Advertisement

Helmuth Plessner (4. Sept. 1892–12. Juni 1985): Von der Philosophie des Lebens zur Soziologie der Person

  • Richard Grathoff
Chapter
  • 82 Downloads

Zusammenfassung

Als Helmuth Plessner diese Worte schrieb, Eingangszeilen seines Hauptwerkes Die Stufen des Organischen und der Mensch aus dem Jahre 1928, da lebte und lehrte er in Köln. Die Universität zu Köln war damals preussische Provinzuniversität, nach dem Krieg 1918 gegründet, wie die Universität in Frankfurt im liberalen Geist der Weimarer Verfassung konzipiert und von Berlin her verwaltet. Man brauchte Universitäten, offen für die Schützengraben-geprägte junge Generation, die sich mit Ernst Jünger in seinem Kriegstagebuch In Stahlgewittern umschrieb, zu der — im eigenen Leid eher unpathetisch — Karl Löwith und Alfred Schütz gehörten, aber auch Theodor Adorno und Max Horkheimer. Das erlösende Wort, mit der diese Generation zur Wissenschaft kam, war das Leben. Den „Lebenskampf“, wie sie den Krieg am Anfang sah, wollte 1914 wie natürlich der 22jährige Plessner als Kriegsfreiwilliger teilen. Aber sein von Geburt verkümmerter rechter Arm wurde vom preussischen Militärarzt auch als schreibunfähig für die Schreibstube der Garnison eingestuft. Das Leben schreibt anders als der Krieg. Die Wege dieser Kriegsgeneration trennten sich bald in radikalen Alternativen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 2.
    Helmuth Plessner, Die Stufen des Organischen und der Mensch: Einleitung in die philosophische Anthropologie, Berlin 1928, (fortan SOM) S. 37Google Scholar
  2. 3.
    Helmuth Plessner, Die verspätete Nation, Stuttgart 1959, (fortan VN), S. 33Google Scholar
  3. 4.
    Helmuth Plessner, Homo Absconditus, (zuerst 1969) Gesammelte Schriften Bd. VIII, Frankfurt a. M. 1985, (fortan HA) S. 363Google Scholar
  4. 5.
    HA, a.a.O., S. 365Google Scholar
  5. 6.
    HA, a.a.O., S. 365Google Scholar
  6. 7.
    Helmuth Plessner, Die wissenschaftliche Idee: Ein Entwurf über ihre Form (zuerst 1913), Gesammelte Schriften I, Frankfurt a.M. 19, (fortan WI) S. 24Google Scholar
  7. 8.
    WI, a.a.O., S. 25Google Scholar
  8. 9.
    WI, a.a.O., S. 25Google Scholar
  9. 10.
    VN, a.a.O., S. 141Google Scholar
  10. 11.
    VN, a.a.O., S. 152Google Scholar
  11. 12.
    Helmuth Plessner, Über Generationsprobleme, Unveröffentlichter Nachlaß, Handschriften Mappe 2, Groningen.Google Scholar
  12. 13.
    Helmuth Plessner, Leserbrief zu Thomas Mann, Unveröffentlichter Nachlaß, Maschinen Ms. Mappe 2, Groningen.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Richard Grathoff

There are no affiliations available

Personalised recommendations