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Die „entwickelte sozialistische Gesellschaft“ als Lern- und Erziehungsgesellschaft

  • Oskar Anweiler
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Zusammenfassung

Auf dem Hintergrund der ideologisch-theoretischen Diskussionen über die „entwickelte sozialistische Gesellschaft“ in der UdSSR bzw. über den „Aufbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft“ in den osteuropäischen Staaten und in der DDR lassen sich auch die bildungspolitischen Entwicklungen und pädagogischen Probleme der siebziger Jahre in einen historisch wie systematisch umfassenderen Bezugsrahmen stellen. Das theoretische Konstrukt „entwickelte sozialistische Gesellschaft“, dem politisch wie ideologisch verschiedene Funktionen zukommen, die hier außer acht bleiben müssen (vgl. Alfred B. Evans, Jr.: Developed Socialism in Soviet Ideology, in: Soviet Studies, 3 /1977, S. 409–428) bildet die Möglichkeit, wesentliche Merkmale dieser Gesellschaft als einer Lern- und Erziehungsgesellschaft herauszuarbeiten und kritisch zu beleuchten. Indem wir die „entwickelte sozialistische Gesellschaft“ als ein makrosoziologisches Erklärungsmuster modelltheoretischen Typs ansehen, haben wir die Möglichkeit, auf systemimmanenter Grundlage eine Entwicklungs-, Funktions- und Problemanalyse der Erziehung und Bildung vorzunehmen und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Diskussion der intersystemaren wie intra-kommunistischen Vergleichsproblematik zu leisten (vgl. vom Verf.: Die Bildungssysteme sozialistischer Staaten in Europa als Gegenstand vergleichender Forschung, in: Oskar Anweiler, Hrsg.: Bildungsforschung und Bildungspolitik in Osteuropa und der DDR, Hannover 1975, S. 111 – 127).

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© Leske + Budrich, Opladen 1990

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  • Oskar Anweiler

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