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Finanzdienstleistungsunternehmen im Transformationsprozeß

  • Hasko Hüning
  • Hildegard Maria Nickel
  • Michael Frey
  • Silke Grüner
  • Iris Peinl
  • Catrin Stock
  • Olaf Struck-Möbbeck
  • Sandra Wagner
Chapter
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Part of the KSPW: Transformationsprozesse book series (TRANSFORMATION, volume 26)

Zusammenfassung

Der ökonomische Transformationsprozeß1 im Osten Deutschlands ist in einen modernisierenden Strukturwandel2 der westlichen Industriestaaten eingebettet (Lutz 1993). In diesem Strukturwandel haben sich die Proportionen zwischen den aggregierten Sektoren der Volkswirtschaft in den marktwirtschaftlich orientierten Industriestaaten langfristig zu Gunsten der privaten und erwerbswirtschaftlichen Dienstleistungen (OECD 1993) verschoben. Von dieser Entwicklung wurden seit 1990 auch die neuen Bundesländer erfaßt (IAB 1990–1994).

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Literature

  1. 1.
    Vgl. zur Problematik des Begriffs Transformation in diesem Zusammenhang Deiß (1994); als Arbeitshypothese fassen wir Transformation in Anlehnung an Etzioni (1975) nicht als adaptiven Wandel zur Wiederherstellung eines neuen Gleichgewichts in einer alten sozialen Einheit, sondern als Durchsetzung eines neuen Ordnungsmusters. Der Begriff hat erstens eine institutionelle Dimension und zweitens verweist er auf das intentionale Handeln von Menschen und Menschengruppen (vgl. Inhetveen 1992).Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. dazu auch Hüning (1995).Google Scholar
  3. 4.
    Die gesellschaftstheoretischen Gründe dafür sollen hier nicht thematisiert werden, vgl. dazu Beer (1992) und Klinger (1988). Für die folgenden knappen Ausführungen vgl. Sahner (1994).Google Scholar
  4. 5.
    Vgl. S. Gleiser, Qualifizierte Fach- und Führungskräfte in der Geld- und Kreditwirtschaft, in: ArbeitsmarktInformation der Bundesanstalt für Arbeit 8/1996, Stand Okt. 1996, Nürnberg.Google Scholar
  5. 7.
    Diese Tendenz ist übrigens auch bei den ca. 2.500 Kreditgenossenschaften anzutreffen. Das sind rund ein Viertel weniger als 1991. In den neuen Bundesländern hat sich die Zahl seit 1993 um 18% auf heute 173 verringert. Das führende >Institut DG Bank geht davon aus, daß die Zahl der Genossenschaftsinstitute im Osten nach dem Jahr 2.000 bei 100 bis 150 liegen wird (vgl. Tagesspiegel v. 20. Mai 1997). Vermutlich wird auf dem Wege dahin auch der Zusammenschluß von zwei Instituten in Berlin liegen, nämlich der Grundkreditbank e.G. und der Köpenicker Volksbank.Google Scholar
  6. 8.
    Lediglich von 1992 zu 1993 erfolgte ein minimaler Rückgang von 3,99 auf 3,97 Mio. Erwerbstätige im Dienstleistungssektor (vgl. Hüning/Nickel 1997: Datenanhang). Zu einer ähnlich zurückhaltenden Einschätzung bezüglich der Entwicklungspotentiale des (auch marktinduzierten) Dienstleistungssektors vgl. B. Lutz, Die mühsame Herausbildung neuer Beschäftigungsstrukturen, in: Lutz/Nickel/Schmidt/Sorge (Hrsg.): Arbeit, Arbeitsmarkt und Betriebe, Opladen 1996Google Scholar
  7. 9.
    Beobachter des bundesdeutschen Arbeitsmarktes gehen angesichts der strukturellen Arbeitslosigkeit davon aus, daß ein deutlicher Beschäftigungsaufbau via Dienstleistungssektor zumindest nicht in dem Maße zustande kommt, daß die laufenden Abbauprozesse kompensiert werden könnten. Es wird sogar eher von einer „tertiären Krise“ ausgegangen, die nun wiederum ihrerseits eine relative Schrumpfung der Industrie zur Folge haben würde: vgl. Zinn (1993, 1994, 1997).Google Scholar
  8. 10.
    Daher erschien eine Annäherung an die datenbasierte Theorie von Glaser und Strauss (Glaser/Strauss 1979) produktiv.Google Scholar
  9. 11.
    Wir konnten uns auf die Vorleistungen des Pilotprojektes „Dienstleistungsbeschäftigung im Umbruch“ stützen: (Hüning/Maier/Nickel 1993).Google Scholar
  10. 14.
    Für die Erhebung zur „Personalrekrutierung im monetären Dienstleistungssektor in Sachsen-Anhalt“ waren aufgrund theoretischer und empirischer Vorarbeiten zum Untersuchungsgegenstand eine Reihe von Dimensionen, die die Verfahren und Wege der Personalrekturierung beeinflussen, bekannt. Zunächst wurde versucht, ein möglichst umfassendes Abbild der Branche bei der Fallauswahl zu berücksichtigen (Region, Größe, Organisationsgrad und Marktstellung, Körperschaft öffentlichen Rechtes oder privatwirtschaftliches Unternehmen usw.). Zudem wurden neben den „Repräsentanten“ der Branche, den Personal- oder Ausbildungsleitern, die Auskunft über die Einstellungspraxis ihres Unternehmens gaben, auch Betriebs- und Personalräte befragt (insgesamt 18). Anzumerken ist, daß die Verschränkung von Datensammlung und Datenanalyse ihre Ursache in der Enge des zeitlichen Horizontes der Untersuchung hatte und es sich so eher um einen Ansatz gegenstandsbegründeter Theoriebildung als um eine ausgearbeitete Forschungsstrategie handelte. Die Untersuchung zu Sachsen-Anhalt ist schon anderweitig auch mit unterschiedlicher Akzentsetzung ausführlich dokumentiert worden (s. u.a. Hüning/Nickel/Struck-Möbbeck 1995), sodaß für diesen Band darauf verzichtet wurde.Google Scholar
  11. 15.
    Die Landesbank Berlin (LBB) wurde per Gesetz des Berliner Abgeordnetenhauses zum 01.10.1990 gegründet; in sie wurde zunächst die Sparkasse der Stadt Berlin West integriert. Am 11.12.1990 beschloß die Gesamtberliner Landesregierung die Überführung der Sparkasse der Stadt Berlin (Ost) in die LBB. Gegenwärtig zählen zur LBB folgende Institutionen: LBS Landesbausparkasse Berlin, Investitionsbank Berlin, Weberbank KGaA, Berliner Industriebank AG, LBB International Lux, LBB Beteiligungsgesellschaft und LBB Grundstücksgesellschaft. Vgl:. Gebündelte Kraft für den Bankenplatz Berlin. In: Der Tagesspiegel vom 8. März 1994, S. V, und: In drei Jahren viel bewegt. In: Berliner Morot vom 2.10.93, S. 15Google Scholar
  12. 16.
    In der Sparkasse Berlin-West betrug der Frauenanteil 1989 ca. 60%, in der von Berlin-Ost hingegen ca. 90%.Google Scholar
  13. 17.
    Bankenholding soll Berlin Potenz für die Region verschaffen. In: Der Tagesspiegel vom 9. März 1993, S. VII.Google Scholar
  14. 18.
    In den letzten Jahren beschränkte sich die Betrachtung Ostdeutschlands auf die neuen Bundesländer und Berlin (Ost). Doch es macht zunehmend Sinn, aus raumwirtschaftlicher Sicht auch Berlin (West) als integralen Bestandteil Ostdeutschlands anzusehen, da die Verflechtungen West-Berlins mit den neuen Bundesländern [insbesondere Berlin (Ost) und Brandenburg] schon heute außerordentlich eng und ökonomisch nicht mehr zu trennen sind. Würde der Westteil Berlins in das Wirtschaftspotential der neuen Länder einbezogen, so stiege das derzeitige Niveau der ostdeutschen Pro-Kopf-Leistung von 49% auf knapp 57% des früheren Bundesgebietes [ohne Berlin (West)]. Vgl. Bankgesellschaft Berlin Wirtschaftsreport, 2/1995.Google Scholar
  15. 19.
    U. Misgeld (Vorstanssprecher der Berliner Volksbank), Handelsblatt/Tagesspiegel vom 20.4. 1997, S. S 11Google Scholar
  16. 20.
    Die Berliner Bank AG hatte 1996 100 Filialen im Berliner Stadtgebiet und in Brandenburg 20. 1992 übernahm sie die im Ostteil der Stadt arbeitende Berliner Stadtbank mit insgesamt 750 Mitarbeitern. Die Stadtbank hatte 13 Filialen und war 1991 aus dem Berliner Stadtkontor hervorgegangen. Die Untemehmensleitung der Berliner Bank sah vor, ab 1996 im Laufe von drei Jahren 840 Stellen abzubauen (vgl. Tagesspiegel vom 6. März 1996).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Hasko Hüning
  • Hildegard Maria Nickel
  • Michael Frey
  • Silke Grüner
  • Iris Peinl
  • Catrin Stock
  • Olaf Struck-Möbbeck
  • Sandra Wagner

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