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Der revolutionäre Umbruch im Schulwesen und in der Pädagogik Rußlands

  • Oskar Anweiler
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Zusammenfassung

Die beiden russischen Revolutionen des Jahres 1917, die Februarrevolution und die Oktoberrevolution, stellen in der russischen Schul- und Bildungsgeschichte eine ebenso tiefgreifende Wende dar, wie dies in der politischen und in der Sozialgeschichte der Fall ist. Während der Sturz der Zarenmonarchie in der bürgerlich-demokratischen Revolution auch in pädagogischer und schulpolitischer Hinsicht die liberalen und gemäßigten sozialistischen Reformkräfte freisetzte, konnten sich nach der bolschewistischen Oktoberrevolution die radikalen Verfechter einer „pädagogischen Revolution“ aus marxistischem und anarchistischem Geiste an die Spitze der angestrebten Umwälzungen setzen. Das revolutionäre Pathos ihrer Programme beherrschte die ersten Jahre der Sowjetmacht und erzeugte den Eindruck von einem tiefgreifenden und prinzipiellen Umbruch, von der Morgenröte einer neuen pädagogischen Ära. Die „Bildungsrevolution“ in Rußland übte auf alle progressiven Erzieher im Westen, auch wenn sie der politischen Herrschaft der bolschewistischen Partei ablehnend oder skeptisch gegenüberstanden, lange Zeit hindurch eine überaus starke Faszination aus. Die pädagogischen Experimente jener Jahre galten vielen als Ausdruck der befreiten schöpferischen Kräfte eines jungen Volkes, aber auch als „Laboratorien“ einer neuen Sozialerziehung angesichts der weltweiten Krise des Kapitalismus. 1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. z.B. die Berichte des bekannten amerikanischen Philosophen und Pädagogen John Dewey über seine Studienreise in die Sowjetunion, wiederabgedruckt in: John Dewey’s Impressions of Soviet Russia and the Revolutionary World, Mexico — China — Turkey, ed. W.W. Brickman (New York 1964). — In zahlreichen Berichten deutschsprachiger Publizisten und Künstler über das nachrevolutionäre Rußland wurde ebenfalls stets den Erziehungs- und Schulproblemen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Vgl. z.B. : A. Holitscher, Drei Monate in Sowjet-Rußland (Berlin 1921);Google Scholar
  2. 1a.
    H. Vogeler, Reise durch Rußland. Die Geburt des neuen Menschen (Dresden 1925);Google Scholar
  3. 1b.
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  5. 3.
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  6. 3a.
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  7. 4.
    Diesen Zusammenhang entwickelt im einzelnen die folgende Monographie des Verfassers, auf die sich auch dieser Beitrag teilweise stützt: O. Anweiler, Geschichte der Schule und Pädagogik in Rußland vom Ende des Zarenreiches bis zum Beginn der Stalin-Ära (= Erziehungswissenschaftliche Veröffentlichungen des Osteuropa-Institut an der Freien Universität Berlin 1, Berlin 1964, 21978).Google Scholar
  8. 5.
    Vgl. N. Hans, The Russian Tradition in Education (London 1963).Google Scholar
  9. 6.
    Vgl. R. Löwenthal, Von der gelenkten Revolution von oben zur spontanen Evolution von unten. In: Sowjetische Innenpolitik, ed. R. Löwenthal, B. Meissner (Stuttgart 1968) 114–129.Google Scholar
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  12. 8.
    Einzelheiten bei: K. Bendrikov, Voprosy narodnogo obrazovanija pri Vremennom pravitel’stve [Fragen der Volksbildung unter der Provisorischen Regierung]. In: Narodnoe prosveščenie 10 (1927) Nr. 3, 103–112, Nr. 5, 110–117, Nr. 104–111.Google Scholar
  13. 9.
    Deutscher Wortlaut in: Die sowjetische Bildungspolitik seit 1917, Dokumente und Texte, ed. O. Anweiler, K. Meyer (Heidelberg 1961) 55.Google Scholar
  14. 10.
    Bendrikov, Narodone prosveščenie 10 (1927) Nr. 3, 107.Google Scholar
  15. 11.
    Vgl. Anweiler, Geschichte 141–143.Google Scholar
  16. 12.
    Diese Einteilung der pädagogischen Richtungen wird näher begründet in: Anweiler, Geschichte 164–177.Google Scholar
  17. 13.
    Deutscher Wortlaut in: Anweiler / Meyer 66–89.Google Scholar
  18. 14.
    Vgl. R. Lorenz, Sozialgeschichte der Sowjetunion 1, 1917–1945 (Frankfurt am Main 1976).Google Scholar
  19. 15.
    Vgl. O. Anweiler, Gesellschaftliche Mitwirkung und Schulverfassung in Bildungssystemen staatssozialistischer Prägung. In: Bildung und Erziehung 26 (1973) 260–272.Google Scholar
  20. 16.
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  21. 17.
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  22. 18.
    Statut der Einheits-Arbeitsschule vom 18.12.1923. In: Narodnoe obrazovanie v SSSR 146–150. — Deutscher Wortlaut (auszugsweise) in: Anweiler /Meyer 127–133.Google Scholar
  23. 19.
    Vgl. Protokoly I-go Vserossijskogo s-ezda po prosveščeniju [Protokoll des I. Allrussischen Kongresses für das Bildungswesen] (Moskau 1919). — Anweiler, Geschichte 113–117.Google Scholar
  24. 20.
    Viktor Nikolaevič Šul’gin (1894–1965), der Hauptvertreter der „Linken“ in den Auseinandersetzungen um 1930, trat 1958 mit einer kleinen Erinnerungsschrift „Pamjatnye vstreči“ [Denkwürdige Begegnungen] noch einmal an die Öffentlichkeit. — Vgl. zu seiner Konzeption und den Kontroversen im einzelnen: Anweiler, Geschichte 408–427.Google Scholar
  25. 21.
    V.I. Lenin, Über Bildungspolitik und Pädagogik, ed. G. Uhlig 2 (Berlin 1975) 140. — Die zweibändige Auswahl der pädagogisch relevanten Aussagen Lenins benutzt die im Dietz Verlag (Berlin 1955 ff.) erschienene deutschsprachige Ausgabe der Werke Lenins.Google Scholar
  26. 22.
    Einen Zugang zu den Auffassungen des Proletkul’t ermöglicht die deutsche Textauswahl von P. Gorsen, E. Knödler-Bunte, Proletkult 1: System einer proletarischen Kultur. Proletkult 2: Zur Praxis und Theorie einer proletarischen Kulturrevolution in Sowjetrußland 1917 bis 1925 (= Problemata 22, Stuttgart-Bad Cannstatt 1974) 1 und 2. Vgl. D. Geyer, Arbeiterbewegung und „Kulturrevolution“ in Rußland. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 10 (1962) 43 – 55.Google Scholar
  27. 22a.
    G. Erler, Der Proletkult und seine Gegner. Alternative Kulturkonzeptionen der frühen Sowjetzeit (Phil. Diss. Freiburg 1975).Google Scholar
  28. 23.
    Gorsen/Knödler-Bunte, Proletkult 1, 36.Google Scholar
  29. 24.
    Deutscher Wortlaut des Artikels von Bogdanov (auszugsweise) in: Proletkult 2, 7–28.Google Scholar
  30. 25.
    Es fehlt bisher an einer systematischen Untersuchung der Erziehungs- und Bildungsvorstellungen bei Bogdanov und dem Proletkul’t. Einen bemerkenswerten Anfang machte F. Lilge, Lenin and the Politics of Education. In: Slavic Review 27 (1968) 230 bis 257.Google Scholar
  31. 26.
    Deutscher Wortlaut in: Anweiler/Meyer 91 f.Google Scholar
  32. 27.
    Lenin, Über Bildungspolitik und Pädagogik 2, 136–152.Google Scholar
  33. 28.
    Lunačarskijs Aufruf vom 29.10. (11.11.) 1917 im deutschen Wortlaut in: Anweiler/Meyer 55–60; Lenins „Tageblätter“ (1923) in: Lenin, Über Bildungspolitik und Pädagogik 2, 264–269.Google Scholar
  34. 29.
    Lenin, Über Bildungspolitik und Pädagogik 2, 265.Google Scholar
  35. 30.
  36. 31.
    Vgl. V.A. Kumanev, Revoljucija i prosveščenie mass [Revolution und Massenbildung] (Moskau 1973). — KPSS vo glave kul’turnoj revoljucii v SSSR [Die KPdSU an der Spitze der Kulturrevolution in der UdSSR] (Moskau 1972).Google Scholar
  37. 32.
    Vgl. J.D. Morison, Educational Expansion and Revolution in Russia, 1801 to 1917. In: Paedagogica Histo-rica 9 (1969) 400–424. — Anweiler, Geschichte 33 bis 42.Google Scholar
  38. 33.
    Krupskaja, Pedagogičeskie sočinenija 7, 14.Google Scholar
  39. 34.
    Ebd. 39–46.Google Scholar
  40. 35.
    Deutscher Wortlaut (auszugsweise) in: Anweiler/Meyer 92–95.Google Scholar
  41. 36.
    Die Volkszählung vom 17.1.1939 ergab, daß 89,1 % der Altersklasse zwischen 9 und 49 Jahren lesen und schreiben konnten; im Jahre 1959 betrug dieser Anteil 98,5 %. Vgl. J.M. Bogdanov, Gramotnost’ i obrazo-vanie v dorevoljucjonnoj Rossii i SSSR [Alphabetismus und Bildung im vorrevolutionären Rußland und in der UdSSR] (Moskau 1964).Google Scholar
  42. 37.
    A.G. Rašin, Gramotnost’ i narodnoe obrazovanie v Rossii v XIX i načale XX v. [Alphabetismus und Volksbildung in Rußland im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert]. In: Istorfčeskie zapiski 37 (1951) 66.Google Scholar
  43. 38.
    Einzelheiten bei Anweiler, Geschichte 220–223.Google Scholar
  44. 39.
    Ebd. 349–356.Google Scholar
  45. 40.
    Vgl. Anweiler, Bildungspolitik und Sozialstruktur in der Sowjetunion. In: Ders., Die Sowjetpädagogik in der Welt von heute (Heidelberg 1968) 82–114.Google Scholar
  46. 41.
    Vgl. N.M. Katunceva, Vozniknovenie rabočich fakul’tetov i ich rol’ v formirovanii kadrov novoj sovetskoj intelligencii (1919 – 1925 gg.) [Die Entstehung der Arbeiterfakultären und ihre Rolle bei der Heranbildung der Kader der neuen sowjetischen Intelligenz, 1919–1925]. In: Istoričeskie zapiski 51 (1955) 133 – 156. — Anweiler, Geschichte 207–209.Google Scholar
  47. 42.
    Gorsen/Knödler-Bunte, Proletkult 2, 16.Google Scholar
  48. 43.
    A.S. Makarenko, Werke 7 (Berlin 1957) 340f.Google Scholar
  49. 44.
    S.T. Šackij, Puti massovoj pedagogičeskoj raboty za 10 let [Wege der pädagogischen Massenarbeit in zehn Jahren]. In: Narodnoe prosveščenie 11 (1928) 1, 116–126. Vgl. die deutschsprachige Auswahl: S.T. Schazki, Ausgewählte pädagogische Schriften, ed. I. Rüttenauer und B. Schiff (= Erziehungswissenschaftliche Veröffentlichungen des Osteuropa-Instituts an der Freien Universität Berlin 4, Berlin 1970).Google Scholar
  50. 45.
    Anweiler /Meyer 84.Google Scholar
  51. 46.
    Vgl. Anweiler, Geschichte 234f.Google Scholar
  52. 47.
    A.S. Makarenko, Werke 5 (Berlin 1961) 462, 478. Vgl. Anweiler, A.S. Makarenko und die Pädagogik seiner Zeit. In: Ders., Die Sowjetpädagogik 33–66.Google Scholar
  53. 48.
    Anweiler /Meyer 69.Google Scholar
  54. 49.
  55. 50.
    Vgl. die deutsche Neuausgabe: P.P. Blonskij, Die Arbeitsschule, ed. H.E. Wittig (= Schöninghs Sammlung pädagogischer Schriften, Paderborn 1973).Google Scholar
  56. 51.
    Krupskaja, Pedagogičeskie sočinenija 4, 23.Google Scholar
  57. 52.
    Anweiler/ Meyer 76.Google Scholar
  58. 53.
    Darüber berichtet Krupskaja, Pedagogičeskie sočinenija 4, 435 f.Google Scholar
  59. 54.
    Lenins Notizen über polytechnische Bildung, die er Krupskaja Ende 1920 für die Parteikonferenz über Fragen der Volksbildung übergab, wurden erst 1929 veröffentlicht. Lenin, Über Bildungspolitik und Pädagogik 2, 183–185.Google Scholar
  60. 55.
    G. Gordon, Problema vospitanija i obrazovanija v Sovetskom gosudarstve [Das Problem der Erziehung und Bildung im Sowjetstaat]. In: Na putjach k novoj Škole 1 (1922) Nr. 3, 81–90.Google Scholar
  61. 56.
    Äußerung des Volkskommissars für das Bildungswesen der Ukrainischen SSR, Grin’ko, zitiert bei: L.D. Sinickij, Trudovaja Škola, ee principy, zadači i idejnye korni v prošlom [Die Arbeitsschule, ihre Prinzipien, Aufgaben und geistigen Wurzeln in der Vergangenheit] (Moskau 1922) 55.Google Scholar
  62. 57.
    Vgl. E.I. Rudneva, Trudovoe politechničeskoe obučenie škol’nikov (1918–1920) [Die polytechnische Arbeitsunterweisung der Schüler, 1918–1920] (Moskau 1961) 36 bis 39. — Anweiler, Geschichte 148–155.Google Scholar
  63. 58.
    Vgl. Anweiler, Die Schulreform Chruschtschows und ihre Revision. In: Ders., Die Sowjetpädagogik 115–144.Google Scholar
  64. 59.
    Novye programmy edinoj trudovoj školy pervoj stupeni [Die neuen Lehrpläne der Einheits-Arbeitsschule der ersten Stufe] (Moskau 1924) 5. — Vgl. Anweiler, Geschichte 260–272.Google Scholar
  65. 60.
    Vgl. L. Raskin, Voprosy teorii i praktiki metodov proektov [Fragen der Theorie und Praxis der Projektmethoden]. In: Na putjach k novoj Skole 10 (1931) Nr. 5, 25–34. — Anweiler, Geschichte 401 – 407.Google Scholar
  66. 61.
    Deutscher Wortlaut des ZK-Beschlusses vom 5.9.1931 in: Anweiler/Meyer 178–186.Google Scholar
  67. 62.
    Die sowjetische Schulgeschichtsschreibung hat trotz mehrfacher Ankündigungen seit etwa 1960 bisher keine größere Monographie über die schulpolitische und pädagogische Entwicklung nach 1930 vorgelegt. Die Zeit von 1917 bis 1930 hingegen ist ausführlich behandelt worden; am wichtigsten sind: F.F. Korolev, Očerki po istorii sovetskoj školy i pedagogiki, 1917–1920 [Skizzen zur Geschichte der sowjetischen Schule und Pädagogik 1917–1920] (Moskau 1958). F.F. Korolev, T.D. Kornejčik, Z.I. Ravkin, Očerki po istorii sovetskoj školy i pedagogiki, 1921 – 1931 [Skizzen zur Geschichte der sowjetischen Schule und Pädagogik, 1921–1931] (Moskau 1961).Google Scholar
  68. 63.
    Zum Beginn der „Stabilisierung“ vgl. Anweiler, Geschichte 428–452.Google Scholar
  69. 64.
    Vgl. W. Markert, Von der Oktoberrevolution zur „Revolution von oben“. In: Ders., Osteuropa und die abendländische Welt (Göttingen 1966) 96–121.Google Scholar
  70. 65.
    Vgl. A.S. Bubnov, Stat’i i reči o narodnom obrazovanii [Aufsätze und Reden über Volksbildung] (Moskau 1959) 106–108.Google Scholar
  71. 66.
    Andrej Sergeevič Bubnov (1883 – 1940) hatte 1929 Lunačarskij als Volkskommissar für das Bildungswesen der RSFSR abgelöst; er war bis 1937 im Amt und kam dann in den Stalinschen Säuberungen ums Leben.Google Scholar
  72. 67.
    Den Nachdruck auf die immanente pädagogische Problematik, insbesondere auf die didaktischen Antinomien in der frühsowjetischen Pädagogik, legt: I. Szaniawski, Die Humanisierung der Arbeit und die gesellschaftliche Funktion der Schule (Weinheim 1972) 81 – 106.Google Scholar
  73. 68.
    Vgl. vor allem ihre erst nach 1958 veröffentlichten Schriftstücke und Eingaben aus den Jahren 1936 und 1937 Einzelheiten in: Anweiler, Geschichte 450 f.Google Scholar
  74. 69.
    Die Kampagne zur Werbung und Schnellausbildung von Lehrern setzte 1930 im Zusammenhang mit der gesetzlichen Einführung der allgemeinen Grundschulpflicht ein. 1932 teilte Bubnov mit, daß die kurzfristigen Kurse 63 % des Kaderbedarfs deckten. Bubnov, Stat’i i reči 231 f.Google Scholar
  75. 70.
    Über die pädologischen Abweichungen im Bereich der Volkskommissariate für das Bildungswesen. Be-schluß des ZK der KPdSU (B) vom 4.7.1936. Deutscher Wortlaut in: Anweiler / Meyer 227 – 231. Die Pädo-logie war eine besonders in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren einflußreiche wissenschaftliche Richtung, die eine medizinisch, psychologisch und soziologisch orientierte Kinder- und Jugendforschung betrieb. Vgl. Anweiler, Geschichte 312–317.Google Scholar
  76. 71.
    Den Terminus „politische Realkultur“ — im Gegensatz zur „politischen Idealkultur“ — verwendet — allerdings im Hinblick auf die Gegenwart — G. Brunner, Politische Soziologie der UdSSR (Wiesbaden 1977) 1, 80.Google Scholar

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© Leske + Budrich, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Oskar Anweiler

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