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Veränderte Strukturen sozialer Ungleichheit. Gesellschaftliche Individualisierung — Segen oder Fluch?

  • Wilfried Ferchhoff

Zusammenfassung

Das rapide Wuchern von immer neuen und anderen Strukturtypisierungen und -etikettierungen zur gesellschaftlichen Zeitdiagnose an der Wende ins 21. Jahrhundert — von der postindustriellen über die Freizeit-, Überfluß-, Erlebnis-, Netzwerk-, Informations-, Risiko- und Kommunikationsgesellschaft bis hin zur segmentierten, “gleichgültigen” postmodernen oder egozentrischen, individualisierten Ellenbogen- und Zwei-Drittel-Gesellschaft — scheint im Dikkicht der Interpretationen zur Beurteilung von Lebensverhältnissen in der erweiterten Bundesrepublik Deutschland trotz unterschiedlicher Standpunkte und Sichtweisen eher den Eindruck hektischer Suche als stabilisierter Gewißheit zu machen (Joas 1998). Und die jeweils in einem Begriff zusammengefaßten Gegenwartsdiagnosen der ’neuen Ratlosigkeit’, der Zukunftsungewißheit sowie der ’neuen Unübersichtlichkeit’ kennzeichnen im “Projekt der Moderne” mehr das Beurteilungs- bzw. das Erkenntnisproblem als seine Lösung. Immerhin scheinen solche vereinfachenden, schlagwortartigen Zuspitzungen, freilich mit verschiedenen, aus unterschiedlichen Theorieprogrammen stammenden Akzentuierungen, “wichtige Orientierungsfunktionen in einer schwer überschaubaren und sich (rapide) wandelnden Gesellschaft” zu erfüllen (Hradil 1990, S. 111).

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Wilfried Ferchhoff

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