsonantischem Element im Endrand (und im Silbenkontakt bei helping [Eplin], husband [Aptamb]) verändert, so daß schwierige Lautfolgen wie /ml-/ oder /-kt/ entstanden, was allen Regeln über optimale Silben und artikulatorische Ökonomie zuwiderläuft. Die Antipathie des Kindes gegen alveodentale Konsonanten als vorletzten Bestandteil in Konsonantenfolgen muß sehr groß gewesen sein.Google Scholar
  15. 41.
    Stern and Stern führen eine ganze Reihe an Beispielen an, u.a.: lief = lies + brief. schären = schälen r Schere, Übergestern = übermorgen + vorgestern (Stern and Stern 1928:347). Siehe auch [pnm3l aus Papa + Mama bei Grégoire (1937:167).Google Scholar
  16. 43.
    Siehe auch Fletcher 1985:149: “Sophie has a fair grasp of the syllabic structure of the word she Is aiming at, but does not have available for production a complete specification of the features of consonants that appear at the various positions In this structure.”Google Scholar
  17. 44.
    Siehe auch Hilde: Karnickel - Nickel (Stern and Stern 1928:27), Gunther: Kaninchen - Hinehen. Kompott -Pot Schokolade - Lade (Stern and Stern 1965:97). Sophie: recorder [’ko:da], forgotten rgotan] (Fletcher 1985:149), David: eraser - raser (Weir 1966: 165 ).Google Scholar
  18. 45.
    Parallele Befunde sind auch zu finden bei Leopold (1947:244).Google Scholar
  19. 46.
    Siehe Leopold (1947:242): “level stress”.Google Scholar
  20. 47.
    Siehe auch Smith 1973:172, Stern and Stern 1928:340, Grégoire 1937:228, Menn 1971 in Waterson 1987:67 und Seite 44 dieser Arbeit.Google Scholar
  21. 48.
    Siehe auch Waterson 1987:41f., 92. Dem widerspräche, daß einige Sprachen eher entstimmte als stimmhafte Plosive haben, was sich aber wohl perzeptiv begründen ließe.Google Scholar
  22. 49.
    Siehe auch Drachman 1973a:70.Google Scholar
  23. 50.
    Vergleiche dazu u.a. Waterson 1987.Google Scholar
  24. 51.
    Hierbei handelt es sich nach Vennemann (1986:50) um Appendices, durch deren Tilgung die Silbenstruktur verbessert wird.Google Scholar
  25. 52.
    Siehe auch Olmsted ( 1971: 247). Zu diesen Verallgemeinerungen mag es kommen, da die hier beteiligten Sprachen ähnlichen Restriktionen für den Bau der Silben unterliegen. Es sind zum Beispiel initiale Gruppen mit zwei Nasalen oder zwei Plosiven verboten. Außerdem gibt es neben den Sibilanten keine Frikative, die einem Nasal oder Plosiv im Anfangsrand vorangehen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Hilke Elsen

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