Advertisement

Der Begriff der Utopie und seine Wandlung

  • Joanna Jabłkowska

Zusammenfassung

Der Begriff der Utopie, bekanntlich aus seiner ursprünglichen Bedeutung als Titel des Romans von Thomas Morus herausgelöst und in sehr verschiedenen Bedeutungsvarianten von der Philosophie und Soziologie übernommen, ist in der letzten Zeit so vielschichtig geworden, daß man eine einheitliche Definition kaum mehr formulieren kann. Bereits Arnhelm Neusüss hat Ende der 60er Jahre, als die große Utopiewelle in der Forschung noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hatte, in der Einführung zu seinem Buch geschrieben:

„Die Vokabel ‚Utopie‘ ist gegenwärtig ungemein beliebt. Will aber einer wissen, was inhaltlich mit ihr gemeint ist, sieht er sich bald in Verlegenheit. Er steht vor einem Konglomerat höchst verschiedener Definitionsversuche [...]. Die Frage, was denn eigentlich utopisch sei, wird ihm meist zu kurz oder zu lang beantwortet. Entweder nämlich dahin, utopisch seien ‚Romane‘ nach der Art des Thomas Morus, oder es sei die ‚Hoffnung‘, die sich in einem ‚ungeheuren utopischen Vorkommen in der Welt‘[...] manifestiere.“1

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Neusüss, S.13.Google Scholar
  2. 2.
    Karl Heinz Bohrer: Der Lauf des Freitag. Die lädierte Utopie und die Dichter. Eine Analyse, München 1973 (= Reihe Hanser 123); Ders.: Utopie des Augenblicks und Fiktionalität. Die Subjektivierung der Zeit in der modernen Literatur, in: Ders.: Plötzlichkeit. Zum Augenblick des Ästhetischen Scheins, Frankfurt/Main 1981 (= es 1058), S.180–218; Ders.: Utopie ‘Kunstwerk’. Das Beispiel von Friedrich Schlegels Rede aber die Mythologie, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd. 3, S. 303–332.Google Scholar
  3. 3.
    Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung, Frankfurt/Main 1984 (= st 1085 ).Google Scholar
  4. 4.
    Zum Beispiel: Hermann Wiegmann: Utopie als Kategorie der Ästhetik. Zur Begriffsgeschichte der Ästhetik und Poetik, Stuttgart 1980.Google Scholar
  5. 5.
    Man könnte an dieser Stelle zumindest einige allgemeine Einführungen in die Problematik nennen, etwa: Marie Luise Bemeri: Reise durch Utopia, deutsch von R. Orywa, Berlin 1982; Wolfgang Biesterfeld: Die literarische Utopie, Stuttgart 1974 (= Sammlung Metzler 127); Hiltrud Gnüg: Der utopische Roman, München - Zürich 1983; Jean Servier: Der Traum von der großen Harmonie, deutsch von B. Lächler, München 1971.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. z.B. Gisela Dischner und Richard Faber: Romantische Utopie. Utopische Romantik, Hildesheim 1979.Google Scholar
  7. 7.
    Zwei Werke wurden bereits zitiert: Voßkamp/Utopieforschung (3 Bände) und Berghahn/Seeber. Zu den wichtigeren gehören auch: Richard Villgradter und Friedrich Krey (Hg.): Der utopische Roman, Darmstadt 1973. Weiter zitiert als Villgradter/Krey; Hiltrud Gnüg (Hg.): Literarische Utopie-Entwürfe, Frankfurt/Main 1982 (= st 2012). Weiter zitiert als Gnüg/Entwürfe; Gert Ueding (Hg.): Literatur ist Utopie, Frankfurt/Main 1978 (= es 935). Weiter zitiert als Ueding/Utopie.Google Scholar
  8. 8.
    Götz Müller: Gegenwelten. Die Utopie in der deutschen Literatur, Metzler, Stuttgart 1989.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Neusüss, S.23.Google Scholar
  10. 10.
    Ebd., S.33.Google Scholar
  11. 11.
    Ludwig Stockinger: Ficta Respublica. Gattungsgeschichtliche Untersuchungen zur utopischen Erzählung in der deutschen Literatur des frühen 18. Jahrhunderts, Tübingen 1981 (= Hermaea NF, Bd. 45 ), S. 40f.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt/Main 1985 (= stw 554), Bd.I, S.164. Stockinger behauptet zwar, Bloch erkenne “selbst, daß utopische Intention dort am präzisesten sich äußert, wo […] in Negationen gesprochen wird.” (Stockinger: Ficta Respublica, S.40, Anmerkung 85) Doch wird das Nicht bei Bloch immer erst dann produktiv, wenn es sich als Noch-Nicht vermittelt: “Aber das Nicht äußert sich ebenso als die Unzufriedenheit mit dem ihm Gewordenen, daher ist es, wie das Treibende unterhalb alles Werdens, so das Weitertreibende in der Geschichte.” (Das Prinzip Hoffnung, S.360).Google Scholar
  13. 13.
    Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, Frankfurt/Main 1973 (= stw 2 ), S. 55f.Google Scholar
  14. 14.
    Karl Mannheim: Das utopische Bewußtsein, in: Ders.: Ideologie und Utopie, Frankfurt/Main 31952, S.169–184, abgedruckt in: Neusüss, S.265–285, hier S.265.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Krysmanski, S.15, vgl. Neusüss, S.22.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Stockinger: Ficta Respublica, S.49f.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Hans Freyer: Die utopische Insel. Eine Geschichte der Utopien von Platon bis zur Gegenwart, Leipzig 1936. Vgl. dazu auch Stockinger: Ficta Respublica, S.51f.Google Scholar
  18. 18.
    Stockinger: Ficta Respublica, S.52, zu Ruyers Begriff der utopischen Methode vgl. S.52–56.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Krysmanski S.25.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. ebd., S.139–141.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Freyer, S.160.Google Scholar
  22. 22.
    Stockinger: Ficta Respublica, S.95.Google Scholar
  23. 23.
    Stockinger: Ficta Respublica, S.96.Google Scholar
  24. 24.
    Ludwig Stockinger: Aspekte und Probleme der neueren Utopiediskussion in der deutschen Literaturwissenschaft, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd. 1 S. 120–142.Google Scholar
  25. 25.
    Ebd., S.130.Google Scholar
  26. 26.
    Wilhelm Voßkamp: Utopie als Antwort auf Geschichte. Zur Typologie literarischer Utopien in der Neuzeit, in: Geschichte als Literatur: Formen und Grenzen der Repräsentation von Vergangenheit, hg. von Hartmut Eggert, Stuttgart 1990, S.273–283, hier S.274.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Ludwig Stockinger: Überlegungen zur Funktion der utopischen Erzählung in der frühen Neuzeit, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.2, S.229–248. Stockinger meint, daß die utopische Erzählung die öffentliche Ordnung unter der Voraussetzung der Erbsündelosigkeit zeige: “DieGoogle Scholar
  28. Identifizierung dieser Fiktion mit dem Status naturalis betont einerseits den qualitativen Unterschied zum Status legalis, in dem sich notwendig die geschichtliche Welt bis zum Ende der Zeiten befinden muß, und damit die prinzipielle Unmöglichkeit der Verwirklichung dieser Idealvorstellung; sie unterstreicht aber andererseits die Legitimität eines solchen Ideals als Norm: Der Status naturalis ist zwar eine Idee, die nicht verwirklicht werden kann, aber da sie sich auf die ursprüngliche und von Gott gewollte Natur des Menschen bezieht, ist sie ein legitimer Maßstab, an dem die Nähe oder Entfernung einer öffentlichen Ordnung zu diesem summum bonum morale gemessen werden kann.(S.232) […] In der utopischen Erzählung wird […] die Idealität des fiktiven Staates durch die hypothetische Voraussetzung eines allgemeinen Normenkonsensus begründet. Das heißt, daß im Gegenbild des utopischen Staates die Abspaltung der politischen Handlungsnormen von den universalen Normen als zentraler Aspekt des modernen Staates negiert wird. Das die Institutionen und Normen der utopischen Staaten tendenziell so dargestellt werden, daß sie auf einem Konsens vernunftfähiger Bürger beruhen und daß sie diesen Konsens gleichzeitig ermöglichen, führt die utopische Erzählung ein Modell rationaler und innerweltlicher Begründung universaler Normen überhaupt vor, das sich von der Berufung auf Maßstäbe aus der Offenbarung und auf deren Auslegung durch anerkannte Institutionen wesentlich unterscheidet. “(S.240) Seit der Frühaufklärung sei ”die Vorstellung von einem vollkommenen Zustand ohne Erbsünde und damit die Vorstellung von einem Status naturalis als Norm fragwürdig. Damit wird auch die utopische Erzählung in ihrer traditionellen Form unhaltbar. “(242).Google Scholar
  29. 28.
    Peter Uwe Hohendahl: Zum Erzählproblem des utopischen Romans im 18. Jahrhundert, in: Erforschung der deutschen Aufklärung, hg. von Peter Pütz, Meisenheim - Königstein/Ts. 1980 (= Neue wissenschaftliche Bibliothek 94), S.235–245, hier S.244.Google Scholar
  30. 29.
    Vgl. Stockinger: Ficta Respublica, S.47.Google Scholar
  31. 30.
    Hier irrt sich Götz Müller offensichtlich, wenn er die Utopie und die Uchronie so schwach differenziert. Vgl. Götz Müller, S.10.Google Scholar
  32. 31.
    Reinhart Kosellek: Die Verzeitlichung der Utopie, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.3, S.1–14, hier S.5f.Google Scholar
  33. 32.
    Voßkamp: Utopie als Antwort auf Geschichte, S.275.Google Scholar
  34. 33.
    Stockinger: Ficta Respublica, S.27. Vgl. auch die Argumentation in Stockinger: Überlegungen. Vgl. auch Hans-Günter Funke: Zur Geschichte Utopias. Ansätze aufklärerischen Fortschrittsdenkens in der französischen Reiseutopie des 17. Jahrhunderts, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.2, S.299–319. Allerdings sieht Funke in einigen französischen Reiseutopien des 17. Jahrhunderts Ansätze des Fortschrittsdenkens: “Ansätze eines Fortschrittsdenkens werden in der französischen Reiseutopie des 17. Jahrhunderts sowohl im ausgemalten Bilde der fiktiven Realität der Idealstaatsentwürfe gleichsam sinnfällig vorgeführt als auch, zumindest in der Histoire des Ajaoiens Fontenelles, im Rahmen der Fiktion explizit formuliert. ” (S.314).Google Scholar
  35. 34.
    Ähnlich interpretiert dies auch Robert Kalivoda, obwohl er die Konsequenz der Analyse Troussons nicht erreicht. Man kann der Logik seiner Gedankenführung nicht immer zustimmen, während Trousson sehr überzeugend den Unterschied zwischen der Utopie und Uchronie einerseits und dem Millenarismus und Uchronie andererseits anschaulich macht. Kalivoda schreibt zwar, daß die Zeitutopie eher eine “säkularisierte Rückkehr zur grundlegender Zeitfigur […] der emanzipatorisch-utopischen Aktivität aus der Zeit vor Morus” sei (Kalivoda, S.319.), und daß man eher von der Verräumlichung der Utopie bei Moms sprechen sollte, er sieht aber zu undeutlich die Verbindung der Zeitutopie des 18. Jahrhunderts mit dem modernen Fortschrittsdenken, die von grundlegender Bedeutung war. Als erster hat wohl aber Alfred Doren bereits in den 20er Jahren auf diese zwei Stränge utopischen Denkens hingewiesen. Vgl. Alfred Doren: Wunschräume und Wunschzeiten, Berlin 1927, Seiten 158–205 abgedruckt in: Neusüss, S.123177.Google Scholar
  36. 35.
    Raymond Trousson: Utopie, Geschichte Fortschritt. Das Jahr 2440,in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.3, S.15–23, hier S.22f.Google Scholar
  37. 36.
    Wolfgang Braungart: Die Kunst der Utopie. Vom Späthumanismus zur frühen Aufklärung, Stuttgart 1989, S. 14.Google Scholar
  38. 37.
    Ebd., S.15 (Anmerkung). Willibald Steinmetz sieht auch z.B. in Harringtons Oceana (1656) einen Übergang “von utopischem Denken zu rationaler Planung im staatlichen Bereich aufgrund theoretischer Überlegungen und historischer Trendanalysen.” Willibald Steinmetz: Utopie als Staatsplanung? - James Harringtons Oceana von 1656, in: Berghahn/Seeber, S.59–72, hier S.59.Google Scholar
  39. 38.
    Vgl. z.B. Willi Erzgräber: Thomas Moms: Utopia, in: Berghahn/Seeber, S.25–43. Vgl. auch Norbert Elias: Thomas Moms’ Staatskritik. Mit Überlegungen zur Bestimmungen des Begriffs Utopie, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.2, S.101–150, bes. 5. 109–113.Google Scholar
  40. 39.
    Außer den bereits zitierten vgl. auch z.B.: Wilhelm Voßkamp: Thomas Moms’ Utopia: Zur Konstituierung eines gattungsgeschichtlichen Prototyps, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.2, S.183–196. Robert C. Elliot: Die Gestalt Utopias, in: Villgradter/Krey, 5.104–125. Gudrun Honke: Die Rezeption der Utopia im frühen 16. Jahrhundert, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd. 2, S. 168–182.Google Scholar
  41. 40.
    Erzgräber, S.31. Vgl. auch Willi Erzgräber: Utopie und Anti-Utopie in der englischen Literatur. Morus. Morris. Wells. Huxley. Orwell, München 1980 (= Literaturstudium, Bd. 1 ), S. 23–58.Google Scholar
  42. 41.
    Vgl. dazu auch Jack H. Hexter: Das ‘dritte Moment’ der Utopia und seine Bedeutung, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.2, S.151–167: “Während die Autoren späterer Utopien, Architekten tausender geistloser, tapferer, neuer Welten allen Ernstes glaubten, daß ihre Phantasiegebilde das endgültige Modell für die weltliche Erlösung der Menschen darstellten, konnte Moms bei seinen Lesern nicht den törichten Eindruck von Sicherheit erwecken.” (S.165).Google Scholar
  43. 42.
    Michael Winter: Luxus und Pferdestärken. Die Utopie in der industriellen Revolution. Etienne Cabets Icarien, in: Berghahn/Seeber, S.125–145, hier S.133. Vgl. dazu auch Freyer, 5. 158.Google Scholar
  44. 43.
    Winter: Luxus und Pferdestärken, S.134f.Google Scholar
  45. 44.
    Freyer, S.156. Freyers Beispiele sind Bellamys Rückblick aus dem Jahre 2000 und Freiland von Theodor Hertzka. Vgl. dazu auch Krysmanski, S.83.Google Scholar
  46. 45.
    Zur Popularität von Looking Backward siehe: Kenneth M. Roemer: Looking Backward: Popularität, Einfluß und vertraute Entfremdung, in: Berghahn/Seeber, S.146–162.Google Scholar
  47. 46.
    Hans Ulrich Seeber: Thomas Morus’ Utopia (1516) und Edward Bellamys Looking Backward (1888): Ein funktionsgeschichtlicher Vergleich, in: Voßkamp/Utopieforschung, Bd.3, S.357–377, hier S.367.Google Scholar
  48. 47.
    Ebd., S.375.Google Scholar
  49. 48.
    Ebd., S.375.Google Scholar
  50. 49.
    Vgl. ebd., S.371.Google Scholar
  51. 50.
    Ebd., S.374f.Google Scholar
  52. 51.
    Christian Enzensberger: Die Grenzen der literarischen Utopie, in: Akzente, H.1, 1981, S.44–60, hier S.45.Google Scholar
  53. 52.
    Ebd., S.58.Google Scholar
  54. 53.
    Ebd., S.59.Google Scholar
  55. 54.
    Bei Braungart sind es allerdings nicht zwei verschiedene Phänomene, sondern eine Erscheinung; die Tendenz zur Verzeitlichung verbindet sich mit der Wandlung der literarischen Utopie zum Roman.Google Scholar
  56. 55.
    Braungart: Die Kunst der Utopie, S.13.Google Scholar
  57. 56.
    Ludwig Stockinger interpretiert L’Histoire des Sevarambes vor allem als Reisebericht, er thematisiert aber auch die Literarisierung der Gattung, bestätigt auch die Ansätze des Fortschrittsdenkens im Roman: “Vairasse formuliert Jahrzehnte vor der endgültigen Durchsetzung geschichtsphilosophischen Denkens Ansätze der Fortschrittsidee, indem er die Möglichkeit des Übergangs von der Erfahrungswelt zur utopischen Ordnung in einer Erzählung wahrscheinlich zu machen versucht.” Ludwig Stockinger: ‘Realismus’, Mythos und Utopie. Denis Vairasse: L’Histoire des Sevarambes (1677–79), in: Berghahn/Seeber, S.73–94, hier S.90.Google Scholar
  58. 58.
    Ebd., S.145.Google Scholar
  59. 59.
    Auch Krysmanski scheint manchmal, was allerdings 1963 noch verständlich war, die SF-Literatur mit der Utopie zu verwechseln (S.4£), er trennt letztlich doch die beiden Literaturarten voneinander: “Die Science Fiction ist 1…] keineswegs die natürliche Fortentwicklung des traditionellen Staatsromans. Abgesehen davon, daß in ihr etwas vom ”uralten Abenteuerroman fortlebt“, stehe sie in keiner echten europäischen geistesgeschichtlichen Tradition (S 90), sie sei ein ”spezifisch amerikanisches Phänomen“ (S.89). So stellt Krysmanski Kurd Lasswitz’ Auf zwei Planeten eher mit J. Verne in eine Reihe als mit der literarischen Utopie.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Darko Suvin: Poetik der Science Fiction, Frankfurt/Main 1979 (= st 539): “Genau genommen ist die Utopie E…] keine eigene Gattung, sondern nur die sozialpolitische Untergattung der Science Fiction.” (S.88).Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. Götz Müller: “Das Zwei-Welten-Schema der Utopie erscheint als eine Ikone der Entzweiung: der negativen Wirklichkeit, die jeder kennt, steht die unwirkliche Vernunft gegenüber, die kraft der utopischen Fiktion als etwas real Existierendes ausgegeben wird.” (S.139).Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. ebd., S.11.Google Scholar
  63. 63.
    Ebd., S.11f.Google Scholar
  64. 64.
    Ebd., S.146.Google Scholar
  65. 71.
    Albrecht Schöne: Zum Gebrauch des Konjunktivs bei Robert Musil, In: Villgradter/Krey, S.355388, hier S.387.Google Scholar
  66. 72.
    Ebd., S.377. Schöne zitiert Musils Mann ohne Eigenschaften.Google Scholar
  67. 74.
    Bohrer: Der Lauf des Freitag, S.16.Google Scholar
  68. 75.
    Ebd., S.66.Google Scholar
  69. 76.
    Ebd., S.66.Google Scholar
  70. 77.
    Vgl. Bohrer: Utopie des Augenblicks und Fiktionalität.Google Scholar
  71. 78.
    Bohrer: Utopie ‘Kunstwerk’, S.303.Google Scholar
  72. 79.
    Ebd., S.308.Google Scholar
  73. 80.
    Ebd., S.305.Google Scholar
  74. 81.
    Allerdings entsprechen die Titel, die Bohrer hier angibt, nicht immer genau der im nächsten Kapitel dargestellten Antiutopie - Interpretation. Die andere Seite wird z.B. anders typologisiert, Die Strafkolonie sollte man auch nur mit großer Vorsicht im Rahmen der Utopiegeschichte interpretieren. Auch Auf den Marmorklippen von Jünger entspricht nur mit Vorbehalt den Prämissen der Antiutopie.Google Scholar
  75. 82.
    Bohrer: Utopie des Augenblicks und Fiktionalität, S.185f.Google Scholar
  76. 83.
    Vgl. ebd., S.186f.Google Scholar
  77. 84.
    Ebd., S.187.Google Scholar
  78. 85.
    Ebd., S.203.Google Scholar
  79. 86.
    Vgl. ebd., S.217.Google Scholar
  80. 87.
    Vgl. ebd., S.210.Google Scholar
  81. 88.
    Günther Anders: Nach Holocaust 1979, in: Ders.: Besuch in Hades, München 1979, S. 195.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Joanna Jabłkowska
    • 1
  1. 1.ŁódźPolen

Personalised recommendations