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Entwicklungsverläufe in Einzelschulen — Erneuerungsprozesse und Erfahrungssicherung in Halbtagsgrundschulen

  • Günter Warnken
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 10)

Zusammenfassung

Seit dem Herbst 1989 können in Niedersachsen Grundschulen und die zum Primarbereich gehörenden Jahrgänge der Sonderschule als “Volle Halbtagsschulen” geführt werden. Diesen Schritt haben bis zum Schuljahr 1994/95 über 200 Schulen gewagt. Das gravierendste Merkmal von “Vollen Halbtagsschulen” ist die Veränderung der Schulzeit. So werden Anfang und Ende täglicher Schulzeit verläßlich festgelegt, in der Regel 5 Zeitstunden an 5 Tagen. Weiterhin ist für die Entwicklung der Einzelschule besonders folgenreich, daß alle in dieser Schule das schulische Angebot annehmen müssen. Die hohe Interdependenz zeitlicher, sachlicher und sozialer Faktoren macht es unumgänglich, daß die ganze Schule sich verändert, ein Konzept für diese Veränderung erarbeitet und einen Entwicklungsprozeß einleitet. Die geplante Entwicklung der eigenen Schule ist nun für viele Kollegien eine völlig neue Herausforderung, der sie, häufig alleingelassen und ohne Unterstützung von außen, sehr unterschiedlich gerecht werden.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Günter Warnken

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