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Erfahrungen zur Ganztagsschulentwicklung

  • Stefan Appel
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 10)

Zusammenfassung

Die Vermutung liegt nahe, daß eine Entwicklungsgeschichte von rund 40 Jahren in Aufbau und Durchführung von Ganztagsschulen Erfahrungen und Strukturelemente zutage gefördert hätte, die man im Sinne der Realisierung von Schulqualität nutzen könnte. Ernüchtert läßt sich jedoch resümieren, daß die Vermutung, die Erfahrungen könnten tatsächlich nutzbar gemacht werden, nicht so sehr zutrifft. Die bestehenden Ganztagsschulen, die in den fünfziger Jahren noch unter dem Begriff “Tagesheimschulen” ihre Arbeit aufgenommen haben — und die in den Nachfolgemodellen der offenen und gebundenen Konzeptionen kind- und jugendgerechte Lebensschulen umzusetzen versuchten — haben ihre wissenschaftliche Begleitung, ihre bestandsvergleichenden Diskussionsformen und ihre bildungspolitischen Stützungsmechanismen zu großen Teilen verloren. Die Fachleute in den Hochschulen haben sich anderen Gebieten zugewandt, die Fachleute in den Schulauf-sichtsebenen haben ihre Ressore gewechselt oder sind in den Ruhestand getreten, und die Experten bei den Schulträgern sind aus ähnlichen Gründen nicht mehr und nicht wieder verfügbar. Die große Welle der Ganztagsschul-neugründungen ist, wenn man einmal von Brandenburg und Hamburg absieht, verebbt, die der Modifikationen der bestehenden Ganztagskonzepte verlangsamt oder gestoppt — bestenfalls in Gang gehalten werden sie von allgemeinüblichen Reformstrebungen, wie sie auch an Halbtagsschulen wirksam werden.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Stefan Appel

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