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Die 70er Jahre — Aufbruchshaltungen und Durchbruchsversuche

  • Helga Milz
Chapter
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Part of the Sozialwissenschaftliche Studien book series (SWS, volume 30)

Zusammenfassung

Die westdeutsche Soziologie erfahrt in den 70er Jahren im Gefolge der 68er Revolte eine Phase des Umdenkens. Ihr Theoriegefüge erodiert aufgrund massiver Infragestellungen von innen und außen. Die Kritik an “Elfenbeinthemen” erfolgt schubartig, wird ungleichzeitig und ungleichartig beantwortet und hat eine Umorientierung und Differenzierung der Methodologie der Bewußtseinsforschung zur Folge: Die Subjektperspektive gewinnt an Bedeutung.

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Literatur

  1. 507.
    Pross 1969; im folgenden zitiert als Mädchenstudie.Google Scholar
  2. 508.
    Pross 1973; im folgenden zitiert als Erwerbstätigen-Untersuchung.Google Scholar
  3. 509.
    Pross 1976; im folgenden zitiert als Hausfrauenstudie.Google Scholar
  4. 510.
    Pross 1978; im folgenden zitiert als Männerstudie. Ich beziehe diese Untersuchung ein, weil sie für Pross eine Ergänzung der Erhebungen zum Frau-enbewußtsein bedeutet. Sie vertritt nämlich die Auflassung, daß die Position von Männern wichtige Rahmenbedingungen für das Bewußtsein und die subjektiven und objektiven Möglichkeiten von Frauen darstellt; vgl. Pross 1978:9ff.Google Scholar
  5. 511.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978.Google Scholar
  6. 512.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979.Google Scholar
  7. 513.
    Vgl. Becker-Schmidt/Brandes-Ermoff/Lühring/Schmidt 1981, Becker-Schmidt/Knapp/Rumpf 1981, Becker-Schmidt/ Knapp/Schmidt 1984, Bekker-Schmidt u.a. 1982.Google Scholar
  8. 514.
    Vgl. Beckenbach 1991, der auf diese Vorreiterrolle der IBS verweist; Brunkhorst 1991.Google Scholar
  9. 515.
    Vgl. Dahrendorf 1965 zum Nachholbedarf der deutschen Demokratie.Google Scholar
  10. 516.
    Das RKW ist eine Einrichtung, die unter der Beteiligung der Tarifparteien in “unparitätischer Parität” wissenschaftlich fundierte Beratung im Rahmen der “konzertierten Aktion” zur Bewältigung von sozialen Folgen des technischen Wandels bereitstellt.Google Scholar
  11. 517.
    Das umfangreiche Material, das nun erhoben wird und zur Auswertung gelangt, ist ergiebig. Es gewinnt nicht nur für die Industrie- und Betriebssoziologie an Bedeutung, sondern auch für benachbarten sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die sich auf die Empirie und Theorie des Qualifikationswandels in Produktion und Verwaltung beziehen; vgl. Kern/Schumann 1970a; 1970b:Klappentext; Mergner/Osterland/Pelte 1975; Sieben Berichte 1970; Kern/Schumann 1972 zum Umsteliungsprozeß.Google Scholar
  12. 518.
    Vgl. Popitz/Bahrdt u.a. 1957; Friedeburg 1955; Milz 1972.Google Scholar
  13. 519.
    Die letzte ausführliche Fußnote der 1970 veröffentlichten Fassung von “Industriearbeit und Arbeiterbewußtsein” ist den Ereignissen des Septemberstreiks von 1969 gewidmet. Ihre Deutung wird im Sinne des obigen Resümees vorgenommen. Danach verweisen die sogenannten “wilden” Streiks nicht auf eine selbstbewußte und repolitisierte Arbeiterschaft, vielmehr auf ein letztes Aufbäumen jener Gruppierungen mit traditionelle Qualifikationen,”... deren Bedeutung gerade im Zuge der aktuellen technischen Entwicklung vermindert wird”; Kern/Schumann 1970b:46f., Fn. 20; vgl. dazu Milz 1972.Google Scholar
  14. 520.
    Die Nivellierung der Statusunterschiede zu den ehemals privilegierteren Angestellten führe dazu, daß sich das Selbstwertgefühl der Arbeiterschaft stabilisiere; vgl. Goldthorpe u.a. 1968.Google Scholar
  15. 521.
    Vgl. Kern/Schumann 1970a:278ff.Google Scholar
  16. 522.
    Die Kategorie des Handelns als Gegenstand empirischer Forschungen rückt in den Vordergrund methodologischer Überlegungen. Als adäquate Erhebungsinstrumente erscheinen teilnehmende Beobachtungen, Einzelfallanalysen und vor allem kombinierte Verfahren; vgl. Beckenbach 1991; Voß 1980.Google Scholar
  17. 523.
    Vgl. Schumann u.a. 1971:15911.Google Scholar
  18. 524.
    Beide Positionen wirken aus heutiger Sicht selbstgefällig, anmaßend, besserwisserisch und elitär. Sie messen die Haltung der Arbeitenden an von außen herangetragenen Normen der liberal-reformistischen oder radikal-revolutionären Politikbeteiligung. Sowohl diejenigen, die an eine fortschreitende Integration glauben als auch diejenigen, die Umsturz- und Wandlungsprozesse sehen, werfen dem untersuchten Klientel vor, sich nicht klar und präzise genug zu artikulieren und zu verhalten.Google Scholar
  19. 525.
    Beispiele für ein derart normatives Vorgehen und wissenschaftliches Instrumentalisieren von Befragten und Gesprächspartnern lassen sich für diese Zeit in großer Zahl aufführen: vgl. insbes. die Kritiken dazu von Holzkamp-Osterkamp 1980 und Markard 1980.Google Scholar
  20. 526.
    Die Annahme, daß ein mittleres oder hohes Niveau an kollektiv vertretenen Interessen vorhanden sein müßte, um politisch wirksam zu werden, entbehrt jeder Voraussetzung. In der Geschichte, so auch im Septemberstreik, zeigte sich, daß kleine avantgardistische Gruppierungen politische Initialzündungen vornehmen und Bewegungen in Gang setzen können, — eher und wirkungsvoller als Massenorganisationen mit groß angelegten (Generalstreik-) Plänen.Google Scholar
  21. 527.
    Vgl. Bosch u.a. 1977.Google Scholar
  22. 528.
    Dabei spielen erstmals Frauen eine bemerkenswerte Rolle. Sie treten in dieser Zeit vermehrt in die gewerkschaftlichen Organisationen ein und sind die einzige Gruppierung, deren Anteil steigt. HBV und ÖTV profitieren davon erhebüch; vgl. Müller 1989:635ff.Google Scholar
  23. 529.
    Schäfer/Nedelmann 1969.Google Scholar
  24. 530.
    Narr 1979:489ff.Google Scholar
  25. 531.
    Vgl. Braczyk/Knesebeck/Schmidt 1982 und Schmidt 1982.Google Scholar
  26. 532.
    Vgl. Thomssen 1982:445, 456; Jäggi 1979:443ff., 456.Google Scholar
  27. 533.
    Zur Reflexion der Methoden vgl. Thomssen 1982:2, 45, 321; vgl. Jäggi 1979:472f.Google Scholar
  28. 534.
    Vgl. Narr 1979:522f.Google Scholar
  29. 535.
    Vgl. Thomssen 1982:316–320: Psychologie und Politikwissenschaft beteiligen sich bei der Untersuchung von Bewußtsein, um Anwendungsbezüge herzustellen. Der Deutungsmusteransatz von Neuendorff (1980) als Zugeständnis an eigene und eigensinnige kulturelle Welten in den einzelnen Milieus gewinnt an Plausibilität.Google Scholar
  30. 536.
    Vgl. Neuendorff 1980:27ff.Google Scholar
  31. 537.
    Vgl. Thomssen 1982:321f.Google Scholar
  32. 538.
    Vgl. z.B. den methodenkritischen Beitrag von Ulla Müller auf dem Soziologentag in Dortmund über die Arbeits- und industriesoziologische Perspektive von Frauenarbeit, bei der Frauen in der Tendenz als “defizitäre” Männer begriffen würden. Müller 1985:76ffGoogle Scholar
  33. 539.
    Vgl. den Hinweis von Helge Pross 1984:198ff. auf die Klassifikation und Zuordnung von Frauen gemäß dem Einkommen und Status des Ehemannes oder Vaters.Google Scholar
  34. 540.
    Vgl. Becker-Schmidt 1982:297ff. Sie entdeckt in den heftigen Methodenstreiten Möglichkeiten eines Zusammenwirkens. Das Klima der wissenschaftlichen Auseinandersetzungen über die unbedachten Prämissen vorliegender Forschungen zu Frauenthemen ist in den Anfangen von Neugier und Skepsis, Bitterkeit und Boshaftigkeit gekennzeichnet.Google Scholar
  35. 541.
    Vgl. hierzu die Darstellung bei Brück u.a. 1992:266 und Gravenhorst 1985:104ff.Google Scholar
  36. 542.
    Die vermehrte Bildungsbeteiligung von Frauen, eine alte Forderung der frühen Frauenbewegung, legt nach diesem Verständnis die Grundlage für eine in jeder Hinsicht mit Männern vergleichbare und gleiche Teilhabe an Arbeit und Leistung, Anerkennung und Entgelt.Google Scholar
  37. 543.
    Vgl. Pross 1963 nach Theis 1989:160ff.Google Scholar
  38. 544.
    Vgl. Pross 1969; über den Zusammenhang von Bildung und Status der Frau vgl. Pross 1958; zudem Theis 1989:15f.Google Scholar
  39. 545.
    Ihr erklärtes Ziel ist die Breitenwirkung. Dabei macht Pross Zugeständnisse, die hohe “Kosten” verursachen: Sie nähert sich dem Alltagsdenken an. Um ihrem Anliegen und der “Sache” Gehör zu verschaffen, operiert sie mit Überzeichnungen, Vereinseitigungen und Überspitzungen, die populär und populistisch, gleichwohl auch verzerrend sind und einer vertieften Erkenntnis im Wege stehen. Ein plastisches Beispiel für ihre Art, Soziologie zu praktizieren, ist die Beschäftigung mit der Abtreibungsfrage. Theis 1989:47ff. beschreibt diesen Theorie-Praxis-Bezug für alle Schwerpunktthemen.Google Scholar
  40. 546.
    Vgl. das Kapitel “Die ‘männliche Prägung’ der Universität” von Peisert 1967:14ff.; in der Sicherung und Förderung des weiblichen Nachwuchses sieht bereits Peisert eine der wichtigsten Aufgaben.Google Scholar
  41. 547.
    Pross hat u.a. während ihres Studiums in Heidelberg prominente Frauen der ersten Akademikerinnengeneration und der bürgerlichen Frauenbewegung, wie z.B. Marianne Weber und Marie Baum, persönlich kennengelernt. 1981 kommentiert sie diese Begegnung so: “Sie waren für mich zu alt und zu fern, unvorstellbar, sich mit ihnen zu vergleichen. Heute glaube ich allerdings, daß sie doch ermutigend wirkten.” Zit.n. Theis 1989:22.Google Scholar
  42. 548.
    1981 gibt sie mit zwei weiteren Frauen die bis dahin weitgehend unbekannt sind, gesellschaftspolitisch und wissenschaftlich “hinter den Kulissen “ wirken, einen Band über Emanzipation und Familie heraus, der ihre Dominanz — auch in diesem Frauentrio — dokumentiert. Vgl. Pross/Lehr/Süßmuth 1981.Google Scholar
  43. 549.
    Prägend für ihre Denkweise ist die Bewältigung der deutschen NS-Vergangenheit. Während eines Amerika-Aufenthalts befaßt sie sich erstmals auf wissenschaftlicher Basis mit ihrem späteren Forschungsschwerpunkt. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist aber nicht auf den von Theis immer wieder betonten Einfluß von Neumann auf Pross zurückzuführen, sondern auf den Diskussionskreis der Emigranten, in dem sie, Franz Neumann und andere, sich in den USA bewegen, vgl. dazu Wiggershaus 1986:324f.Google Scholar
  44. 550.
    Vgl. dazu Theis 1989:25ff. Hier wird die zeitlebens systematisch betriebene gesellschaftspolitische Einbindung von Analysen und Empirie auf die “Frankfurt/M.er Zeit” und Verbindung zur Kritischen Theorie zurückgeführt.Google Scholar
  45. 551.
    Vgl. dazu z.B. Pross 1976:10; vgl. auch Theis 1989:25f.Google Scholar
  46. 552.
    Hier spielt die Kategorie der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und Polarisierung eine zentrale Rolle für die Erklärung von Emanzipationsdefiziten; vgl. die Ausführungen zum normativen und utopischen Gehalt der Gleichstellungsforderung bei Pross/Lehr/Süßmuth 1981:14.Google Scholar
  47. 553.
    Das gilt z.B für die Hausfrauenstudie, die nach wie vor die einzige gründliche Studie über Lage und Bewußtsein von deutschen Hausfrauen ist und ebenso für die Männerstudie, die die Basis für die Nachfolgestudie “Der Mann” von Metz-Göckel/Müller 1985 ist.Google Scholar
  48. 554.
    Vgl. Peisert 1967: Anhang, insbes. die graphische Darstellung der regionalen Bildungsdichte als Landkarte.Google Scholar
  49. 555.
    Vgl. die Beiträge von Carnap/Edding 1962, referiert bei Peisert 1967:11ff.Google Scholar
  50. 556.
    Peisert brachte bereits 1967 die Frage nach dem geringen Anteil von Mädchen (Arbeiterkinder, Katholiken, Landbewohner) in eine bildungssoziologische Untersuchung ein und betonte die massiven strukturellen Barrieren. Es werde Frauen immer noch extrem schwer gemacht, an den Universitäten zu studieren und ein Examen zu bestehen. Das habe mit dem Wesen von Frauen weniger zu tun als mit den universitären Strukturen und dem Wesen dieser Institution. Peisert erkennt die Spezifik der Zugangs- und Durchhalteproblematik eindrucksvoll, ohne damit allerdings viel Resonanz zu erzielen. Vgl. dazu insbes. das Kapitel zur Typisierung des weiblichen Studierund Abbruchverhaltens. — Pross faßt diese Untersuchung zusammen und akzentuiert die Ergebnisse in einem wesentlichen Punkt: Notwendigkeit des Studiums für Frauen und Eliminierung aller Ansätze, Geschlechtsunterschiede als biologische Tatsachen herzuleiten. Die Gebär- und Hegefunktion von Frauen will Peisert immerhin noch zum Teil als Erklärungsfaktor für die geringere weibliche Bildungsteilhabe gelten lassen.Google Scholar
  51. 557.
    Vgl. Pross 1973:8.Google Scholar
  52. 558.
    Pross 1976:19. Das ist ein Seitenhieb gegen Stimmen aus der neuen Frauenbewegung.Google Scholar
  53. 559.
    Hausfrauentätigkeit gilt für sie als nicht marktbezogene Arbeit; vgl. Pross 1976:14ff.Google Scholar
  54. 560.
    Bei Pross wie bei anderen in den 50er Jahren in Frankfurt/M. wissenschaftlich Tätigen findet sich ein Bruch im Theorie-Empirie-Diskurs. Die intensive Theoriereflektion wird mit Erhebungsmethoden kombiniert, die nicht so recht “zu passen” scheinen. Diese Addition von Theorie und professioneller Befragung stand im Widerspruch zum Anspruch an qualitative Analysen; vgl. Wiggershaus 1986:534ff.Google Scholar
  55. 561.
    Vgl. Borris 1972:92–104. Hier wird der relativ negativen Einschätzung über das Frauenbewußtsein von Pross und Jaide vehement widerspochen. Die hohe Zufriedenheit der Mädchen mit ihrer Arbeit gründe auf “sozialen Kontakten”, eigenem Geld und Anerkennung.Google Scholar
  56. 562.
    Vgl. Pross 1973:99f., zum Fragebogen 241f., zur Auswahl 11f.Google Scholar
  57. 563.
    Vgl. Pross 1978:183–187 zur Methode und Auswahl der 400 Teilnehmer an der standardisierten schriftlichen Befragung.Google Scholar
  58. 564.
    Vgl. Pross 1976:25–53 zum Fragebogen, zur Auswahl der repräsentativen Stichprobe von verheirateten Frauen zwischen 18 und 54 Jahren vgl. 260f.Google Scholar
  59. 565.
    Die Gruppendiskussion, die einen Grundreiz setzt, ist ein Erbe aus Frankfurt/M. er Zeiten und den Anfangen der qualitativen Sozialforschung.Google Scholar
  60. 566.
    Insgesamt werden knapp hundert Fragen an Arbeiterinnen (40%) und weibliche Angestellte (60%) deutscher Nationalität gerichtet; Beamtinnen der öffentlichen Verwaltung und Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind, werden wegen der Vorgaben des Auftraggebers nicht einbezogen.Google Scholar
  61. 567.
    Vgl. Pross 1976:216f. und Pross 1973.Google Scholar
  62. 568.
    Pross verwendet den Begriff “Grundschicht” synonym.Google Scholar
  63. 569.
    Vgl. Pross 1973:7f., 12f.Google Scholar
  64. 570.
    Gefragt wird beispielsweise nach der Dauer und Qualität der erworbenen beruflichen Ausbildung, dem Status und der hierarchischen Stellung im Betrieb, den derzeit und früher ausgeübten Tätigkeiten, der durchschnittlichen Wege- und Arbeitszeit, der Organisation und dem Zeitaufwand von Haushalts- und Familienaufgaben, der Mithilfe von Mann, Kindern und anderen Familienangehörigen, den denkbaren Alternativen, dem Grad der Zustimmung von Ehemann und Kindern zur Erwerbstätigkeit der Mutter, den Träumen; vgl. Pross 1973: 241ff.Google Scholar
  65. 571.
    Auf der Tagung in Berlin sieht sie 1984, daß sie Fehler gemacht hat. Zur Kritik von Ulla Müller auf dem Berliner Symposium vgl. Müller 1984:41ff. und Pross 1984:168ff.Google Scholar
  66. 572.
    Pross will Emanzipation, um eine Aufhebung der Ungleichheit zwecks Erschließung der hier schlummernden Begabungs- und Partizipationsreserven zu erreichen.Google Scholar
  67. 573.
    Vgl. Theis 1989:155f. Hier werden die Verknüpfungen auf die Tradition von Simmeis Geschlechtersoziologie zurückgeführt.Google Scholar
  68. 574.
    Sie wertet im Stil von Jaide 1969. Mädchen läsen nach eigenen Angaben nie oder selten die Tages- oder Wochenzeitungen. Auch wenn sie die “Tagesschau” sähen, würden sie die Nachrichten nicht dezidiert aufnehmen, weitgehend “ahnungslos” sein und bleiben, ohne darunter zu leiden — Männer wirkten dagegen wie ein “Kollektiv von Weisen”; vgl. Pross 1969:97.Google Scholar
  69. 575.
    Im Vergleich zu Männern seien sie katastrophal apolitisch und schlecht informiert; vgl. Pross 1969:96, 98ff.Google Scholar
  70. 576.
    Das ist eine Anspielung auf die These, Frauen hätten Hitler an die Macht gebracht; vgl. Pross 1969:102.Google Scholar
  71. 577.
    Vgl. z.B. Krüger 1989: Hausarbeitsnahe Bereiche, mittlere Ebenen der Qualifizierung, mittlere zeitliche Dauer und begrenzte finanzielle Investitionen seien auch 20 Jahre später noch für den Ausbildungsweg von Mädchen typisch.Google Scholar
  72. 578.
    Pross 1969:109.Google Scholar
  73. 579.
    Pross 1969:109.Google Scholar
  74. 580.
    Vgl. Pross 1969:56ff.Google Scholar
  75. 581.
    Vgl. Peisert 1967:118, 131f.; Pross 1969:30f., 58ff.Google Scholar
  76. 582.
    Vgl. Pross 1973:113. Sie könnten sich am wenigsten mit ihrer Erwerbstätigkeit bzw. den schlechten Arbeitsplatzbedingungen identifizieren, verstünden die Erwerbsphase als zeitlich begrenzt und hofften darauf daß sie bald beendet sei. Sie wünschten sich am stärksten, für immer Voll-Hausfirau sein zu können, insbesondere wenn sie Kleinkinder zu betreuen hätten.Google Scholar
  77. 583.
    Vgl. Pross 1973:111. Sie hält diese Absicht gleichwohl für unvertretbar und hinderlich für die Durchsetzung von Egalität.Google Scholar
  78. 584.
    Vgl. Pross 1973:112f.Google Scholar
  79. 585.
    Pross 1973:112.Google Scholar
  80. 586.
    Vgl. Pross 1973:115f.Google Scholar
  81. 587.
    Pross 1973:116.Google Scholar
  82. 588.
    Pross 1973:116f.Google Scholar
  83. 589.
    Vgl. Pross 1973:120f.Google Scholar
  84. 590.
    Pross 1973:175.Google Scholar
  85. 591.
    Vgl. Pross 1973:176.Google Scholar
  86. 592.
    Pross 1976:247.Google Scholar
  87. 593.
    Gemeint ist die Mittlere Reife oder ein Äquivalent bzw. die qualifizierte Berufsausbildung an einer Fachschule.Google Scholar
  88. 594.
    Pross 1976:57.Google Scholar
  89. 595.
    Die älteren Frauen aus allen drei Schichten äußern sich über ihre Tätigkeit sehr viel homogener als die jüngeren. Sie neigen dazu, diese für sich selbst relativ rigide zu reglementieren; sie betreiben sie extensiv und tun das, “was getan werden muß”, gerne. Auch da, wo Hausarbeitsverrichtungen von ihnen als einförmig und mühselig bezeichnet werden, empfinden sie sie dennoch als befriedigend, ja beglückend, weil ein Haushalt, “in dem es blinkt und blitzt” (Pross 1976:109), sie mit Stolz erfüllt. Über die Schichtgrenzen hinweg haben die älteren Hausfrauen Normen einer traditionell ausgestalteten Hausfrauenrolle verinnerlicht und akzeptiert, mit hohen Ansprüchen versehen und zeitlich straff durchstrukturiert. Ihr tägliches Bestreben ist darauf gerichtet, die körperlich belastenden Arbeiten wie Bügeln und Putzen zügig zu erledigen, um sich den geruhsameren Tätigkeiten, z.B. der Handarbeit, zuwenden zu können; vgl. Pross 1976:107ff.Google Scholar
  90. 596.
    Jüngere Frauen geben außerordentlich kontroverse Einschätzungen zur Hausarbeit ab. Die Unterschiede korrelieren deutlich mit ihrer Schichtzugehörigkeit Während die Frau deT Grundschicht die Koch- und Putzarbeiten, das Bügeln und Einwecken sowie die Versorgung und Beaufsichtigung der Kinder Tag für Tag relativ klag- und kommentarlos bewerkstelligt, ist die Frau aus der Mittelschicht sowie die aus der oberen Mittelschicht erheblich kritischer und distanzierter. Sie ist bestrebt, sich von der wiederkehrenden Routinetätigkeit und Einförmigkeit der Hausarbeit möglichst unabhängig zu machen, vermeidet oder verabscheut vor allem das Putzen, legt viel Wert darauf., sich der Betreuung ihrer Kinder intensiv zu widmen und dafür frei disponible Stunden “herauszuwirtschaften”. Diese nutzt sie u.a. zur eigenen Regeneration oder aber für das gesellige Beisammensein mit Freundinnen, Nachbarinnen und Verwandten; vgl. Pross 1976:108fGoogle Scholar
  91. 597.
    Vgl. Pross 1976:104ff., 249.Google Scholar
  92. 598.
    Pross 1976:249.Google Scholar
  93. 599.
    Vgl. Pross 1976:205ff., 209: Die meisten Hausfrauen verharren nach Pross in Resignation und Skepsis und einem ebenso diffusen wie hilflosen Unbehagen. Die beruflichen Rückkehrabsichten bleiben mehr oder weniger vage und unverbindlich, die Vorbereitungen für den Wiedereinstieg sind halbherzig. Die Übergangsschwierigkeiten für eine Rückkehr in den alten Beruf sind groß. Eine Unterstützung gibt es nicht. Das trägt dazu bei, daß die älteren Frauen, deren Kinder dem Familienhaushalt entwachsen sind, unzufrieden und unglücklich sind. Eine Berufsrückkehr ist oder scheint ihnen verwehrt, eine sichere Zukunftsperspektive steht und fallt also mit der Gesundheit, Treue und Loyalität des Ehemannes. Eine Scheidung vom, eine Krankheit und der Tod des Alleinverdieners wären für sie die Katastrophe. Auch die Alternative zum Wiedereinstieg ist voll von latenten Bedrohungen.Google Scholar
  94. 600.
    Vgl. Pross 1976:136ff.Google Scholar
  95. 601.
    Vgl. Pross 1976:227ff., 252.Google Scholar
  96. 602.
    Pross 1976:250.Google Scholar
  97. 603.
    Pross 1976:250.Google Scholar
  98. 604.
    Vgl. Pross 1976:155, 157.Google Scholar
  99. 605.
    Pross 1976:159.Google Scholar
  100. 606.
    Pross 1976:160.Google Scholar
  101. 607.
    “(Sie) haben niemals eine Chance gehabt, die Geschlechterideologie in Frage zu stellen oder an der Deutung der bestehende Ordnung als prinzipiell unveränderbarer Naturordnung zu zweifeln. Kein Wunder, daß sie sich fast ausnahmslos zu konservativen Lehren bekennen.” Pross 1976:160.Google Scholar
  102. 608.
    Vgl. Pross 1976:161.Google Scholar
  103. 609.
    Vgl. Pross 1976:164f.Google Scholar
  104. 610.
    Pross 1976:163. Trotz dieser an Schichtspezifika orientierten DiffeTenzierungen bleibt Pross bei der Methode, die Majoritätsmeinungen zu zentrieren und damit die quantitativ überwiegenden konservativen Normen aktuell wie perspektivisch als prägend anzusehen.Google Scholar
  105. 611.
    Pross 1976:168.Google Scholar
  106. 612.
    Vgl. Pross 1976:168, 251ff.Google Scholar
  107. 613.
    Vgl. Pross 1976:217.Google Scholar
  108. 614.
    Pross 1978:145.Google Scholar
  109. 615.
    Vgl. Pross 1978:146, 166, 168.Google Scholar
  110. 616.
    Vgl. Pross 1978:119.Google Scholar
  111. 617.
    Vgl. Pross 1978:153ff.Google Scholar
  112. 618.
    Vgl. Pross 1978:165ff.Google Scholar
  113. 619.
    Pross 1978:11.Google Scholar
  114. 620.
    Vgl. Pross u.a. 1981:17.Google Scholar
  115. 621.
    Pross 1976:111ff.Google Scholar
  116. 622.
    Pross 1976:113.Google Scholar
  117. 623.
    Bei dieser Prognose bezieht Pross sich auf Prämissen, die fragwürdig sind. Das ist eine Beobachtung, die sich auf 20 Jahre Bundesrepublik und Hausfrauendasein beziehen kann, nun aber Brüche aufweist, die Pross in ihrer Fixierung auf die Mehrheitsmeinung übersieht. Unter dem Eindruck der “Mittelstandsgesellschaft” und ihrer Nivellierungstendenzen kann sie Mitte der 70er Jahre noch annehmen, daß die bis dahin prägenden Schichtspezifika abgetragen und nach und nach bedeutunglos werden. Das, vermutet sie, werde sich auch auf der Ebene der Bewußtseinshaltungen in einer Angleichung niederschlagen. Fragwürdig ist, ob und wie dieses Modell bei Hausfrauen wirkt: Bewegen sie sich in die Richtung der Schwerkraft “Gewohnheit” oder in die der “Sprengkraft” Unzufriedenheit? Vgl. Pross 1979:107ffGoogle Scholar
  118. 624.
    Vgl. Hradil 1990:125–150; Geißler 1990:81–103.Google Scholar
  119. 625.
    Vgl. Hradil 1991:363f.Google Scholar
  120. 626.
    Die Geburtenjahrgänge ab cirka 1945 profitieren von der Reform des Grundschulwesens in den 50er Jahren.Google Scholar
  121. 627.
    Sowohl in Köln, München, Dortmund, Hannover, Gottingen als auch in Frankfurt/M. werden in großen Forschungsprojekten Frauenthemen aufgenommen.Google Scholar
  122. 628.
    Insbesondere die in den 60er Jahren durchgeführte große Göttinger Studie von Kern und Schumann über Industriearbeit und Arbeiterbewußtsein, die die einschlägige Debatte über die Polarisierung der Arbeitsqualifikationen und die Differenzierung des Bewußtseins von Produktionsarbeitern in den 70er Jahren maßgeblich beeinflußt, läßt jeden Bezug auf Frauen vermissen. Das soll jetzt nachgetragen werden. Michael Kern ist neben Pross die treibende Kraft bei der Durchsetzung der Projekte.Google Scholar
  123. 629.
    Zahlreiche Übersichten über Streikaktionen gegen Arbeitsplatzvernichtung weisen die Beteiligung von Frauen extra aus und interpretieren die punktuellen Aktionen als Durchbruch, eine Interpretation, die sich bald enttäuscht findet: Die Streikaktivitäten von Frauen breiten sich nicht aus. Was bleibt, ist die Überzeugung, daß Frauen zwar generell zurückhaltener sind, aber sich radikaler und nachhaltiger einmischen, wenn sie sich erstmal zum Protest entschieden haben; vgl. dazu Morawe 1974; Hautsch/Huffschmid/Schwarz/Wiener 1978.Google Scholar
  124. 630.
    Das Phänomen einer aktiven Beteiligung von Frauen an Streiks beschreibt Monique Peton (1976): In der Uhrenfabrik Lip in Besancon findet 1973 eine Besetzung des Betriebes statt. Diese wird bald zu einem Modellfall sozialer Auseinandersetzungen zwischen den Lohnabhängigen auf der einen und “dem” Kapital auf der anderen Seite, weil sich Intellektuelle beteiligen, die kontinuierlich Kontakte zu den Medien halten. Frauen übernehmen die tägliche Versorgung der Streikenden. Die Aktion dokumentiert, daß die Produzentendemokratie realistisch ist, wenn Autonomie in der Selbstverwaltung durch Autarkie in der wirtschaftlichen Versorgung ergänzt wird. Der Reproduktionsarbeit von Frauen kommt für die Erprobung dieses Modells eine große Bedeutung zu.Google Scholar
  125. 631.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:3ff., 558ff. “Im Streiken sind wir arg gut”.Google Scholar
  126. 632.
    Vgl. Prokop 1976; Unterstellte Pross noch offensiv, Reproduktionstätigkeiten seien wie jede andere produktive Tätigkeit als Arbeit zu werten, so legen jetzt mehrere einschlägige Veröffentlichungen, insbesondere die Streitschrift von Bock/Duden 1977, aber auch die Hausarbeitsstudie von Kontos/Walser 1979 beide Aufgabenfelder auseinander und entdecken eher Unterschiedliches: Dem zeitlich strikt strukturierten Abwickeln von arbeitsteiligen Sach-und Funktionsabläufen im Betrieb stehen zuhause mehrschichtige sach- und personenzentrierte Aufgaben gegenüber, die parallel angeschoben und begleitet werden wollen.Google Scholar
  127. 633.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:181ff. stellvertretend und richtungsweisend für den gesellschaftlichen Lebens- und Arbeitszusammenhang von Frauen.Google Scholar
  128. 634.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:4.Google Scholar
  129. 635.
    Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:4.Google Scholar
  130. 636.
    Vgl. Ulich/Groskurth/Bruggemann 1973:113 und Bunz/Jansen/Schacht 1973.Google Scholar
  131. 637.
    Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:7. Die Studie thematisiert die Zwischenlage und entsprechende Orientierung gemäß der Tradition des SOFI vor allem unter dem Gesichtspunkt einer Belastungsdimension, die mit produktionshezogenen Kategorien operiert.Google Scholar
  132. 638.
    Folgende Schnittstellen für die Erfahrung, das Bewußtsein und mögliche Lernschritte werden anvisiert und in den Gesprächen zentriert:Google Scholar
  133. 1.
    Berufseintritt als biographischer Einschnitt;Google Scholar
  134. 2.
    Erfahrung der täglichen häuslichen Arbeitsanforderungen neben der Berufsarbeit;Google Scholar
  135. 3.
    Erfahrung der betrieblichen Anforderungen inclusive der Interessenvertretung von unqualifiziert en und schlecht bezahlten Arbeitskräften, deren reproduktive Aufgaben ignoriert werden und deren betrieblichen Belange nicht bzw. schlecht vertreten werden; vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:6.Google Scholar
  136. 639.
    Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:6.Google Scholar
  137. 640.
    Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:6.Google Scholar
  138. 641.
    Vgl. die Publikationen von Becker-Schmidt/Knapp von 1987 bis heute.Google Scholar
  139. 642.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:57ff. (Anhang).Google Scholar
  140. 643.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979 zum standardisierten Fragebogen: 1–27 (Anhang), zum Leitfaden für das offene Interview: 28–50 (Anhang) und zur Vorlage für die Gruppendiskussion: 51 (Anhang).Google Scholar
  141. 644.
    Die Befragten arbeiten in fünf verschiedenen Betrieben, von denen drei der Elektro- und je einer der Bekleidungs- und Textilindustrie angehören.Google Scholar
  142. 645.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:7fGoogle Scholar
  143. 646.
    Daß Beruf und Familie keineswegs Alternativen, sondern differenzierte und verzahnte Tätigkeitsfelder von Frauen sind, die mit dem Begriff und Problem der Doppelbelastung keineswegs adäquat erfaßt werden, zeigt der Aufsatz über die Familienarbeit im proletarischen Lebenszusammenhang: Bekker-Schmidt/Brandes-Erlhoff/Lühring/Schmidt 1981:75.Google Scholar
  144. 647.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:66ff., 83, 94, 98f.Google Scholar
  145. 648.
    Das gilt insbesondere im Fall der Erkrankung von Kindern.Google Scholar
  146. 649.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:Tab. 55/56.Google Scholar
  147. 650.
    Daran zeigt sich, daß unser Identitätsbegriff., unsere Vorstellungen von Sozialisation, nicht so recht passen, weil sie eine männliche Biographie unterlegen. Dies arbeiten besonders Krüger/Born/Kelle 1989 am Begriff der Statuspassage heraus. Sie beschreiben die Komplikationen einer weiblichen Bildung und Identitätsfindung als “Hängepartie”; vgl. auch Kulke 1991 und Bilden 1991.Google Scholar
  148. 651.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:27ff., 84f., 99f. Ein Beispiel ist der eigene Rock, der in der Arbeitszeit genäht werden darf.; das soziale Klima ist selbst bei schlechtesten Arbeitsbedingungen weit wichtiger, insbesondere wegen der Möglichkeiten, Tips für die Hausarbeit auszutauschen sowie eine Handhabung der Zeitstrukturen mit dem Meister aushandeln zu können.Google Scholar
  149. 652.
    Das ist z.B. der Fall, wenn in Zeiten der Spitzenbelastung, in der Familie und Beruf besondere Leistungen abfordern, Erleichterungen durch Verhandlungen mit dem Meister bzw. dem Betriebsrat erreichbar sind.Google Scholar
  150. 653.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:47f., 53ff., 100 zum Widerspruch und zur “Zwickmühle”.Google Scholar
  151. 654.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:85; das betrifft etwa ein Viertel der befragten Frauen, vgl. 84/85. Sie sehen sich gezwungen, erwerbstätig zu bleiben. Sie würden bei einem besseren Haushaltseinkommen recht gern Voll-Hausfrau werden, Isolation und Langeweile fürchten sie nicht.Google Scholar
  152. 655.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:9, 49ff., 102ff.; die meisten haben kleine oder keine Familien zu versorgen.Google Scholar
  153. 656.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:104f., 50ff., 76ff.Google Scholar
  154. 657.
    Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:579.Google Scholar
  155. 658.
    Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:570.Google Scholar
  156. 659.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:570 und 578.Google Scholar
  157. 660.
    Die vier Phasen der familialen Zyklen, die in das Leben von Frauen eingeflochten sind, werden als Raster der Auswertung zugrundegelegt; vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:11ff., 393ff.Google Scholar
  158. 661.
    Vgl. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:567ff.Google Scholar
  159. 662.
    Vgl. Eckart/Jaensch/Kramer 1979:570ff.Google Scholar
  160. 663.
    Vgl. die Kritik bei Knapp 1981 an der Überzeichnung von Instrumentalismen im Arbeiterbewußtsein.Google Scholar
  161. 664.
    Vgl. Becker-Schmidt/Knapp/Rumpf 1981:59.Google Scholar
  162. 665.
    Im Unterschied zu früheren Bewußtseinsforschungen unterstellen die Hannoveranerinnen bei einem subjektiven Niederschlag von objektiven Widerspruchsstrukturen nicht, daß die Äußerungen oder Einschätzungen der Befragten unausgegoren, nicht zu Ende gedacht o.a. wären. Das tun z.B. Kern/Schumann in der Kommentierung des Arbeiterbewußtseins. Hier wird dagegen konstatiert, daß die subjektive Bedeutung sowohl der Fabrikarbeit als auch der Hausarbeit sich notwendigerweise anders und verschieden gewichtig akzentuiert, wenn der Betrachtungsstandpunkt zum einen die Fabrik, zum anderen die Familie ist. Dieser Perspektivewechsel wird von den Hannoveranerinnen für die Forschung entdeckt.Google Scholar
  163. 666.
    Vgl. Ulrike Prokop 1976:64–82; insbesondere ihre Ausführungen zu den marxistischen Kategorien der Produktivkräfte, Produktionsverhältnisse unter Berücksichtigung von weiblicher Produktion und Reproduktion.Google Scholar
  164. 667.
    Es handelt sich hier um die Auswertung der Lohnarbeitsbiographien von Helgard Kramer in Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:31–178 und ihre Aufsätze im Leviathan — Sonderheft 1981 sowie in dem Sammelband “Methoden der Frauenforschung” 1984.Google Scholar
  165. 668.
    In der Familie als der “Subsistenzalternative” wird nun die Suche nach der weiblichen Widerstandsbereitschaft fortgesetzt. Daraus folgt die Annahme, hier könne Gegenmacht entwickelt und Emanzipation durchgesetzt werden. Damit wird das Konzept einer Emanzipation auf Basis von Differenz, einer Politik des Andersseins, aufgegriffen, das in der frühen Frauenbewegung um 1900 virulent war und von den sogenannten “radikalen Feministinnen” vertreten wurde; vgl. Gerhard/Schlüpmann 1984, insbesondere den Beitrag über Minna Cauer und die Presse der Radikalen Frauenbewegung.Google Scholar
  166. 669.
    Das gilt vor allem für die Hausfrauenstudie und die Berufstätigenuntersuchung von Helge Pross.Google Scholar
  167. 670.
    Dafür finden sich in allen drei industriesoziologischen Studien Hinweise, die im Kapitel 6.4. dokumentiert werden.Google Scholar
  168. 671.
    Vgl. Pross u.a. 1981:17, 21, 25.Google Scholar
  169. 672.
    Vgl. Beck-Gerasheim 1984a:310; Diezinger 1991:135ff.Google Scholar
  170. 673.
    Vgl. Diezinger 1991:102ff.Google Scholar
  171. 674.
    Vgl. Krüger/Born/Kelle 1987; Becker-Schmidt 1984 (vgl. besonders den Forderungskatalog im Anhang).Google Scholar
  172. 675.
    Vgl. Willms-Herget 1985:100; Krüger/Born/Kelle 1989:23f.Google Scholar
  173. 676.
    Vgl. Hofbauer 1979; Engelbrech 1987.Google Scholar
  174. 677.
    Vgl. Handl 1988.Google Scholar
  175. 678.
    Zur begrifflichen Trennung in “materielle Hausarbeit” und “psychische Reproduktionsaufgaben” vgl. Kontos/Walser 1979:89ff. und 97ff. Hier wird in der Kritik an der Auswertung von Pross der Belastungsaspekt durch Beziehungsarbeit und die Unzufriedenheit von Hausfrauen betont. Ihre Überforderung resultiere aus der Verschränkung psychisch-physischer Anforderungen.Google Scholar
  176. 679.
    Da das Befragungssample tendenziell ohnehin die ältere Frau überrepräsentiert, muß bei der Auswertung und Interpretation dieses Bias eine “konservativen” Verzerrung ausgeglichen werden. Denn: Knapp 50% der Frauen sind der Grundschicht zugehörig, gut 50% der Mittelschicht. 20% der befragten Frauen sind jünger, 80% älter als 45. Etwa 50% haben Bildungsvoraussetzungen, die “lebenslange Lernbereitschaften” begünstigen, etwa 45% sind demgegenüber relativ unflexibel, weil sie entweder keine oder eine instrumentelle Haltung gegenüber Bildung einnehmen. Und: Die jüngeren Hausfrauen haben ihre bessere Ausbildung “direkt” erworben, die Frauen aus mittleren Milieus eignen sich “indirekt” Bildung als Kulturgut und Welterkenntnis an, sind autodidaktisch aktiv, nehmen den bildungsbürgerlichen Habitus an und teilen die entsprechend orientierten Interessen und Haltungen. Ihr familiäres Umfeld erwartet und ermöglicht dies. Dadurch werden eher immaterielle Ansprüche aktiviert, während für die Älteren und die der Grundschicht angehörenden Hausfrauen deutlich materielle Orientierungen zentral sind und bleiben; vgl. Pross 1976:55ff.Google Scholar
  177. 680.
    Vgl. Spieß/Nerdinger 1992:567ff., 572.Google Scholar
  178. 681.
    Vgl. dazu Klein 1992:579–594. Die Präferenz für einen gegenständlichen Bezug zur “Welt der Arbeit” entspricht der außerhäuslich-materiellen Orientierung; die Zentrierung von Innen- und Außenbeziehungen zu verschiedenen Personen und Hobbies ist eher immateriellen bzw. postmateriellen Tendenzen zuzuordnen.Google Scholar
  179. 682.
    Vgl. Pross 1976:205. Zudem sind die stark familienorientierten Frauen jene, die die “Verzichtsfigur” als Selbstdeutung benutzen; Berufsinteressierte gehen auch als Hausfrauen ihren Neigungen stärker nach; vgl. Pross 1976:177.Google Scholar
  180. 683.
    Vgl. Pross 1973:121.Google Scholar
  181. 684.
    Auch Pross erkennt 1981, daß sie die Kräfte, die auf einen Wandel drängen und den Unmut, den die Frauenbewegung aufnahm und ventilierte, unterschätzt hat; vgl. Pross/Lehr/ Süßmuth 1981:7–27. Ihre Kritik an der Frauenbewegung wird in den 80er Jahren sehr moderat; vgl. Pross 1984.Google Scholar
  182. 685.
    Vgl. Willms-Herget 1985:99f.Google Scholar
  183. 686.
    Willms-Herget 1985:101ff. nennt in Anlehnung an Oppenheimer die Möglichkeiten der quantitativen und qualitativen Steigerung des Angebots an Frauenarbeitsplätzen.Google Scholar
  184. 687.
    Becker-Schmidt/Brandes-Erlhoff/Lühring/Schmidt 1981:75.Google Scholar
  185. 688.
    Vgl. Becker-Schmidt/Brandes-Erlhoff/Lühring/Schmidt 1981:79ff., 84ff., 90f., 94 und Becker-Schmidt/Knapp/Rumpf 1981:65, 70ff.Google Scholar
  186. 689.
    Vgl. Becker-Schmidt/Knapp/Rumpf 1981:52ff., 57–67.Google Scholar
  187. 690.
    Becker-Schmidt/Knapp/Rumpf 1981:71.Google Scholar
  188. 691.
    Vgl. z.B. Eckart/Jaerisch/Kramer 1979:250ff., 323ff., 228ff., 333, 339, 350, 372f.Google Scholar
  189. 692.
    Vgl. Lappe/Schöll-Schwinghammer 1978:89f.Google Scholar
  190. 693.
    Vgl. dazu Müller 1989.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich GmbH, Opladen 1994

Authors and Affiliations

  • Helga Milz

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