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Die privaten Kreditbanken

  • Kurt Hunscha

Zusammenfassung

Der politische Zusammenbruch im Jahre 1945 stellte das private Bankgewerbe in Deutschland vor eine ungewöhnlich schwere Bewährungsprobe. Es hatte nicht nur, wiez. T. andere Gewerbe auch, den größten Teil seiner Arbeitsstätten durch Kriegseinwirkung eingebüßt, sondern war darüber hinaus durch die Stillegung des Hauptbankplatzes Berlin schlagartig der bisherigen Zentren seiner Organisation und seiner liquiditätspolitischen Apparatur beraubt und in Auswirkung der Zonentrennung auch sonstigen schwerwiegenden Eingriffen in seinen Bestand ausgesetzt worden. Für die in Westdeutschland bestehen gebliebenen Institute und vor allem für die nunmehr auf sich selbst angewiesenen westdeutschen Zweigniederlassungen der stillgelegten Berliner Banken ergab sich damit eine völlig neue Situation. Es galt, an Stelle der verloren gegangenen organisatorischen Fäden neue zu knüpfen, neue Formen der Liquiditätssicherung, des interregionalen Geldausgleichs und auch des nach dem Kriege zum Erliegen gekommenen Wertpapierverkehrs zu entwickeln und sich schließlich einem neu errichteten Notenbanksystem und entsprechend neuen Methoden der kreditpolitischen Gesamtsteuerung mit seiner eigenen Geschäftspolitik organisch anzupassen.

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Literatur

  1. 1).
    Wegen weiterer Einzelheiten vgl. Die Bank, Bd. I, Seite 1–32.Google Scholar
  2. 2).
    Bei diesen Gründungen — mit Ausnahme der als Notenbank entstandenen Frankfurter Bank — handelte es sich um die ersten reinen Kreditbanken in Aktienform. Private Notenbanken (z. B. die außerdem als sog. „gemischtes” Bankinstitut gleichzeitig auch das Pfandbrief- und Hypothekengeschäft betreibende Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, gegründet 1835) gab es vereinzelt schon früher.Google Scholar
  3. 3).
    Vgl. „Untersuchung des Bankwesens 1931“, I. Teil, 2. Band, Seite 146.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. „Materialien zur Vorbereitung der Banken-Enquete 1933“, Seite 101 ff.Google Scholar
  5. 5).
    Vgl. oben Seite 15 f.Google Scholar
  6. 1).
    Quellen: Für die Jahre 1913–1932 vergl. „Untersuchung des Bankwesens 1939“, II. Teil, Statistiken, S. 13 ff., Zahlen für die Privatbankiers nach „Bank-Archiv“ 1939, S. 236, und anderem Archivmaterial teilweise geschätzt. Für 1938 vergl. „Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich“ 1939/40, S. 418 ff. (Zahlungen für das alte Reichsgebiet). Die zentralen Spitzeninstitute der Sparkassen und Genossenschaften und die genossenschaftlichen Zentralkassen blieben unberücksichtigt.Google Scholar
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  8. 3).
    Wechsel, Reports und Lombards, Warenvorschüsse, Debitoren.Google Scholar
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    Vgl. „Materialien zur Vorbereitung der Banken-Enquete 19332“, Seite 101 ff.Google Scholar
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    Vgl. oben Seite 15 f.Google Scholar
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    Nur Institute mit Bilanzsummen von 2 Mill. DM und mehr.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1951

Authors and Affiliations

  • Kurt Hunscha
    • 1
  1. 1.Rhein-Main-Bank (früher Dresdner Bank)Frankfurt am MainDeutschland

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