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Aufwachsen heute: Veränderte Sozialisationsbedingungen in Familie, Schule, Beruf, Freizeit und Gleichaltrigengruppe

  • Wilfried Ferchhoff

Zusammenfassung

Wer in den 90er Jahren ein Bild der Jugend zu schildern versucht, der kommt in einer sozialwissenschaftlich interdisziplinär orientierten Forschungsperspektive nicht umhin, die tiefgreifenden Umbrüche in den Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen entlang ihrer zentralen Lebensbereiche nachzuzeichnen. Jugendliche durchlaufen zwar eine Vielzahl von Statuspassagen, die aber inzwischen immer mehr über Institutionen und Einrichtungen (etwa über das variante Übergänge ermöglichende Bildungssystem) sehr abstrakt gesteuert und geregelt werden und keine direkte sozio-kulturelle und moralisch-pädagogische Einwirkung mehr leisten wollen oder können. Dabei verschwinden alte Rituale und Verbindlichkeiten. Es gilt also neben den institutionalisierten, aber unsichtbarer werdenden sozialen Übergängen zwischen Kindheit und Jugend und zwischen Jugend und Erwachsenensein, die nicht mehr nur lebenslaufbegleitend institutionalisierend kanalisiert und altersklassenspezifisch geregelt sind, insbesondere auch die heutigen, eher entritualisierten Prozesse der “selbstinitiierten” biographischen Übergänge und entinstitutionalisierten Lebenslaufperspektiven sowie vor allem die heutige Vielfalt der jugendlichen Lebenslagen, Lebensformen und Lebensstile in Familie, Schule, Ausbildung, Betrieb, Freizeit und Gleichaltrigengruppe in den Blick zu nehmen. Jugendliche leben i.d.R. in einer Vielzahl und Ausdifferenzierung von Alltagen.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Wilfried Ferchhoff

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