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Familie als Gespräch. Zu Identität und Interaktionsform familiärer Gemeinschaften

  • Angela Keppler
Chapter

Zusammenfassung

Das Stichwort „Familie als Gespräch“ bezeichnet den aus gemeinsamer Erfahrung gespeisten Orientierungszusammenhang einer Familie, der weder auf biologische oder emotionale Bindungen noch auf ökonomische Abhängigkeiten zurückgeführt werden kann. Wie Hansfried Kellner und Peter L. Berger schon vor Jahren überzeugend ausgeführt haben, erfolgt die „Re-Definition der Welt in der Ehe grundsätzlich mittels des Gesprächs. (...) Das eheliche Gespräch erschafft nicht nur eine neue Welt, sondern sorgt auch dafür, daß sie repariert und fortwährend neu ausgestaltet wird.“1 Dies gilt für die eheliche Gemeinschaft ebenso wie für die Familiengemeinschaft mit Kindern. Dabei wird die Familie als Gemeinschaft weniger durch eine Einigkeit über die Dinge des Lebens als vielmehr durch eine Balance von Konflikten und durch gemeinsame Prozeduren der Aufrechterhaltung einer solchen Balance charakterisiert. Weniger ein Konsens über moralische Grundsätze oder gemeinsame Ziele — so möchte ich zeigen — macht das Rückgrat familiären Lebens aus, als vielmehr ein Konsens des Verfahrens: ein Konsens über die Art der kommunikativen Behandlung der Themen und Ereignisse, die für die Beteiligten auf unterschiedliche Weise wichtig sind.

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Literatur

  1. 1.
    P.L. Berger, H. Kellner, Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Abhandlung zur Mikrosoziologie des Wissens, in: Soziale Welt Jg. 16/1965, S. 220–235, hier S. 220.Google Scholar
  2. 2.
    Ausführlicher dazu und zu verschiedenen anderen Gattungen familiärer Kommunikation: A. Keppler, Tischgespräche. Über Formen kommunikativer Vergemeinschaftung am Beispiel der Konversation in Familien, Frankfurt/M. 1994.Google Scholar
  3. 3.
    G.H. Mead, Mind, Self and Society, Chicago 1934, S. 135–226;Google Scholar
  4. 3a.
    A. Schütz, Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Wien 1960, S. 181–195;Google Scholar
  5. 3b.
    vgl. auch J. Piaget, The Construction of Reality in the Child, New York 1954,CrossRefGoogle Scholar
  6. 3c.
    G. H. Mead, On Social Psychology, Chicago 1964, bes. S. 159,Google Scholar
  7. 3d.
    W. Burgess, The Family as a Unity of Interacting Personalities, in: The Family 7/1926, S. 3–9.Google Scholar
  8. 3e.
    Vgl. C. H. Cooley, Sozial Organization, New York 1909Google Scholar
  9. 3g.
    M. Hutter, Symbolic Interaction and The Study of the Family, in: Foundations of Interpretive Sociology: Original Essays in Symbolic Interaction. Studies in Symbolic Interaction, Supplement 1, 1985, S. 117–152.Google Scholar
  10. 4.
    W. Burgess, The Family as a Unity of Interacting Personalities, in: The Family 7/1926, S. 3–9.Google Scholar
  11. 5.
    In dem zusammen mit Harvey Locke verfassten Buch, The Family from Institution to Companionship (New York 1945) entwickelt Burgess die seitdem in der Familiensoziologie verbreitete These, daß die ökonomischen, erzieherischen, gesundheitsüberwachenden und religiösen Funktionen der Familie im Zuge der Industrialisierung und Urbanisierung zunehmend anderen Institutionen übertragen werden. Der Familie bleibt es nur noch überlassen, für das Glück und die persönliche Entwicklung ihrer Mitglieder Sorge zu tragen. Die Familie basiert nun auf „mutual affection, the sympathetic understanding, and comradeship of its members.“ Ebd., S. VII.Google Scholar
  12. 6.
    Peter. L. Berger, Th. Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Frankfurt 1970, S. 78.Google Scholar
  13. 7.
    Kurt Lüscher, Die ‚postmoderne‘ Familie, in: Universitas 43/1988, S. 1216.Google Scholar
  14. 8.
    Das jüngste ‚Kind‘ in einer der Familien war zum Zeitpunkt der Aufnahmen 16 Jahre alt. Vgl. A. Keppler, Tischgespräche, a.a.O., S.33ff.Google Scholar
  15. 9.
    Familie meint hier weder Kern- noch Kleinfamilie; meine Definition von Familie schließt sich an den von Ch. H. Cooley entwickelten Begriff der „Primärgruppe“ an, dieser „weist ganz einfach jenen Kreis von Personen als zusammenghörig aus, die zueinander in regelmäßigen Interaktionen einer bestimmten Art stehen“ und ist damit „unbelastet von offenen oder versteckten Annahmen über den Umkreis der Familie insbesondere der Kernfamilie (aber nicht nur dieser)“. R. König, Soziologie der Familie, in: Ders., Handbuch der empirischen Sozialforschung II, Stuttgart 1969, S. 209.Google Scholar
  16. 10.
    Im einzelnen handelt es sich bei den Aufnahmen einmal um Tischgespräche aus Familien und Wohngemeinschaften von einer Gesamtdauer von mehr als 100 Stunden. Diese wurden jeweils in den verschiedenen Familien und Wohngemeinschaften von einem Gruppenmitglied über einen längeren Zeitraum (von mindestens einer Woche) auf Tonband aufgenommen. Aus zwei Familien liegen Aufnahmen von jeweils 5–8 Gesprächen aus den Jahren 1984, 1985, 1986, 1987, 1988 und 1989 vor. (In dieser Zeit wurden nicht nur Verlobungen, Hochzeiten und Geburten gefeiert, auch Beerdigungen gaben Anlaß zu Gesprächen und Ereignisrekonstruktionen.) Zum andern besteht der Materialkorpus aus Aufzeichnungen von Gesprächen während sogenannter „Dia-Abende“, wiederum im Kreis verschiedener Familien. Der Untersuchung liegen Aufzeichnungen von 20 mehrstündigen Dia-Abenden aus verschiedenen Familien zugrunde (zum Teil mit paralleler Aufzeichnung der Bilder auf Video, zum Teil ohne Videoaufzeichnung). Dieser umfangreiche Datenkorpus wird komplettiert durch Aufnahmen von Unterhaltungen bei Familienfeiern und Familientreffen in verschiedenen Familien. Bei den Untersuchungsdaten handelt es sich durchweg um Tonbandaufzeichungen „natürlicher“ Interaktionen. Alle Aufzeichnungen wurden ohne die Anwesenheit familienfremder Personen erstellt. Ein Familienmitglied nahm regelmäßig Gespräche in der eigenen Familie mit Hilfe eines kleinen (15 × 10 cm großen) Tonbandgerätes mit eingebautem Mikrophon auf. Dieses Gerät wurde „offen“ in der Nähe des Eßtischs der Familie postiert (z.B. in einem Bücherregal oder auf einem Schrank), so daß es zwar sichtbar war, aber nicht unmittelbar im Blickfeld der Gesprächsteilnehmer lag. Zu Beginn der Aufnahmen waren in den jeweiligen Familien manchmal alle Familienmitglieder über die Aufnahmen informiert, in anderen Familien waren es anfangs nur Teile der Familie (z.B. die Mutter und eines der Kinder). Spätestens am Ende des Aufnahmezeitraums aber wußten alle betroffenen Familienmitglieder Bescheid und waren über die Tatsache und den Zweck der Aufnahmen — mehr oder weniger genau — im Bilde. Die Tonbandaufzeichnungen natürlicher Gespräche, auf die sich diese Untersuchung stützt, werden für die Analyse nach einem Transkriptionsverfahren verschilftet, das sich um größtmögliche Genauigkeit bei der Übertragung mündlicher Rede in schriftsprachliche Texte bemüht. Im Vorgang der Verschriftlichung werden sowohl Dialektfarbungen, Stockungen, Versprecher, Äußerungsüberlappungen, Pausen sowie Intonationskonturen übertragen. Eine Übersicht über die in der Konversationsanalyse üblichen Transkriptionszeichen geben: J. M. Atkinson, J. Heritage (Eds.), Structures of Social Action: Studies in Conversation Analysis, Cambridge 1984. „Voraussetzung dafür, daß etwas zum ‚Datum‘ sozialwissenschaftlicher Analyse werden kann, ist, daß es als ‚Dokument‘ einer Handlung oder Lebensäußerung „diskursiv“ vorliegt, d.h., daß es fixiert ist, immer wieder und in gleicher „Gestalt“ von jedem beliebigen Interpreten angesehen, hin- und hergewendet und damit kontrolliert interpretiert werden kann, und daß schließlich aufgrund dieser dokumentarischen Diskursivität des Interpretationsgegenstandes die Interpretationen sowie deren Methoden ihrerseits kontrolliert, verifiziert oder falsifiziert werden können.Google Scholar
  17. 10a.
    “ H.-G. Soeffner, Anmerkungen zu gemeinsamen Standards standardisierter und nicht-standardisierter Verfahren in der Sozialforschung, in: M. Kaase, M. Küchler (Hg.), Herausforderungen der Empirischen Sozialforschung, Mannheim 1985, S. 115.Google Scholar
  18. 11.
    Zur Analyse sozialer Veranstaltungen s. v. a. die Arbeiten Ervin Goffmans, z.B.: Relations in Public, New York 1963. In der amerikanischen Soziolinguistik finden wir Analysen von „speech events“, die eine gewisse Verwandtschaft zu dem aufweisen, was hier „soziale Veranstaltung“ genannt wird, insofern bei der Analyse sozialer Situationen ganz wesentlich die Form der Kommunikation sowie der Kommunikationsmittel betrachtet wird. Dazu Hymes, D., Model of the Interaction of Language and Social Life, in: D. Hymes, J. Gumperz, (Ed.), Directions in Sociolinguistics. The Ethnography of Communication, Oxford 1986, S. 35–71;Google Scholar
  19. 11a.
    vgl. ebenfalls: M. Saville-Troike, The Ethnography of Communication. An Introduction, Oxford 1989;Google Scholar
  20. 11b.
    J. Sherzer, Namakke, Sumakke, Kormakke. Three Types of Cuna Speech Event, in: R. Bauman, J. Sherzer, (Eds.), Explorations in the Ethnography of Speaking, Cambridge 1989, S. 263–282;Google Scholar
  21. 11c.
    M. K. Forster, When Words Become Deeds: An Analysis of Three Iroquois Longhouse Speech Events, in: Baumann/Sherzer (1989), S. 354–367.Google Scholar
  22. 12.
    Th. Luckmann, Grundformen der gesellschaftlichen Vermittlung des Wissens: Kommunikative Gattungen, in: F. Neidhardt, M. R. Lepsius (Hg.), Kultur und Gesellschaft, Sonderheft 27/1986 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, bes. S. 194. Die Probleme, denen die kommunikative Gattung eine standardisierte Lösung zukommen läßt,, werden damit in gewisser Weise zu „unproblematischen Problemen“: vgl. Peter L. Berger, Th. Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, a.a.O., S. 27Google Scholar
  23. 13.
    Auch Wohngemeinschaften — die mehr sein wollen als bloße Zweckgemeinschaften — haben häufig eine gemeinsame Mahlzeit am Tag.Google Scholar
  24. 14.
    S. Vuchinich, Starting and Stopping Spontaneous Family Conflicts, in: Journal of Marriage and the Family, 49/1987, S. 594Google Scholar
  25. 15.
    Vgl. dazu auch die Arbeiten, die sich mit Konflikten unter Kindern befassen und die übereinstimmend zu dem Ergebnis kommen, daß „opposition“ das kennzeichnende Merkmal dieser Konflikte ist. Vgl. z.B. S. T. Boggs, The Development of Verbal Disputing in Part-Hawaiian Children, in: Language in Society 7/1978, S. 325–344, bes. 328;Google Scholar
  26. 15a.
    D. Brenneis, L. Lein, You Fruithead: A Sociolinguistic Approach to Dispute Settlement, in: S. Ervin-Tripp, C. Mitchell-Kernan (Eds.), Child Discourse, 1977:49–65, bes. S. 56;Google Scholar
  27. 15b.
    M H. Goodwin, Processes of Dispute Management Among Urban Black Children, in: American Ethnologist 9/1982, S. 76–96, bes. S. 88;Google Scholar
  28. 15c.
    D.W. Maynard, How Children Start Arguments, in: Language in Society 14/1985, S. 29 und Ders., On the Functions of Social Conflict Among Children, in: American Sociological Review 50/1985, S. 207–223.Google Scholar
  29. 16.
    Vgl. dazu Maynard (1985b), S. 211: „Opposition, which is taken as defining feature of children’s disputes (...) occurs not with respect to the semantic construction of the offense, however, but relative to what the utterance presupposes.“Google Scholar
  30. 17.
    Vgl. dazu auch W. Klein, Argumentationsanalyse. Ein Begriffsrahmen und ein Beispiel, in: J. Kopperschmidt, H. Schanze (Hg.), Argumente — Argumentation. Interdisziplinäre Problemzugänge, 1985, S. 208ff.Google Scholar
  31. 18.
    G. Simmel, Der Streit, in: Ders., Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, 1983, 6. Aufl., S. 221.Google Scholar
  32. 19.
    Simmel(1983), S.221.Google Scholar
  33. 20.
    S. Vuichinich, Sequencing and Social Structure in Family Conflict, in Social Psychology Quaterly, 1984, Jg.47, S. 217–234. Er schreibt: „the oppositional interchange provides a format for the display and maintenance of social relationships.“ S. 219. Vuchinich untersucht ebenfalls oppositionelle Redezüge in Abhängigkeit vom Familienstatus, d.h. in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht der Sprecher/innen und kommt unter anderem zu dem Ergebnis: „Females transferred more oppositional moves of all types than males. Females thus exhibit more informational and affective social control displays than males. This contrasts with gender differences in other small-group contexts.“ Ebd., S. 231.Google Scholar
  34. 21.
    So zum Beispiel Koalitionen von Kindern gegen die Eltern, oder von Geschwistern untereinander gegen andere etc. Wer kennt nicht den Vorwurf „Du hilfst immer zu ihr“, oder „Ihr seid euch sowieso immer einig“ oder auf der anderen Seite „Du bist nur dagegen, weil ich das sage“. Ein Zitat mag hier für viele mögliche stehen: So sagt Berta (aus Familie Schmidt) z.B. in einer heftigen Diskussion über einen Text, den sie zu Weihnachten in der Familie vorgelesen hat: „Und Carl, I möcht Dir no n (0.5) Du warsch von vornherein gegen n Text weil I en vortrage hon.“ Schmidt 8/C38A/85. — Auf Beschwerden oder Anschuldigungen, so sei nur am Rande vermerkt, wird in der Familie wie andernorts häufig nicht nur wie in unserem oben zitierten Beispiel durch eine Rechtfertigung oder Leugnung bestimmter Tatbestände reagiert, sondern oft auch mit einem „Gegenangriff. Der Spieß wird umgedreht; der Angreifer wird zum Angegriffenen, das Opfer zum Angreifer. Vgl. dazu auch J. M. Atkinson, P. Drew, Order in Court, London 1979, S. 160–169Google Scholar
  35. 22.
    Vgl. dazu aus ganz anderen Kontexten: J. Comaroff, J. Roberts, Rules and Processes: The Cultural Logic of Dispute in an African Kontext, Chicago 1981;Google Scholar
  36. 22a.
    D. Schiffrin, Jewish Argument as Sociability, in: Language in Society 13/1984, S. 311–336Google Scholar
  37. 23.
    A.a.O. (Anm. 1) S. 225Google Scholar
  38. 24.
    Dies betrifft nicht zuletzt die Integration des von den modernen Massenmedien vermittelten Wissens. Hier fungiert die Familie geradezu als ein Relais zwischen öffentlichen und privaten Orientierungen, zwischen generellen und privaten Kenntnissen, zwischen allgemeiner und individueller Sichtweise. Vgl. A. Keppler, a.a.O., inbes. Kap. IV. Der Gesprächsstoff der Medien.Google Scholar
  39. 25.
    Diese These vertritt z.B. G. Levinger, Marital Cohesiveness and Dissolution: An Integrative Review, in: Journal of Marriage and the Family 27/1965, S. 19–28.Google Scholar
  40. 26.
    So schreibt Joan Aldous, „the separation of the occupation and family spheres has been demonstrated to be more myth than reality“: J. Aldous, Occupational Characteristics and Male’s Role Performance in the Family, in: Journal of Marriage and the Family, 31/1969, S. 712.Google Scholar
  41. 27.
    Darüber, daß z. B. außergewöhnliche Arbeitszeiten für Familieninteraktionen problematisch sind, ist die umfangreiche Forschung zu diesem Thema weitgehend einig. Vgl. Z.B. H. Bohen, A. Viveros-Long, Balancing Jobs and Family-Life, Philadelphia, 1981;Google Scholar
  42. 27a.
    P. Boss, H. McCubbin, G. Lester, The Corporate Executive Wife’s Coping Patterns in Response to Routine Husband-Father Absence: Implicators for Family Stress Theory, in: Family Process, Jg. 18, 1979, S. 79–86. Einen interesanten theoretischen Versuch zur Erklärung des Zusammenhangs unterschiedlicher Arbeitszeiten mit der Konstruktion sozialer Wirklichkeit in der Familie bieten R. Gramling, C. Forsyth, Work Scheduling and Family Interaction. A Theoretical Perspective, in: Journal of Family Issues, Jg. 8, 1987, S. 163–175.Google Scholar
  43. 28.
    Wie an den behandelten Beispielen deutlich geworden ist, bedeutet die „zwanglose“ oder „problemlose“ Aggregation kommunikativer Gattungen keineswegs, daß hier ein zwangloser oder gar problemloser Umgang der Beteiligten herrschen müßte. Es ist vielmehr so, daß sich die Beteiligten (als Familienangehörige) darin nahe sind, daß sie (selbst im Streit) einen formal differenzierten Umgang miteinander pflegen.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Angela Keppler

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