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Parlamentssymbolik

Christos Tücher und die deutsche Demokratie
  • Friedrich Dieckmann

Zusammenfassung

Die Würfel sind gefallen, eine namentliche, vom Fraktionszwang freie Abstimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages hat mit einer Mehrheit von 69 Stimmen ergeben: Das einstige Reichstags- und künftige Bundestagsgebäude darf zwei Wochen lang von dem bulgarisch-amerikanischen Verpackungskünstler Christo von Kopf bis Fuß, von dem Rustika-Sockel bis zu den Spitzen der Portikus-Pylonen, in hellglänzendes Tuch gehüllt werden. Eine um ihr Überleben kämpfende und nach der Währungsunion von 2000 auf 200 Arbeiter herabgesetzte Cottbuser Textilfabrik hat Aussicht, den Auftrag zum Weben der riesigen Stoffbahnen zu erhalten; jedenfalls hat Christo versichert, er werde den Auftrag nach Brandenburg geben.** Er kann es sich leisten, das spektakuläre Projekt ganz aus Eigenem zu finanzieren; zu hohen Preisen werden seine druckgraphisch vervielfältigten Entwürfe, Zeichnungen, Modellfotos auf dem internationalen Kunstmarkt gehandelt.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Friedrich Dieckmann

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