Advertisement

Wahrnehmung des Anderen: Historische und systematische Zugänge

  • Alfred Holzbrecher
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 14)

Zusammenfassung

Das Bild des Fremden scheint tief in unserem kollektiven Bewußtsein eingraviert zu sein. Für einige Frühkulturen galt die Möglichkeit, daß eine Gottheit sich in Gestalt eines Fremden zeigte. Daraus ergab sich eine grundsätzliche Ambivalenz, denn er war nicht einfach als Feind zu deklarieren: Ist ihm, wenigstens befristet, Gastrecht zu gewähren? Wie kann seine potentiell bedrohliche Präsenz erträglich gemacht werden? Als das Andere schlechthin rührt er zwangsläufig an das Selbstverständnis, das Eigene scheint sich aus dem Fremden wie die Figur vom Grund abzuheben: Die eigene Welt wird als Kosmos wahrgenommen, als die Hemisphäre des Vertrauten, die Welt der Fremden als die diffuse Welt des Chaos (Lenzen 1991, S.150). Wie sich eine Gesellschaft selbst wahrnimmt, scheint also untrennbar verbunden mit ihrer Wahrnehmung der äußeren Realität.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Alfred Holzbrecher

There are no affiliations available

Personalised recommendations