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Saniye Bektaş

  • Caroline Schmidt Hornstein
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Zusammenfassung

Saniye studiert Ethnologie in Berlin. Wir waren uns einige Male auf Tagungen begegnet, kannten uns vom Sehen und beiläufigen Wortwechseln. Ins Gespräch aber kamen wir erstmals über einen Film, der auf einem solchen Treffen gezeigt wurde. Er handelte von der Geschichte einer jungen und einer älteren Frau, Tochter und Mutter, die aus der Türkei nach Berlin emigriert waren. Die Verheiratung der Tochter stand an und so wurden wir mit den unterschiedlichen Perspektiven der zwei Frauen auf die Institution der Ehe bekannt gemacht.

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Literatur

  1. 6.
    Der Alewismus ist eine Glaubensrichtung des Islam, die dem Bekta;i-Sufismus nahesteht..In der Türkei sind ca. 80% der Muslime Sunniten und 20% Alewiten, die von den Sunniten als heterodox angesehen werden. Der Alewismus kennt keine Moscheen, sondern cemâatlar als Glaubenszusammenkünfte, an denen Männer wie Frauen teilnehmen. Musik und Tanz spielen in diesen Zusammenkünften eine wichtige Rolle. Ein Großteil der türkischen Alewiten steht politisch den Sozialisten nahe.Google Scholar
  2. 7.
    Der,dede` ist der Glaubensälteste in der Gemeinschaft der Alewiten.Google Scholar
  3. 8.
    Saniye spricht hier in der deutschen Pluralform von „cems“. Im Türkischen werden die „cemâatlar” mit „cem“, im Singular wie im Plural, abgekürzt.Google Scholar
  4. 9.
    Analoges beschreibt Aras Ören in der Figur einer Berliner Theaterdramaturgin in seiner „Erzählung „Eine verspätete Abrechnung“ (Oren 1988).Google Scholar
  5. 10.
    Was Saniye mehrfach als Koketterie beschreibt, hat mich ebenfalls zu einem Spiel mit Georg Simmels gleichnamigem Aufsatz ‘verführt` (Simmel 1983).Google Scholar
  6. 11.
    Seit der jüngsten Debatte um die Doppelte Staatsbürgerschaft befleißigen sich so viele Wächter um dieses höchste Gut eines Staates. Vor allem die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommt dieser Pflicht sorgfältig nach. Eine Reihe von beunruhigten Leserbriefen erschienen wenige Wochen nach Solingen zur Frage der erleichterten Einbürgerung für Immigranten, betitelt mit Überschriften wie z.B. „Pässe zum Billigpreis“. Immer wieder wird dieses „höchste Gut” was ein Staat zu verleihen habe, als „Privileg“ beschworen, das nicht so „wohlfeil” in die Menge geworfen werden dürfe. In der Kommentarspalte auf der Titelseite des Blattes wird zwar verhaltener, doch in derselben Logik argumentiert. Wenn auch für eine weitere Erleichterung der Einbürgerung ein Votum abgegen wird, scheint doch die Zulassung der doppelten Staatsangehörigkeit nicht nur die „Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens“ sondern das »Ansehen eines Staates” zu gefährden. (vgl. Hefty: „Was doppelte Staatsbürgerschaft wert ist“; FAZ 13.9.93).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Caroline Schmidt Hornstein

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