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Der Weg zum 20. Juli 1944

Ein Forschungsbericht
  • Max Braubach
Chapter
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Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 13)

Zusammenfassung

Wollen Sie es mir bitte nicht verübeln, wenn ich diesem Bericht eine kurze persönliche Bemerkung voranschicke. Es ist ursprünglich nicht das Interesse des Historikers gewesen, das mich zur Beschäftigung mit dem führte, was man dann als die deutsche Widerstandsbewegung gegen Hitler bezeichnet hat, sondern das im Grunde zufällige Miterleben des dramatischen Hervortretens dieser Bewegung an einem ihrer wichtigsten Stützpunkte und die tiefe Anteilnahme an dem Geschick von Menschen, mit denen ich mich in Dankbarkeit verbunden fühlte. Daß ich einen General, dessen Stab ich mehrere Jahre hindurch angehört, einen hohen Offizier, in dem ich doch auf weiten Fahrten durch Frankreich und in vielen Gesprächen einen humanistischen Geist von großer Bildung und von verzehrendem Erkenntnisdrang gefunden hatte, plötzlich zu entschlossener revolutionärer Tat schreiten sah, um dann von dem Selbstmordversuch und von dem Ende des Erblindeten am Galgen zu erfahren, hat mich in Erschütterung gepackt und schon in jenen düsteren Tagen in mir den Wunsch geweckt, die Zusammenhänge zu kennen, damit zugleich ihm und denen, die mit ihm den gleichen Weg gingen, so gerecht zu werden, wie sie es meiner Überzeugung nach verdienten. Das hat mich dann auch geleitet, als ich seit 1945 immer wieder in Gesprächen mit Studenten, in Seminarübungen und in Vorträgen jene Zusammenhänge darzulegen suchte, zugleich aber auch der Glaube, daß eine positive Würdigung dessen, was die Männer des 20. Juli wollten und taten, zur politischen Erziehung der Jugend beitragen könnte. So haben also sehr subjektive Momente am Beginn meiner Arbeit auf diesem Felde gestanden. Sie wirken gewiß auch heute noch auf mich. Aber wenn sie Antrieb waren und sind, so werden sie in dem, was ich Ihnen heute vorlege, wie ich glaube, kaum in Erscheinung treten. Denn hier geht es weniger um Stellungnahme und Wertung, als um den in mancher Beziehung vielleicht etwas nüchternen und trockenen Bericht der Erforschung des Wegs zum 20. Juli, d. h. um kurze Angaben über das bis heute zugänglich gewordene Quellenmaterial und dann um eine Zusammenstellung dessen, was wir auf Grund dieser Quellen bisher über Entstehung, Entwicklung, Ausbreitung und Handlungen der Opposition oder Verschwörung, die in der durch das Attentat Stauffenbergs ausgelösten Erhebung ihren Höhe- und Endpunkt fand, als verhältnismäßig gesichert annehmen können.

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Literatur

  1. 2.
    Siehe die Ansprachen bei der Verleihung des Ehrendoktors der juristischen Fakultät der Universität Köln an Lionel Curtis: Speeches by Viscount Simon, Dean Peters and Sir Maurice Bowra on the occasion of the conferment of an honorary degree upon Lionel Curtis by the University of Cologne 21 April 1951, Oxford 1951.Google Scholar
  2. 3.
    Eine entsprechende Äußerung Leuschners aus dem Jahre 1938 bezeugt Severing. Nach Keil II, S. 533, hatte ihm der alte sozialdemokratische Politiker Dr. Albert Südekum schon Pfingsten 1935 versichert, daß, sobald die Reorganisation der Reichswehr abgeschlossen sei, das Militär die Naziherrschaft abschütteln werde: „In spätestens einem Jahr werde es soweit sein. Das sei auch die Meinung des Dr. Schacht, mit dem er noch Fühlung habe. Daraus werde sich zunächst eine Militärherrschaft ergeben, die sich aber wieder zu einem Rechtsstaat, vielleicht zu einer demokratischen Monarchie entwickeln werde.“Google Scholar
  3. 4.
    Siehe den Appendix „Unofficial German Approaches“ bei Woodward-Butler, Documents on British Foreign Policy 1919–1939, III, II, S. 683–692. Kleist sagte von sich, daß er „a Conservative, a Prussian and a Christian” sei, berief sich auf seine Freunde in der Armee und betonte, daß er und seine Gesinnungsgenossen „anti-Nazi“ und „antiwar”, aber nicht „anti-German“ seien. „He was convinced that in the event of the generals deciding to insist on peace, there would be a new system of government within forty-eight hours. Such a government, probably of a monarchist character, could guarantee stability and end the fear of war for ever.”Google Scholar
  4. 5.
    Siehe die eidesstattliche Versicherung des Generals Thomas vom 20. Februar 1946, Dokument Schacht-38, Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher Nürnberg XLI, S. 297/98: „Im August 1939 — am Abend vor dem zunächst beabsichtigten Angriffstermin auf Polen — erschien Schacht zusammen mit General Oster und Dr. Gisevius bei mir in der Wohnung und bat mich, mit ihm zusammen nochmal zu versuchen, den beabsichtigten Angriff auf Polen zu verhindern. Wir fuhren noch in der Nacht zu Admiral Canaris, um mit ihm zusammen Generaloberst Haider aufzusuchen, um diesen in letzter Minute für den Staatsstreich zu gewinnen. Bei Canaris erfuhren wir, daß der Angriffstermin verschoben sei.“Google Scholar
  5. 6.
    Siehe zu den Mitteilungen bei E. Kordt S. 369–375 die bestätigenden Bemerkungen in dem Tagebuch von Ruth Andreas-Friedrich unter dem 30. X. 1939, S. 68. Von den in dem Tagebuch verwandten Decknamen sind Tuch in Kordt, Hinrichs in Peters aufzulösen.Google Scholar
  6. 7.
    Ober die Mitteilungen eines „fanatisch antinazistischen deutschen Offiziers“ an den holländischen Militärattaché über das bevorstehende skandinavische Unternehmen Anfang April und ihre Weiterleitung an Schweden und Dänen siehe auch W. Hubatsch, Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940, 1952, S. 137/38.Google Scholar
  7. 8.
    Ein zusammenfassender Bericht Jakob Wallenbergs über seine Beziehungen zu Goerdeler ist bei Dulles S. 179–184 wiedergegeben.Google Scholar
  8. 10.
    Über den Verlauf der Zusammenkunft, die „wochenlang vorbereitet“ war, siehe vor allem den bei U. v. Hassell S. 379/80 abgedruckten Brief Gerstenmaiers an Hassells Sohn vom 25. Juni 1946.Google Scholar
  9. 11.
    Siehe die Angaben Weinbergers S. 124/25: „Jakob Kaiser und die Männer des 20. Juli waren glühende, ja fanatische Patrioten und sie waren Großdeutsche im vollsten Sinne des Wortes… Jakob Kaiser, Goerdeler und Leuschner, einmal auch Max Habermann, versuchten natürlich auch mich und meine Freunde dazu zu bringen, ihrem Deutschland, dem neuen, dem menschlichen Reich der Deutschen treu zu bleiben oder doch in engster Verbindung mit ihm zu marschieren. Wir aber ließen, bei aller Achtung und Anerkennung ihres Wollens und bei aller Einsicht in die Richtigkeit sehr vieler ihrer Argumente nicht eine Sekunde lang einen Zweifel darüber, daß wir das nicht könnten und daß wir Osterreich wollten, nichts anderes als ein freies, unabhängiges, auch ein von Deutschland unabhängiges Osterreich. Ich weiß…, daß ihnen diese unsere unbeugsam entschlossene Haltung leid war, vielleicht sogar weh getan hat.“Google Scholar
  10. 12.
    Siehe zu den Angaben bei v. Papen, S. 556/67, 594, auch die eidesstattliche Versicherung des Grafen Bismarck-Schönhausen, Dokument Papen-90, Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher Nürnberg XL, S.580/81.Google Scholar
  11. 13.
    Nach den Erinnerungen von Thomas hätten er und Planck den Standpunkt vertreten, daß, nachdem nun der Krieg verloren, eine gewaltsame Beseitigung Hitlers zwecklos sei, da man auch dann nur einen Schmachfrieden erlangen könnte. Von Planck berichtet jedoch Wallenberg, daß er ihm im Sommer 1944 anstelle des zunächst genannten Schlabrendorff als Bote der Verschwörer zwecks Aufnahme von Verhandlungen mit den Alliierten in Stockholm angekündigt worden sei: Dulles S. 183.Google Scholar
  12. 14.
    Angaben über die Anwesenheit Tresckows in Berlin finden sich in den Tagebüchern Hassells und Hermann Kaisers. Nach der Anklageschrift gegen Popitz und Langbehn hatte er Anfang August 1943 eine Besprechung mit Popitz und dem ihm bis dahin unbekannten Langbehn, bei der er anscheinend die Absicht einer Fühlungnahme mit Himmler billigte: Dulles S. 201/02.Google Scholar
  13. 15.
    Siehe z. B. die Aussage des Oberstleutnant Bernardis vor dem Volksgerichtshof am 7. August 1944: „Ich kann diese Tatsache, daß es soweit gekommen ist, vor mir selbst nur damit begründen, daß ich von der Person des Grafen Stauffenberg, ich darf es ruhig so sagen, überzogen war. Er war nicht nur mein Chef, sondern ich hatte eine außerordentliche Hochachtung vor seiner Persönlichkeit, vor seiner Klugheit, und ich wußte auch, daß Stauffenberg bei allen Menschen, mit denen er dienstlich oder privat in Berührung kam…, angesehen und geachtet war.“Google Scholar
  14. 16.
    Über die Besuche Schulenburgs in Paris die Aufzeichnungen von G. v. Falkenhausen und von F. v. Teuchert. Nach meinen eigenen Notizen habe ich ihn, der damals zu dem Stab des mit der Auskämmung der nicht an der Front eingesetzten Formationen betrauten Generals v. Unruh gehörte, am 19. Juni 1943 in Paris kennengelernt. Er muß aber im August wieder in Paris gewesen sein und — nach Teuchert — noch zweimal im Herbst.Google Scholar
  15. 17.
    Zu Bernstorffs Haltung siehe die Bemerkungen von Bruce Lockhart S. 18/19 über die Unterredungen mit ihm in London Ende 1938: „Of all the German critics of the Nazis he was the most fearless and the most outspoken.“Google Scholar
  16. 18.
    Moltke S. 54: „In dem Augenblick, in dem die Gefahr bestand, daß ich in aktive Putschvorbereitung hineingezogen wurde — Stauffenberg kam am Abend des 19. zu Peter —, wurde ich rausgenommen“. Es ist der 19. Januar gemeint und nicht, wie Rothfels S. 152 annahm, der 19. Juli. Ober diese erste Zusammenkunft mit Stauffenberg im Januar hat York in der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof am 7. August ausgesagt. Die Frage, ob Moltke sich doch, wenn er nicht verhaftet worden wäre, für eine Beteiligung hätte gewinnen lassen, läßt sich mit Sicherheit nicht beantworten. G. v. Falkenhausen berichtet in seinen Erinnerungen, daß Moltke ihm bei einem Zusammentreffen in Paris anscheinend im Winter 1943/44, also kurz vor seiner Festnahme, auf Falkenhausens Hinweis auf die Notwendigkeit der gewaltsamen Beseitigung Hitlers entschieden widersprochen habe: »Lassen Sie ihn leben, er und seine Partei müssen bis zum Ende die Verantwortung für •das verhängnisvolle Schicksal tragen, das sie dem deutschen Volk bereitet haben, nur so läßt sich die nationalsozialistische Idee ausrotten.” Ferner sei auf den Bericht von Isa Vermehren, S. 27, über die Unterhaltungen aufmerksam gemacht, die sie mit Moltke in dem Konzentrationslager Ravensbrück hatte: „Sein Interesse an Politik war, wie er mir selber sagte, mehr thoretischer als praktischer Natur, und ganz gewiß ist er nicht unter die revolutionären Aktivisten zu zählen. Im Gegenteil, er ist von Anfang an ein Gegner radikaler Handlungen gewesen, also auch ein Gegner der Attentatsgläubigen; er war klug, genug, vorauszu-sehen, daß ein gelungenes Attentat nicht weniger verhängnisvoll gewesen wäre, als das mißlungene es wurde für alle direkt und indirekt Beteiligten und schließlich für das ganze Volk. Hitler, so meint er, müsse unbedingt sich selbst und sein Regime ungestört zugrunde richten, damit den alten Nationalsozialisten kein Argument zu ihrer Verteidigung blieb.“Google Scholar
  17. 19.
    Über die Vermittlungstätigkeit Wirmers enthalten Anklageschrift und Urteil gegen Goerdeler, Wirmer und Lejeune-Jung manches Material. Im Hinblick auf seine Persönlichkeit ist der Bericht des Justizministers Thierack an Bormann vom B. September über die Verhandlung gegen ihn bemerkenswert: „Den besten Eindruck von den Angeklagten machte Wirmer, der offene und klare Antworten gab und sich rückhaltlos als Gegner des Nationalsozialismus und zu seiner Tat bekannte.“Google Scholar
  18. 20.
    Für die Einstellung Leuschners sei noch auf Weinberger S. 139 hingewiesen, der folgende Äußerung Leuschners überliefert: »Wissen Sie, wenn alles, was zunächst die Militärs besorgen müssen, gut geht und wenn der erste Schrecken überstanden ist, dann kommt es darauf an, wie wir die neue gesellschaftliche Ordnung bauen. Da werden wir dann nicht mehr mit dem Rezept von anno dazumal und auch nicht mehr mit einer Wiederholung der Demokratie nach 1918 auskommen. Wir haben da ganz konkrete Pläne, und Jakob Kaiser und ich gehen da sehr weit miteinander gemeinsam. In dieser neuen gesellschaftlichen Organisation werden auch die Gewerkschaften eine wichtige Rolle spielen und auch die Parteien werden in einer ganz anderen Weise eingesetzt werden. Das versteht Goerdeler nicht ganz, und darüber hat es auch manchmal Differenzen mit ihm und seinen engeren Leuten gegeben.“Google Scholar
  19. 21.
    Meinecke S. 150 berichtet, daß Beck ihm im Mai 1944 gesagt habe, man müsse nach der zu erwartenden Endkatastrophe eine antinazistische Einheitspartei gründen, die von der äußersten Rechten bis zu den Kommunisten reiche. Man könnte daraus schließen, daß Beck mit dem Schritt Lebers und Reichweins einverstanden war.Google Scholar
  20. 22.
    Zu der Frage einer „reaktionären“ Einstellung Goerdelers hat Jakob Kaiser in der Neuen Zeit vom 2. Februar 1947 aus Anlaß seines Todestages Stellung genommen und dabei seiner Überzeugung Ausdruck gegeben, daß er „nicht zuletzt unter dem Einfluß des Arbeiterflügels und der linken Demokraten demokratische und soziale Einsichten gewonnen und sich dazu bekannt” habe: „Er war in der Endphase des Kampfes überzeugt von der Notwendigkeit künftiger demokratischer und radikaler Ordnungen.“Google Scholar
  21. 23.
    Siehe auch das Urteil Liljes S. 56/57: „Der große, kühne Gegenspieler Hitlers war nicht unter ihnen. War auch ihr ethischer Wille rein und ihr persönlicher Mut makellos, so gebrach es der Bewegung als ganzer doch an robuster Entschlußkraft“. Im Anschluß an den Vortrag fand eine ausgedehnte Diskussion statt, an der sich Prälat Prof. Dr. Schreiber, Ministerialrat Dr. Erich Kordt, Ministerialdirektor Bleibtreu, Frau Kultusminister Teusch, Ministerialrat Dr. Kipp, Abgeordneter Jan van Kessel, Professor Dr. Caskel und Abgeordneter Emil Michel beteiligten. Zum Thema des Vortrags selbst wies Prälat Prof Dr. Schreiber auf die Bedeutung der Durcharbeitung der Gestapoakten in Rheinland und Westfalen hin. Er meinte, daß die Initiative des Generals von I-Iase stärker gewesen sei, während die Beteiligung von Popitz vielleicht überschätzt werde; hervorzuheben sei dagegen die Tätigkeit von Sauerbruch. Für die Beziehungen zum Ausland hob er die Informationen, die über Dulles in Bern gingen, neben den Versuchen über den Vatikan hervor. Besondere Beachtung im Hinblick auf Oppositionsbewegungen innerhalb des Parteilagers verdienten der SS-Führer Wolff, auf dessen Initiative dann die Kapitulation in Italien zurückging, und der stellvertretende Berliner Gauleiter Görlitzer. Ministerialrat Dr. Kordt betonte, daß eigentlich nur zweimal gewisse Aussichten für einen Erfolg des Staatsstreichs bestanden hätten, nämlich im September 1938 und im Herbst 1939, daß die Bewegung im übrigen an sehr wesentlichen Schwächen gelitten habe und man nicht versuchen solle, alle Schuld an dem Versagen dem Ausland aufzuhalsen, so sehr auch in der späteren Phase die Casablanca-Formel den Verschwörern geschadet hätte. Ministerialdirektor Bleibtreu bestätigte auf Grund persönlicher Kenntnis das Bild, das in dem Vortrag von General von Tresckow gegeben wurde, und sprach den Wunsch aus, daß dessen sittlich hochstehende Persönlichkeit durch Befragen von Männern aus seiner Umgebung noch stärker herausgearbeitet werde. Professor Dr. Caskel warf die Frage auf, wieweit Himmler und die Gestapo über die Verschwörung unterrichtet waren, wobei er mitteilte, daß man schon Ende 1943 in Kreisen höherer Berliner Polizeioffiziere von einem im Frühjahr bevorstehenden Schlag der Fronde gesprochen habe. In einem Schlußwort nahm Prof. Dr. Braubach sowohl zu den von den übrigen Diskussionsrednern zur Sprache gebrachten allgemeineren Problemen, insbesondere der Frage einer wirksamen Bekämpfung der neuen Dolchstoßlegende, als auch zu den angeführten Anregungen zur Geschichte des Wegs zum 20. Juli Stellung.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Max Braubach
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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