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Womit der Anfang gemacht wird

  • Katrin Wille
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Zusammenfassung

Dem Haupttext der Laws of Form ist eine Reihe von Schriftzeichen vorangestellt. Den meisten westlichen Leserinnen tritt damit zu Beginn des Textes ein fremdes Schriftbild entgegen, unübersetzt und unkommentiert. Die dieser Sprache unkundigen Leserinnen werden im Dunkeln gelassen über Bedeutung, Sinn, genauen Ort.1 Es liegen vor allem drei Wege nahe, mit dieser Situation umzugehen:

Ein erster Weg ist, die fremdartige Zeichenreihe ästhetisch als Kalligraphie aufzufassen und nach kurzer Betrachtung in den ‚eigentlichen‘ Text einzutreten. Ein zweiter Weg ist, sich auf der Suche nach Sinn, Art und dem genauen Ort des Textes ein paar Schritte weit in eine fremde Welt zu begeben. Ein dritter Weg ist, sich zu fragen, wieso diese Zeichen unmittelbar vor dem ersten Kapitel stehen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen ihrer Bedeutung, dem Ort, an dem sie stehen und dem Inhalt der Laws of Form?

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Literatur

  1. 1.
    Am Ende des Vorworts von 1968 dankt Spencer Brown für die Erlaubnis, einen Teil einer alten Faksimile-Kopie vom Daodejing photographiert haben zu dürfen, vgl. LoF:xviii. Wir erfahren also im Vorfeld, dass die Schriftzeichen aus dem Daodejing stammen, nicht aber den genauen Ort oder die Bedeutung.Google Scholar
  2. 2.
    Es werden die chinesischen Schriftzeichen, die Pinyin-Transkription und deutsche Übersetzungsmöglichkeiten angegeben.Google Scholar
  3. 3.
    Für diese und alle folgenden sinologischen Hinweise danken wir Rolf Elberfeld.Google Scholar
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    Duyvendak mit Bezug auf Ma Hsü-lun, Chu, Thomas Cleary, Gu, Man-Ho-Kwok, Martin Pohner, Jay Ramsey, Kwok.Google Scholar
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    Wang Pi 1979:1. Es ist vor allen Dingen Wang Bi, der durch seinen Kommentar dem Nichts im Daodejing eine herausgehobene philosophische Bedeutung gegeben hat, die dann für die Rezeption des Buddhismus bedeutsam geworden ist.Google Scholar
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    Nach der französischen Übersetzung von Duyvendak: „La Voie vraiment Voie est autre qu’une voie constante. Les Termes vraiment Termes sont autres que des termes constants. (Le terme Non-être indique le commencement du ciel et de la terre; le terme Etre indique la mère des dix mille choses.).“, Duyvendak 1987:3.Google Scholar
  8. 8.
    Versuch nach den oben genannten Überlegungen.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Wohlfart 2001 a:27–54.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Katrin Wille

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