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Von der Staatlichen Versicherung der DDR unter das Dach der Allianz

  • Hasko Hüning
  • Hildegard Maria Nickel
  • Michael Frey
  • Silke Grüner
  • Iris Peinl
  • Catrin Stock
  • Olaf Struck-Möbbeck
  • Sandra Wagner
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Part of the KSPW: Transformationsprozesse book series (TRANSFORMATION, volume 26)

Zusammenfassung

Das Versicherungswesen in den fünf neuen Bundesländern und in Berlin befand sich seit 1990 im Umbruch. Die „Staatliche Versicherung der DDR“ wurde am 1. Juli 1990 in eine Aktiengesellschaft, die Deutsche Versicherungs-AG (DVAG) umgewandelt, an der die Allianz AG Holding München im Jahre 1990 mit zunächst 51%, 1991 mit 100% beteiligt ist. Von der Übernahme der Staatlichen Versicherung der DDR und ihrer Inkorporierung in das Unternehmensgefüge der Allianz AG waren etwa 13.700 Arbeitsplätze im Innendienst (10.500) und im hauptberuflichen Außendienst (3.200) der Staatlichen Versicherung betroffen, und darüber hinaus ein Netz von rund 33.000 nebenberuflichen Mitarbeitern. Durch die Übernahme wurde das bisherige Monopol einer einzigen Versicherungsgesellschaft in der früheren DDR beseitigt und Ostdeutschland für den Versicherungsmarkt geöffnet. Inzwischen ist in den neuen Bundesländern nahezu die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft vertreten, nachdem 1990 das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen über 300 Versicherungsunternehmen die Zulassung zum Geschäftsbetrieb erteilt hatte. Seither war der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Geschäftsstellen und Filialdirektionen in vollem Gange.

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Literatur

  1. 3.
    Die folgende Darstellung stützt sich auf eigene Recherchen, vorrangig auf zugängliche Materialien (Pressearchiv etc.) der DVAG und auf Interviewmaterial mit betrieblichen Experten.Google Scholar
  2. 5.
    „.......zu Beginn der Übernahme hatten wir einen Innendienstkostensatz von über 30%, das ist für den Allianzkonzern absolut indiskutabel, der durchschnittliche Kostensatz Innendienst ohne Vertriebskosten liegt bei rund 10%, und das war das Dreifache....so daß also rein unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten hier natürlich erst mal der erste Ansatz war....das ist ja auch teilweise gelungen, die Kosten runterzufahren, aber eben halt nur über diese dornenreiche Strecke, sprich Personalabbau. Und da ist eine Menge passiert, wenn Sie mich so fragen...“ (202/2)Google Scholar
  3. 7.
    Die 9 Leitkreisdirektionen waren: Schwerin, Neubrandenburg, Magdeburg, Erfurt, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Potsdam, Berlin.Google Scholar
  4. 8.
    Als erste wurde die LKD Chemnitz am 20.9. 1994 endgültig geschlossenGoogle Scholar
  5. 9.
    „... und der Vorstand war auf Gedeih und Verderb, wenn er bestehen wollte gegenüber München, angewiesen, mit uns in die Reihe zu kommen. München sagt, laßt die mal machen, Hauptsache es kommt ganz schnell wieder Kohle rum für die Aktionäre. Also ich sage mal, hier war das eine Sozialpartnerschaft so mit existentiellem Charakter und nicht, weil man sich so gern hat. Und das ist ’98 vorbei.“ (210/65)Google Scholar
  6. 12.
    „Man hat damals alles über Aufhebungsverträge gemacht aus der Optik heraus und wir waren als Betriebsräte selber in der Lernphase und konnten dann das erst ’92 unterbinden. Wir haben auch den Sozialplan gekündigt. “ (210/58)Google Scholar
  7. 13.
    vgl. Abschlußbericht zur Mitarbeiterbefragung vom 12.10. 93Google Scholar
  8. 14.
    „Doch, das muß ich sagen, es ist teilweise zu schnell gegangen, wobei es auch die andere These gibt, so nach dem Motto: wenn die Leute im Ungewissen sind, die wollen Gewißheit haben, auch wenn es eine schlechte Nachricht ist.....ja, aber ich habe den Eindruck, daß manche Sachen nicht zu Ende gedacht worden waren und daß man sich für manche Schritte etwas mehr Zeit hätte nehmen müssen....Aber da kommen immer die Betriebswirtschaftler, die sagen, wenn wir den nächsten Kündigungstermin versäumen, dann sind das wieder drei Monate länger Gehalt.....das rechnet sich dann auch schnell, also müssen wir das auch so schnell wie möglich machen.... Gut, da ist hier auf der einen Seite der Personalmann, der etwas anderes sieht.....Der Betriebswirtschaftler hat sich immer durchgesetzt, ja, so ist es.“ (202/52)Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Hasko Hüning
  • Hildegard Maria Nickel
  • Michael Frey
  • Silke Grüner
  • Iris Peinl
  • Catrin Stock
  • Olaf Struck-Möbbeck
  • Sandra Wagner

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