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Der Pazifik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts im regionalen Mächtedreieck China — Japan — Korea

  • Thomas Jäger
  • Gerhard Kümmel

Zusammenfassung

Die Ordnung der Welt wird durch vielfältige Entwicklungen, Prozesse und Ereignisse verändert — zumeist eher inkrementalistisch, manchmal jedoch geradezu revolutionär. Letzteres war der Fall bei dem Verpuffen des Ost-West-Konflikts, der die internationalen Beziehungen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges prägte. Seitdem befindet sich die Weltpolitik in einem Transformationsprozeß. Die Koordinaten internationaler Politik haben sich grundlegend verschoben und den Trend zunehmender Komplexität verstärkt, was wiederum neue und zusehends knifflige Anforderungen an die beteiligten Akteure richtet. Sie werden mehr und mehr die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit in einem immer stärker interdependenten internationalen Umfeld erkennen müssen. Die Artikulation und Implementation von nationalen Interessen hängt jedenfalls in wachsendem Maße von der Anpassung an und der Steuerung von Interdependenzen ab.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Kai M. Schellhorn: Asien nach dem Ende des Kalten Krieges. In: Asien, Nr. 46, Januar 1993, S. 5–22Google Scholar
  2. 2.
    Joachim Glaubitz: Fremde Nachbarn: Tokyo und Moskau. Ihre Beziehungen vom Beginn der 70er Jahre bis zum Ende der Sowjetunion, Baden-Baden 1992;Google Scholar
  3. Leszek Buszynski: Russia and the Asia-Pacific Region. In: Pacific Affairs, 65. Jg., 1992, Nr. 4, S. 486–509Google Scholar
  4. 3.
    Vgl. hierzu auch unseren Beitrag „Isolation und Dissoziation in der internationalen Politik“ in diesem Band.Google Scholar
  5. 4.
    Oskar Weggel: Konstruktive Außenpolitik als Bußeleistung. Beijings Beitrag zur Entspannung in den internationalen Beziehungen. In: China aktuell, 21. Jg., 1992, Nr. 2, S. 87–112, 104Google Scholar
  6. 5.
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  7. 6.
    Zum Hintergrund auch René Herrmann: Technologietransfer als Sanktion: Technologische Kooperation zwischen Japan und den USA. In: Ulrich Menzel (Hg.): Im Schatten des Siegers: Japan, 4 Bde, Bd. 4: Weltwirtschaft und Weltpolitik, Frankfurt am Main 1989, S. 217–277Google Scholar
  8. 7.
    Die Fähigkeit zur Abschreckung gilt auch für die kleineren Staaten der Region wie etwa Taiwan, dessen immens hohe Rüstungsausgaben vorrangig der Luftwaffe zugute kommen, die der chinesischen qualitativ durchaus überlegen ist und mit einer Abschußrate von 1:5 kalkuliert. Oskar Weggel: Die Geschichte Taiwans. Vom 17. Jahrhundert bis heute, Köln — Weimar — Wien 1991, S. 326. Taiwan erhält von den USA Kampfflugzeuge des Typs F-16 und von Paris die moderne Mirage 2000–5. IISS: Strategic Survey 1992–1993, London 1993, S. 128, S. 134. Zur japanischen Militär-und Rüstungspolitik vgl. auch die Beiträge in Heinz E. Maul (Hg.): Militärmacht Japan? Sicherheitspolitik und Streitkräfte, München 1991Google Scholar
  9. 8.
    Thomas U. Berger: From Sword to Chrysanthemum. Japan’s Culture of Anti-militarism. In: International Security, 17. Jg., 1993, Nr. 4, S. 119–150, S. 127Google Scholar
  10. 9.
    The Japan Times, Nr. 37, 1993, S. 3Google Scholar
  11. 10.
    Das Motiv, durch das Beschwören der japanischen Vergangenheit und das Porträt eines militaristischen Japans bessere Kreditbedingungen oder andere wirtschaftliche Konzessionen zu erheischen, spielt dabei sicherlich auch eine gewisse Rolle. Im Vordergrund steht jedoch die reale und genuine Furcht vor japanischen Großmachtambitionen. Anders - für China - William R. Nester: Japan and the Third World. Patterns, Power, Prospects, Basingstoke - London 1992, S. 158Google Scholar
  12. 11.
    Reinhard Drifte: Japan and Its Changing Security Environment. In: Asien, Nr. 48, Juli 1993, S. 72–80, S. 73Google Scholar
  13. 12.
    Shintaro Ishihara: The Japan That Can Say NO, New York - London - Toronto - Sydney - Tokyo - Singapore 1991, S. 106, 113.Google Scholar
  14. Das japanische Original wurde übrigens gemeinsam mit Sony-Chef Aldo Morita verfaßt.Google Scholar
  15. 13.
    George Friedman/Meredith LeBard: The Coming War With Japan, New York 1991Google Scholar
  16. 14.
    Drifte (Anm. 11), S. 74Google Scholar
  17. 15.
    Amitav Acharya: The Association of Southeast Asian Nations:,Security Community’ or,Defence Community’? In: Pacific Affairs, 64. Jg., 1991, Nr. 2, S. 159–177;Google Scholar
  18. ders.: Regional Military-Security Cooperation in the Third World: A Conceptual Analysis of the Relevance and Limitations of ASEAN (Association of Southeast Asian Nations). In: Journal of Peace Research, 29. Jg., 1992, Nr. 1, S. 7–21Google Scholar
  19. 16.
    The Economist vom 31.7. 1993, S. 56Google Scholar
  20. 17.
    Chaiwat Khamchoo: Japan’s Role in Southeast Asian Security:,Plus ca change…`. In: Pacific Affairs, 64. Jg., 1991, Nr. 1, S. 7–22, S. 14. So fordert denn auch der schon erwähnte Ishihara keineswegs eine Aufkündigung der Allianz, sondern ein engeres und gleichberechtigtes Bündnis mit den USA. Ishihara, S. 13, 148Google Scholar
  21. 18.
    Vgl. Ernst-Otto Czempiel: Die Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In: Wilfried von Bredow/Thomas Jäger (Hg.): Japan - Europa - USA. Weltpolitische Konstellationen der neunziger Jahre, Opladen 1994 (i.E.);Google Scholar
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  24. Joachim Glaubitz: Japan - künftige Militärmacht und gleichzeitig Partner des Westens? In: Maul (Hg.) (Anm. 7), S. 363–378, S. 378.Google Scholar
  25. Die Gegenposition bei Khamchoo (Anm. 17), S. 20Google Scholar
  26. 19.
    Berger (Anm. 8), S. 120Google Scholar
  27. 20.
    Nicholas Eberstadt: Can the Two Koreas be One? In: Foreign Affairs, 72. Jg., 1992, Nr. 5, S. 150–165, S. 156;Google Scholar
  28. Nester (Anm. 10), S. 170Google Scholar
  29. 21.
    The Economist vom 7.8. 1993, S. 57f.Google Scholar
  30. Diese Zweifel wurden später relativiert, FAZ vom 5. 11. 1993, S. 6Google Scholar
  31. 22.
    Dies ist vor allem den Japanern ein Dorn im Auge. Drifte (Anm. 11), S. 77Google Scholar
  32. 23.
    Schellhorn (Anm. 1), S. 17Google Scholar
  33. 24.
    Klein (Anm. 5), S. 43Google Scholar
  34. 25.
    Der Fischer Weltalmanach 1993, hrsg. von Mario von Baratta, Frankfurt am Main 1992, Sp. 864f., Sp. 871–902, Sp. 907–928. Man beachte ferner, daß etwa 20 Mio. chinesische Gefängnisinsassen als,Arbeitssklaven` am wirtschaftlichen Prozeß beteiligt sind.Google Scholar
  35. 26.
    Ebd., Sp. 235–237Google Scholar
  36. 27.
    Michael B. Yahuda: The People’s Republic of China at 40: Foreign Relations. In: China Quarterly, Nr. 119, 1989, S. 519–539, S. 532–535. Westliche Beobachter sehen in dem wirtschaftlichen Reformprozeß, der von den Küstenregionen getragen wird, eine „high-risk strategy“ und meinen: „Where economics lead, politics are likely to follow.” IISS (Anm. 7 ), S. 132Google Scholar
  37. 28.
    IISS (Anm. 7), S. 132Google Scholar
  38. 29.
    Dazu Oskar Weggel: Regionalkonflikte in China: Süd gegen Nord, Hamburg 1992, S. 121, S. 172. Siehe auch Mori Akira: Capitalist Winds in Socialist China. In: Japan Quarterly, 40. Jg., 1993, Nr. 1, S. 19–26Google Scholar
  39. 30.
    Weggel (Anm. 4), S. 93Google Scholar
  40. 31.
    Barber B. Conable, Jr. /David M. Lampton: China: The Coming Power. In: Foreign Affairs, 72. Jg., 1992, Nr. 5, S. 133–149, S. 137–141Google Scholar
  41. 32.
    Yahuda (Anm. 27), S. 532. Hinsichtlich Japans wohnen zwei Seelen in der chinesischen Brust: es ist ideal als Wirtschafts-und Technologiepartner, doch befürchtet man japanische Großmachtambitionen. Weggel (Anm. 4 ), S. 103Google Scholar
  42. 33.
    Dazu Yu-Hsi Nieh: Zur Diskussion über die Bildung einer,Großchinesischen Wirtschaftsgemeinschaft’. In: China aktuell, 21. Jg., 1992, Nr. 8, S. 556–558. Vgl. auch Murray Weidenbaum: Greater China: The Next Economic Superpower?, St. Louis 1993Google Scholar
  43. 34.
    China’s Perpetual Revolution“, The Economist vom 14.8.1993, S. 53f.Google Scholar
  44. 35.
    Hierzu auch Thomas U. Berger: Von der Kooperation zur Eindämmung? Die amerikanische Japanpolitik, SWP AP 2807, Ebenhausen September 1993Google Scholar
  45. 36.
    Fischer Weltalmanach 1993 (Anm. 25), Sp. 406Google Scholar
  46. 37.
    Christopher Howe: China, Japan and Economic Interdependence in the Asia Pacific Region. In: China Quarterly, Nr. 124, 1990, S. 662–693, S. 691Google Scholar
  47. 38.
    Dazu ausführlich Dorothea Siems: Japans außenwirtschafts-und entwicklungspolitische Strategien gegenüber China und ASEAN. Ein Beitrag zu den Regionalisierungstendenzen im pazifisch-asiatischen Raum, Frankfurt/M. u.a. 1992. Für japanische Industrielle ist die Herausbildung von Wirtschaftsblöcken durchaus als Schritt zu einem freieren Weltmarkt zu verstehen. Manche, wie der Vorsitzende des Mitsui-Konzerns und des japanischen Foreign Trade Council, Koichiro Ejiri, vertreten die Ansicht, daß Japan gerade wegen seiner globalen Wirtschaftsinteressen kein Mitglied in einem asiatischen Wirtschaftsblock werden solle. Dazu: The Japan Times, Nr. 13, 1993, S. 13 39 Ebd., S. 16Google Scholar
  48. 40.
    Japan, Juni 1993, S. 26f und S. 34f.. Vgl. auch die Übersicht bei Siems, S. 124. Auch die Elektroindustrie betätigt sich in China: Hitachi ist schon seit 1981 in Fujian aktiv, Panasonic seit Ende der 80er Jahre in Peking und Toshiba mit einem 10 Mio. $-joint venture seit 1991 im nordostchinesischen Dalian. Beinahe als Nachzügler kündigte Sony im August 1993 ein joint venture zur Produktion von Videokameras in Shanghai an, wo man 8–9 Mio. $ investieren möchte. The Japan Times, Nr. 36, 1993, S. 13Google Scholar
  49. 41.
    William R. Nester: Japan’s Growing Power over East Asia and the World Economy: Ends and Means, Basingstoke - London 1990Google Scholar
  50. 42.
    Nester (Anm. 10), S. 101Google Scholar
  51. 43.
    Ebd., S. 104, 141, Zitat S. 107. Ähnlich Siems (Anm. 38), S. 235. Vgl. ferner The Japan Times, Nr. 25, 1993, S. 3Google Scholar
  52. 44.
    Ebd., S. 110–112. Die Marktöffnung fordert man auch, weil Tokio damit der weltwirtschaftlichen Führungsposition Japans als wichtigstes Gläubigerland gerecht werde. Etwa Robert Gilpin: Where Does Japan Fit In? In: Kathleen Newland (Hg.): The International Relations of Japan, Basingstoke–London 1990, S. 5–22Google Scholar
  53. 45.
    IISS (Anm. 7), S. 148; Fischer Weltalmanach 1993 (Anm. 25), Sp. 431;Google Scholar
  54. Nikkei Weekly vom 16.8. 1993, S. 19; Nikkei Weekly vom 23.8. 1993, S. 24;Google Scholar
  55. Vgl. zu diesem Abschnitt auch T.W. Kang: Wirtschaftsmacht Korea. Was Sie über Europas nächsten Konkurrenten wissen müssen, Frankfurt am Main - New York 1991Google Scholar
  56. 46.
    Fischer Weltalmanach 1993 (Anm. 25), Sp. 431Google Scholar
  57. 47.
    IISS (Anm. 7), S. 148f.Google Scholar
  58. 48.
    Fischer Weltalmanach 1993 (Anm. 25), Sp. 430Google Scholar
  59. 49.
    Schellhorn (Anm. 1), S. 15Google Scholar
  60. 50.
    Donald Crone: Does Hegemony Matter? The Reorganization of the Pacific Political Economy. In: World Politics, 45. Jg., 1993, Nr. 4, S. 501–525, S. 515.Google Scholar
  61. Zur AFTA vgl. auch Nishiguchi Kiyokatsu: Toward an East Asian Free Trade Area. In: Japan Quarterly, 40. Jg., 1993, Nr. 1, S. 14–18Google Scholar
  62. 51.
    Ebd. und ders.: The Politics of Emerging Pacific Cooperation. In: Pacific Affairs, 65. Jg., 1992, Nr. 1, S. 68–83. Der Vollständigkeit halber sei noch auf kleinere Regionalblöcke wie der East Asia Economic Caucus (EAEC) und das von Mahathir, dem Premierminister Malaysias, vorgeschlagene East Asian Economic Grouping (EAEG) hingewiesen, die sich auf ASEAN, Japan, China und die Nics konzentriert. Beide Vorschläge haben jedoch nur geringe Chancen, da weder Tokio noch Washington an einer Konkurrenz für die APEC interessiert sind. Siems (Anm. 38), S. 189; Schellhorn (Anm. 1 ), S. 13Google Scholar
  63. 52.
    Crone (Anm. 51), S. 80–83. „A Sort of Safety“, The Economist vom 31.7. 1993, S. 56Google Scholar
  64. 53.
    Hanns W. MauII: Germany and Japan: The New Civilian Powers. In: Foreign Affairs, 69. Jg., 1990, Nr. 5, S. 91–106Google Scholar
  65. 54.
    Nester (Anm. 10); ders. (Anm. 41); Ulrich Menzel: Japan und der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum. Tendenzen wachsender Regionalisierung und Hierarchisierung. In: Hanns W. Maull ( Hg. ): Japan und Europa, S. 156–187Google Scholar
  66. 55.
    Howe (Anm. 37); Menzel (Anm. 54)Google Scholar
  67. 56.
    Eberstadt (Anm. 20), S. 160Google Scholar
  68. 57.
    Kay Möller: China und Vietnam 1988–1992: Zurück zur Allianz? In: Asien, Nr. 47, April 1993, S. 5–15, S. 12Google Scholar
  69. 58.
    Grundlegend Robert O. Keohane: After Hegemony. Cooperation and Discord in the World Political Economy, Princeton, N.J. 1984Google Scholar
  70. 59.
    Yahuda (Anm. 27), S. 531. Die letzten Parteikongresse und Zusammenkünfte des ZK unterstrichen die Notwendigkeit weiterer wirtschaftlicher Reformen. Die Befürchtungen der Pekinger Führung über die innenpolitischen Auswirkungen zeigten sich etwa daran, daß man im Oktober 1993 den Verkauf von Satellitenschüsseln untersagte, weil man durch die ausländischen Fernsehprogramme die Stabilität der,sozialistischen Charakterfestigkeit` gefährdet sah.Google Scholar
  71. 60.
    Weggel (Anm. 4)Google Scholar
  72. 61.
    Schellhorn (Anm. 1), S. 9; Weggel (Anm. 4), S. 90. Eine ideologisch motivierte Außenpolitik ließ sich bislang lediglich bei der Stellungnahme zugunsten Serbiens im jugoslawischen Bürgerkrieg feststellen.Google Scholar
  73. 62.
    Möller (Anm. 57), S. 11Google Scholar
  74. 63.
    Hierzu Weggel (Anm. 4), S. 104Google Scholar
  75. 64.
    Dazu auch Penelope Hartland-Thunberg: China, Hong Kong, Taiwan and the World Trading System, London 1990. Anfang September 1993 wurden jedoch die Verhandlungen über die Angleichung der Rechtssysteme abgebrochen, nachdem China vergeblich die Auslieferung von Flugzeugentführern forderte. China hat sich für eine friedliche Integration Taiwans ausgesprochen, allerdings die Anwendung militärischer Mittel noch nicht endgültig ausgeschlossen.Google Scholar
  76. 65.
    Yu-Hsi Nieh: Zu Taiwans neuer Wiedervereinigungspolitik:,Ein chinesischer Staat, zwei politische Gebilde“. In: China aktuell, 20. Jg., 1991, Nr. 4, S. 233–236. Weggel (Anm. 7), S. 330–334; ders.: Taiwan, Hongkong, München 1992, S. 165Google Scholar
  77. 66.
    Ronald Skeldon: Emigration and the Future of Hong Kong; In: Pacific Affairs, 63. Jg., 1990, Nr. 4, S. 500–523, S. 516Google Scholar
  78. 67.
    Hierzu Ralf Horlemann: Hongkong 1997. Systemwandel in rechtlicher und politischer Perspektive, Münster - Hamburg 1992Google Scholar
  79. 68.
    Weggel (Anm. 7), S. 338–340; ders. (Anm. 65), S. 197–200Google Scholar
  80. 69.
    Conable/Lampton (Anm. 31), 141Google Scholar
  81. 70.
    Schellhorn (Anm. 1), S. 10. Zur Frage der Deng-Nachfolge vgl. auch „In Deep Water“, The Economist vom 25.9. 1993, S. 68Google Scholar
  82. 71.
    IISS (Anm. 7), S. 136. Mittlerweile sind rund 17% des BIP vom Augenhandel abhängig. Ebd., S. 133Google Scholar
  83. 72.
    Vgl. hierzu auch William J.F. Jenner: The Tyranny of History. The Roots of China’s Crisis, London 1992;Google Scholar
  84. dt. jetzt unter dem Titel: Chinas langer Weg in die Krise, Stuttgart 1993Google Scholar
  85. 73.
    Der Fischer Weltalmanach 1992, hrsg. von Mario von Baratta, Frankfurt am Main 1991, Sp. 252–254Google Scholar
  86. 74.
    Dazu Richard Rosecrance: Der neue Handelsstaat. Herausforderung für Politik und Wirtschaft, Frankfurt am Main 1987; Mault (Anm. 53);Google Scholar
  87. ders.: Zivilmacht. Die Konzeption und ihre sicherheitspolitische Relevanz. In: Wolfgang Heydrich u.a. (Hg.): Sicherheitspolitik Deutschlands: Neue Konstellationen, Risiken, Instrumente, Baden-Baden 1992, S. 771–786;Google Scholar
  88. Sasaki Yoshitaka: Japan’s Undue International Contribution. In: Japan Quarterly, 40. Jg., 1993, Nr. 3, S. 259–265Google Scholar
  89. 75.
    Takashi Inoguchi: Japan’s International Relations, Boulder, Col. 1991, S. 108;Google Scholar
  90. Wolf Mendl: Japans Außen-und Sicherheitspolitik in Ostasien. In: Mault (Hg.) (Anm. 54 ), S. 188–213;Google Scholar
  91. Henrik und Michèle Schmiegelow: How Japan Affects the International System. In: International Organization, 44. Jg., 1990, Nr. 4, S. 553–588Google Scholar
  92. 76.
    Klein (Anm. 5), S. 46Google Scholar
  93. 77.
    Khamchoo (Anm. 17), S. 14; Mendl (Anm. 75), S. 213Google Scholar
  94. 78.
    Czempiel (Anm. 18). Japan hat im übrigen seiner Industrie verboten, sich am internationalen Rüstungsgeschäft zu beteiligen. Kevenhörster (Anm. 18 ), S. 164Google Scholar
  95. 79.
    Tsuneo Akaha: Japan’s Security Policy after US Hegemony. In: Newland (Hg.) (Anm. 44), S. 147–173, S. 167Google Scholar
  96. 80.
    Wolfgang Möllers: Japan’s Development Policy and Multilateral Institutions: Buying Political Influence? In: Asien, Nr. 44, Juli 1992, S. 5–17, S. 12.Google Scholar
  97. Neben der Sorge um den internationalen Status und der Furcht vor Isolation spielen auch bürokratische Gründe, d.h. die Konkurrenzsituation des Außenministeriums gegenüber anderen japanischen Regierungsstellen eine wichtige Rolle bei der Anhebung der ODA. Dazu Robert M. On, Jr.: The Emergence of Japan’s Foreign Aid Power. New York - Oxford 1990, bes. S. 146Google Scholar
  98. 81.
    Japan, August 1993, S. 141. Zur regionalen Verteilung siehe auch The Japan Times, Nr. 24, 1993, S. 3 und Bernhard May: Japan und die Dritte Welt. Ein schwieriger Lernprozeß. In: Mault (Hg.) (Anm. 54), S. 214–244, S. 220, 222, 226. Man beachte ferner, daß 1992 ca. 35% der japanischen Entwicklungshilfe von den Empfängerländern für Aufträge an japanische Firmen verwendet wurden, was im internationalen Vergleich eine niedrige Quote ist. The Japan Times, Nr. 25, 1993, S. 3Google Scholar
  99. 82.
    Franz Nuscheler: Japans Entwicklungspolitik. Quantitative Superlative und qualitative Defizite, Hamburg 1992Google Scholar
  100. 83.
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  101. 84.
    Khamchoo (Anm. 17), S. 19Google Scholar
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    Purrington (Anm. 83), S. 166, 171f., 173–176. Ausführlich dazu Manfred Pohl: Die japanischen Streitkräfte in die Golfregion? Diskussion um den,japanischen Ernstfall`. In: Maul (Hg.) (Anm. 7 ), S. 338–362Google Scholar
  103. Hartwig Hummel: Japanische Blauhelme: Von der Golfkriegsdebatte zum,PKO-Gesetz`, INEF-Report 3/1992, Duisburg Oktober 1992Google Scholar
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    Japan, August 1993, S. 142f.Google Scholar
  105. 87.
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  106. 88.
    Purrington (Anm. 83), S. 172Google Scholar
  107. 89.
    Schellhorn (Anm. I), S. 10Google Scholar
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  110. 92.
    The Japan Times, Nr. 34, 1993, S. 7; Rezension von Ichiro Ozawas bislang nur auf Japanisch erschienenem Buch „Blueprint for Building a New Japan“ in: The Japan Times, Nr. 36, 1993, S. 6.Google Scholar
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  112. Vgl. zur Verfassungsdiskussion auch Kobayashi Hiroaki: Die japanische Verfassungsproblematik–die Kriegsverzichtsklausel im Zerrbild der Diskussion. In: Maul (Hg.) (Anm. 7 ), S. 226–258Google Scholar
  113. 93.
    Weggel (Anm. 4), S. 96Google Scholar
  114. 94.
    Eberstadt (Anm. 20), S. 150, 160–163Google Scholar
  115. 95.
    Nester (Anm. 10), S. 171Google Scholar
  116. 96.
    Schellhorn (Anm. 1), S. 16. Die,Team Spirit`-Manöver wurden 1992 ausgesetzt, Eberstadt (Anm. 20), S. 158, im November 1993 jedoch mit der,Foal Eagle`-Übung wieder aufgenommen, FAZ vom 16.11. 1993, S. 1Google Scholar
  117. 97.
    Man beachte in diesem Kontext, daß die IAEO in Wien lediglich 35 Personen beschäftigt. Eine Umgehung ihrer Kontrollen scheint nahezu problemlos, vor allem wenn man an die enormen Kosten und die handfesten politisch-militärischen Interessen, die hinter einem Nuklearwaffenprogramm stehen, denkt. Umso naheliegender ist der Schluß, daß Nordkorea tatsächlich über Atomwaffen verfügt.Google Scholar
  118. 98.
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  119. Nikkei Weekly vom 16.8. 1993, S. 19Google Scholar
  120. 99.
    Vgl. hierzu auch unseren Beitrag „Isolation und Dissoziation in der internationalen Politik“ in diesem Band.Google Scholar
  121. 100.
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Thomas Jäger
  • Gerhard Kümmel

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